eCommerce Anzeige
/ FACT-Finder / Getnow stärkt sein Wachstum mit intelligenter Suchtechnologie von Fact-Finder

Getnow stärkt sein Wachstum mit intelligenter Suchtechnologie von Fact-Finder

Redaktion an 28. April 2020 - 10:02 in FACT-Finder
Getnow kombiniert ein skalierbares und flexibles Shopsystem mit einer KI-basierten Suchtechnologie.

Getnow kombiniert ein skalierbares und flexibles Shopsystem mit einer KI-basierten Suchtechnologie.

Der Online-Anteil des deutschen Lebensmittelhandels ist nach wie vor verschwindend gering – trotz der Initiativen vieler etablierter Marktgrößen. Mit rund 160 Milliarden Euro ist der Lebensmittelhandel einer der umsatzstärksten Wirtschaftszweige Deutschlands. Der Online-Anteil hat nach wie vor großes Wachstumspotenzial. Älteren Studien zufolge sollte er bis 2020 auf rund fünf Prozent ansteigen, was einem Umsatzvolumen von etwa acht Milliarden Euro entsprochen hätte. Hätte, denn die Erwartungen haben sich bei Weitem nicht erfüllt: Heute liegt der Online-Anteil nur bei rund einem Prozent und damit deutlich niedriger als beispielsweise in Großbritannien (sieben Prozent) und Frankreich (sechs Prozent).

Woran große Player in den vergangenen Jahren gescheitert sind, gelingt 2020 dem Münchner Start-up Getnow. Dessen Online-Supermarkt verzeichnet ein beeindruckendes Wachstum und stellt die Weichen für einen anhaltenden Vormarsch in der Branche. Ein Grund für den Erfolg: Getnow kombiniert ein skalierbares und flexibles Shopsystem mit einer KI-basierten Suchtechnologie.
Der Erfolg von Getnow steht stellvertretend für das Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich branchenübergreifend immer mehr junge Unternehmen mit etablierten Playern liefern, und illustriert, welchen Einfluss KI bereits heute auf den Erfolg neu entwickelter Geschäftsmodelle hat.

Aufgabe: Skalierbare Verbesserung der Suche

Niedrige Margen, hohe Kundenerwartungen, sensible Produkte und eine kapitalstarke Konkurrenz – kaum eine E-Commerce-Sparte ist herausfordernder als der Lebensmittelhandel. Das Münchner Unternehmen Getnow hat den Sprung dennoch gewagt und rollt den Markt nun mittels Effizienz und starker Partner auf.

„Unser Geschäftsmodell unterscheidet sich grundlegend von anderen Anbietern”, erklärt Sebastian Wiese, CTO bei Getnow. Wir unterhalten weder Lager noch Lieferflotte, sondern arbeiten in diesen Bereichen mit Partnern zusammen, insbesondere der Metro und DHL. Anstatt also zuerst eine umfangreiche Kostenstruktur aufzubauen und dann Kunden anzuwerben, generieren wir im ersten Schritt die Kundschaft und gehen dann bedarfsgesteuert vor. Je nach Höhe des Bestellvolumens können wir den Einpack- und Lieferservice mit Hilfe unserer Partner skalieren. Dadurch sind wir nicht nur flexibel, sondern sparen – im Gegensatz zu anderen Anbietern – enorme Infrastruktur-Kosten. So können wir uns voll auf Kundenakquise und Kundenbindung konzentrieren.“

Bedarfsgetriebene Einkäufe sind eine Herausforderung für Onlineshops

Für die Umsetzung der Strategie wechselte Getnow 2019 auf das skalierbare Shopsystem Oxid eSales und optimierte durch den Einsatz der KI-basierten Suchtechnologie Fact-Finder des Unternehmens Omikron Data Quality die Suchfunktion in der Plattform. Ziel war es, die Customer Journey der Online-Kunden so zu verbessern, dass Produkte intuitiver gefunden werden und damit der Umsatz schnell und langfristig gesteigert wird. Zugleich sollten technologisch die Weichen dafür gestellt werden, das Angebot von Getnow auf weitere Standorte auszuweiten und skalierbar zu machen.

Carsten Kraus

Carsten Kraus ~ Omikron Data Quality GmbH: „KI-basierte Lösungen können bei bedarfsgetriebenen Käufen einen enormen Mehrwert bieten.“

„Den Supermarkt-Einkauf online abzubilden, ist eine besondere Herausforderung: Lebensmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs kaufen Kunden nicht für das Erlebnis, sondern aus der Notwendigkeit heraus”, sagt Carsten Kraus, Geschäftsführer der Omikron Data Quality GmbH, die die Suchtechnologie Fact-Finder entwickelt hat. „KI-basierte Lösungen können bei solchen bedarfsgetriebenen Käufen, die Kunden vor allem schnell und unkompliziert erledigen wollen, einen enormen Mehrwert bieten: Sie verbessern nicht nur die Suchergebnisqualität in Onlineshops, sie machen sie so gegenüber dem stationären Handel attraktiver als bisher. Mit KI ist es auch möglich, das individuelle Kaufverhalten zu studieren und so präzise Vorhersagen darüber zu treffen, was Kunden kaufen wollen. Die passenden Produkte können dann, auf Basis der Erkenntnisse aller Einkäufe, individuell gezielt vorgeschlagen werden.”

Präzision und individuelle Präferenzen bei der Produktauswahl

Ob aus Traffic zahlende und insbesondere wiederkehrende Kundschaft wird, hängt im E-Commerce maßgeblich vom Einkaufserlebnis ab. Für die Food-Branche sind die Anforderungen besonders hoch: Die Kundenerwartungen können komplex und vielfältig sein. So haben die Kunden meist bestimmte individuelle Präferenzen, möchten beispielsweise für sie unverträgliche Lebensmittel aus der Suche ausgeschlossen wissen oder benötigen Detailinformationen zur Produktauswahl. Gleichzeitig können die Bezeichnungen von Lebensmitteln für die Suche im Shop irreführend sein: Wer nach ‚Milch‘ sucht und als Ergebnis Milchschokolade oder Zahnpasta für Milchzähne erhält, wird nicht zufrieden sein. 95 Prozent der Besucher im Getnow-Shop nutzen die Suchfunktion, um zu den gewünschten Produkten zu gelangen. Entsprechend relevant ist die Qualität der Suchergebnisse für den Umsatz. Es galt, die Suche so zu optimieren, dass den Kunden auf schnellstmöglichem Weg die passenden Produkte angezeigt werden, und Shopbesucher schnell und erfolgreich durch den Einkaufsprozess geleitet werden können.

Ergebnis: Bessere Conversion-Rate, niedrigere Absprungraten

Die KI-basierte Such- und Navigationslösung Fact-Finder wurde im Frühjahr 2019 innerhalb von sechs Wochen in das System von Getnow integriert. Dabei wurde eng mit der Agentur Netformic und dem E-Commerce-Spezialisten Oxid eSales zusammengearbeitet. Eine kurzfristige Umstellung der Getnow-Plattform vom bisherigen Anbieter auf die Commerce-Lösung Oxid eShop Enterprise Edition wurde notwendig, da das bestehende System bereits an der Obergrenze der Last fuhr, und Getnow sein Geschäft mit dem ursprünglichen System nicht weiter skalieren konnte. Der Relaunch auf Oxid eShop innerhalb weniger Wochen brachte Getnow die nötige Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, um die städtespezifischen Sortimente abzurufen und zugleich besondere Herausforderungen, wie der des ‚Pickings’, also der korrekten Produktauswahl und der nachfolgenden Buchung im System, zu meistern: Bestellt ein Kunde ein Produkt, das nicht mehr vorrätig ist, wird ihm automatisch ein höherwertiges Produkt geliefert. Das System muss dafür so programmiert werden, dass der tatsächlich gelieferte Artikel auf der Rechnung erscheint, obwohl der Kunde bereits vorher mit Kreditkarte bezahlt hat. Diese potenzielle Differenz gilt es schließlich auch in den Metro-Sortimenten abzubilden. Hierzu wurde das Warenwirtschaftssystem Storelogix integriert und im laufenden Betrieb mit Oxid eShop weiterentwickelt.

Die technologischen Neuerungen haben die Customer Journey von Getnow messbar verbessert. Der durchschnittliche Warenkorbwert von Getnow liegt bei 100 Euro. Mithilfe der intelligenten Suchtechnologie konnten die Conversion Rate gesteigert und die Absprungrate gesenkt werden.

„Was immer wir zwischen Startseite und Checkout optimieren möchten – mit der KI-basierten Suchtechnologie können wir so gut wie jeden unserer Use Cases erfüllen”, erklärt Sebastian Wiese. „Zum Beispiel haben wir Ranking-Regeln angelegt, um Produkte mit hoher Relevanz in den Suchergebnissen nach oben zu rücken – und so bevorzugt zu verkaufen. Auch das Vereinfachen von Wiederbestellungen ist enorm wichtig für uns. Denn jede Entscheidung, die ich dem Kunden abnehmen kann, wirkt sich positiv auf den Umsatz aus. Daher möchten wir uns hier weiterzuentwickeln und denken über den Einsatz des Fact-Finder Predictive Baskets nach.”

Kampagnen-Manager erlaubt Steuerung, ohne Programmier-Ressourcen zu binden

Mithilfe eines Kampagnen-Managers wird es für Getnow an jedem einzelnen Standort möglich, Marketingkampagnen und individuelle Sortimente anzulegen und diese, etwa zu saisonalen Anlässen wie Weihnachten oder Ostern, auszuspielen.

„Das Marketing innerhalb unseres Shops bleibt natürlich eine der wichtigsten Maßnahmen – etwa zu klassischen Festen wie Weihnachten, Silvester oder Ostern”, so Wiese. „Hier ermöglicht uns Fact-Finder unter anderem, individuelle Sortimente auszuspielen und diese mit passenden Produkten und inspirierendem Content zu versehen. Solche anlassbezogenen Kategorien helfen uns dabei, Kunden zum Kauf zu inspirieren und noch mehr Traffic über Google zu generieren.“

Ausblick: Solides Fundament für geplante Skalierung

Getnow ist heute deutschlandweit in acht verschiedenen Großstädten und den umliegenden Gebieten verfügbar. Seit 2017 ist die Anzahl der Kunden – dazu zählen neben Privatpersonen auch Unternehmen – auf über 100.000 gestiegen, täglich kommen Hunderte hinzu. Das Sortiment umfasst aktuell mehr als 15.000 Produkte des täglichen Bedarfs. Neben Lebensmittel-Frischware wie Fleisch, Fisch und Obst sind auch Putzmittel, Drogerie-Artikel und Produkte für den Tierbedarf erhältlich.

Die Skalierung des eigenen Geschäftsmodells ist einer der Eckpfeiler von Getnows E-Commerce-Strategie. Aktuell ist der Service in sechs Ballungsräumen verfügbar – im nächsten Schritt soll er auf weitere Metropolen in Deutschland ausgeweitet werden. Auch im Hinblick auf das Sortiment soll Getnow künftig weiter wachsen, sodass Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs langfristig nur eine von mehreren Sparten darstellen werden.

„Wir sind davon überzeugt, dass kaum ein Endkunde in Deutschland bei einem Single Supplier einkauft”, so Wiese. „Vielmehr kaufen Kunden ihre Produkte von unterschiedlichen Anbietern, aus unterschiedlichen Sortimenten. Daher schließen wir Partnerschaften mit weiteren Unternehmen, um Komplementär-Sortimente auf unserer Plattform anzubieten, nicht aus. Wir arbeiten also stark daran, unseren Kunden eine möglichst breite Auswahl zu bieten. Und das macht unser Geschäft natürlich komplexer – nicht nur in der Logistik, sondern auch im Frontend. Denn der Einstieg in unsere Plattform erfolgt dann irgendwann nicht mehr über einen Anbieter, sondern eher über das gewünschte Produkt. So wird es für uns zukünftig noch stärker auf Suchen, Kampagnen und auf die Vermarktung von Produkt-Portfolios ankommen.”

0 Kommentare beitragen

Senden Sie uns eine Mitteilung Hier

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest

Share This