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Selbstgemacht wird mit DaWanda LoveMag zum Lifestyle

Gabriel Wohlfahrt an 20. Januar 2013 - 09:56 in e-Commerce Highlights, Shopping
DaWanda

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Manchmal ist es schön mit anzusehen, wie sich sympatische Geschäftsideen so langsam aber sicher freischwimmen. Eine dieser guten Ideen ist das Konzept der DaWanda GmbH. Sicher, der Name ist wieder einer dieser typisch infantilen Babysprache, derer sich die meisten Start-Ups nicht erst seit Zalando oder Kununu bedienen, um sich möglicherweise der Unschuld eines neuen, noch nicht besetzten Begriffes zu eigen zu machen. Ob sich dahinter ein schmissiges Akronym wie bei Haribo befindet, lässt das Unternehmen selbst im Dunkeln.

Was viel wichtiger ist: Betritt man den Webspace von DaWanda, stellt eben jener, durch das neue, gut klingende Wort vielleicht beabsichtigte, frühkindliche Wohlfühl-Effekt sofort ein. Denn alles, was DaWanda anbietet, sind Artikel, die von kleinen Unternehmen oder privaten Anbietern selbst gemacht wurde, seien es Klöppel-Arbeiten oder schicke, alte aber renovierte Möbel. Denn die Bedingung ist: Jedes Produkt, das angeboten werden darf, soll selbstgemacht, oder zumindest -modifiziert oder -renoviert sein. Denn hier geht es um den Effekt spezieller Fundstücke, um gute Geschenkideen und den Charme, den nur Unikate oder Kleinst-Serien versprühen können. Genau das ist auch das Alleinstellungsmerkmal des Start-Ups DaWanda.

Die Art der Herstellung von diesen Kleinserien oder Einzelstücken bestimmt im groben Rahmen natürlich auch die Art der Produkte: Gestricktes und Gefilztes, sowie selbst gesägt oder geschnitzt oder im Siebdruck Verziertes. So weit es geht, handgemacht also. Und das im allermeisten Fall vom Anbieter selbst. Der Kunde hat sogar mit einem Klick die Möglichkeit, nach Herstellungsland auszuwählen. Kann kaufen charmanter sein?

Noch besser an der Idee ist es, diese aus dem Fairtrade-Aspekt oder der Produkt-Umwelt-Bilanz zu betrachten. Denn aus diesem Blickwinkel heraus ist es klar, dass die auf daWanda vertriebenen Artikel wohl ganz weit vorne liegen dürften. Selbst redend kann der geneigte Käufer auch eine Kategorie anwählen, in der nur „grüne“ Mode angepriesen wird. Ganz nebenbei bietet sich für kleine Modelabels, unabhängige Künstler oder Designer und Werkstätten hier die Möglichkeit, auf einer gut frequentierten Webseite anzubieten. Auch die Möglichkeit, das eigene Produkt zu „highlighten“ oder auf der Startseite zu bewerben, ist im Angebot transparent und im Preis fair. Natürlich wird sich gedutzt, von den FAQs bis hin zu den AGBs.

Kreative und Schaffende haben jedenfalls einen vergleichsweise besseren Stand als auf Ebay

Das Portal DaWanda ähnelt zwar optisch etwas dem Onlineflohmarkt-Giganten oder ließ sich zumindest von der Art der Navigation inspirieren, doch der Verkauf und die Provision ist mehr auf den Bedarf des Einstellers, der gleichzeitig der Hersteller ist, zugeschnitten. Die DaWanda-Provision liegt bei 5%, bei Ebay wäre in etwa das doppelte fällig. Doch vielleicht ist der Vergleich an der Stelle sogar weiter hergeholt als gedacht, gerade weil bei DaWanda ein ganz anderer Geist zu spüren ist.

DaWanda wurde schon 2006 in Berlin von Claudia Helming und Michael Pütz gegründet, schreibt aber erst seit 2010 schwarze Zahlen. Bald darauf ist DaWanda Preisträger und damit „Ausgewählter Ort 2011“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, der von der Standort- initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank durchgeführt wird.

Seit Oktober bringt DaWanda das LoveMag heraus, ein Magazin im Print-Format, welches sich der Lifestyle Idee der selbstgemachten kleinen Dinge widmet.

Laut Presseblog der Firma wende sich das DaWanda LoveMag vorwiegend an trendbewusste und kreative Frauen zwischen 18 und 50 Jahren, die Freude am Online-Shopping haben und Wert auf verantwortungsvollen Konsum legen. Sie haben Spaß an Mode und schönen Dingen, sind immer auf der Suche nach neuen Inspirationen und lassen sich von der neuen Lust am Selbermachen anstecken. Auf deutsch: DaWanda traut sich fürs Crossmarketing auf das glatte Eis der Ressourcen-aufwendigen Medien. Womöglich finanziert sich das Magazin wohl eher durch Partner, denn es wird tatsächlich kostenlos ausgelegt, steht also nicht in direkter Konkurrenz zu den wohl thematisch verwandten Blättern wie Brigitte oder vielleicht sogar Neon. Wenn man ein wenig blättert, fällt auf, wer die Partner für das wirklich ansehnliche Crossmarketing sein müssen, denn außer Verweise auf Burda und dem Magazin Living at home, dem das LoveMag auch beigelegt wird, ist keine wirkliche Werbung zu finden.

Wer sich fragen mag, wie sich all das bei einem Stamm von 144 Mitarbeitern im Berliner Büro in Charlottenburg schon so refinanziert hat, dem sei gesagt, das natürlich auch DaWanda Kapitalquellen aus der Szene hat: So steuerte Insight Venture Partners eine siebenstellige Euro-Summe hinzu, und der Britische Investor Piton Capital ist mit insgesamt 4 Millionen Euro dabei. Und natürlich expandiert DaWanda zu guter letzt auf dem europäischen Markt: Im September 2012 eröffneten Shops in Italien, Polen und Spanien.

Gabriel Wohlfahrt

Seit seinem Studium der technischen Redaktion beschäftigte sich Gabriel Wohlfahrt mit den Kommunikationsaspekten der Wissensvermittlung auf B2B- und B2C-Seite in Text und Bild. Durch seine breit gefächerten beruflichen Tätigkeiten ergänzt er sein journalistisches Spektrum um Aspekte aus der Betriebswirtschaft, Marketing, Public Relations, SEO und dem Digitalen Markt.

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1 Kommentare
  • 2. Februar 2013

    Ich bin überrascht, so viel Mitarbeiter! Ich hoffe, das ist nicht das gleich Prinzip, das ich persönlich hinter Zalando sehe: eine Idee so lange aufzublasen, bis sie kurz vor dem Platzen ist, um sie dann am Peak höchst bietend zu verscheuern. Dennoch, auch meinen Segen haben sie, obwohl ich nicht so auf das handgemachte stehe.

    WOW
    Antworten

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