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Wie Merchandiser im digitalen Zeitalter erfolgreich arbeiten

Die digitale Transformation ist mittlerweile in vollem Gange und immer mehr Unternehmen digitalisieren ihre Geschäftsprozesse. Längst geht es nicht mehr um das „warum“, sondern um das „wie“ – eine große Umstellung, vor allem für die eigenen Mitarbeiter und Abteilungen, aber auch für Partner und Lieferanten. Insbesondere Merchandising-Abteilungen profitieren von der Umstellung und dem Potenzial der digitalen Daten, denn gerade hier gibt es viele Herausforderungen zu bewältigen, um durch die Qualität und Konsistenz von Daten Entscheidungsfindungsprozesse zu verbessern und zu beschleunigen.
Benjamin Rund an 12. Mai 2016 - 14:05 in Online Marketing
Wie Merchandiser im digitalen Zeitalter erfolgreich arbeiten

Wie Merchandiser im digitalen Zeitalter erfolgreich arbeiten (© bleakstar – Shutterstock.com)

Wie für jeden Unternehmer zählen auch für den Merchandiser vor allem der Umsatz und die Marge der Services und Produkte. Das Ziel: Noch schneller noch mehr Produkte verkaufen. Doch wie stellt man das am besten an? Die Fragestellung ist nicht neu, jedoch gehen Unternehmen mit verschiedenen Strategien vor: So gehören in manchen Unternehmen beispielsweise Einkauf und Werbung zur Merchandising-Abteilung, andere Unternehmen wiederum trennen Einkauf und Customer Relationship Management – so entstehen verschiedene Teams mit verschiedenen Arbeitsweisen und Prozessen, die aber doch irgendwie zusammenarbeiten müssen. Eine große Herausforderung im Alltag, die sich auch auf Entscheidungsfindungsprozesse sowie die Konsistenz und Qualität von Daten auswirken. Dazu kommt, dass die Teams sich in verschiedenen Stufen der Digitalisierung befinden. Während die einen noch manuell und mit Listen arbeiten, sind die anderen schon viel weiter. Es gibt viel Nachholbedarf, doch dieser lohnt sich; denn erst, wenn Daten richtig gesammelt, analysiert und genutzt werden, können Unternehmen ihr volles Potenzial ausschöpfen, schneller und effektiver arbeiten, ihre Kunden zufriedener stellen und somit Umsatz generieren und wachsen.

Arbeiten mit Lieferanten und Zulieferern

Gerade bei der Arbeit mit Lieferanten und Zulieferern sehen sich Unternehmen mit Herausforderungen konfrontiert, denn einige der Partner nutzen im Alltag immer noch verschiedene Dateiformate (CSV, XLS, XML etc.), um ihre Daten zu katalogisieren. Dabei werden diese Daten oft unerschätzt und wenig Relevanz beigemessen – überraschend, da es ja eigentlich der Schlüssel zu ihrem Verkaufserfolg ist: Denn eines der Ziele des Einkaufs-Teams ist es, „schlechte“ Produktdaten zu reparieren, bevor sie im Unternehmen für Chaos sorgen. Zudem stehen die „Steigerung der Produktivität“ sowie „eine Reduzierung der Zeit, die für den Umgang mit Daten benötigt wird“ auf der Agenda. Ein großes Ziel ist es weiterhin, mehr an die Zulieferer auszulagern und diese dann zur Verantwortung zu ziehen, falls die Daten nicht komplett sind. Zudem ist es in vielen Einzelhandelsunternehmen oft so, dass Daten an verschiedenen Standorten abliegen oder gespeichert sind oder getrennt sind nach Webshop und Filalie. Merchandiser müssen dennoch die Konsistenz der Daten gewährleisten und dazu mit verschiedenen Teams zusammenarbeiten. Aber oftmals sind Regeln und Prozesse entweder veraltet oder sogar nicht existent. Teams bleibt dann nichts anderes übrig, als sich täglich durch verschiedene Tabellen und Apps zu wühlen, um die relevanten Daten herauszufiltern, die sie für ihre Aufgaben benötigen.

Produktkategorisierung beeinflusst E-Commerce, Buchhaltung und Marketing

Eine weitere wichtige Aufgabe des Merchandisers ist die Produktkategorisierung – korrekte Angaben sind hier extrem wichtig, um beispielsweise auf E-Commerce-Webseiten korrekt vertreten zu sein. Beispielsweise kann ein iPad unter Smartphones, Kameras, Tablets oder anderen Kategorien angeboten werden. Hier spielt auch das Managen von Hierarchien eine wichtige Rolle für Buchhaltung und Analysen. Auch im Marketing hat die Produktkategorisierung einen großen Einfluss: Manager sollten wissen, welche Produkte für welche Kampagnen genutzt werden sollen, um das bestmögliche Ergebnis aus allen Cross-Sell- oder Up-Sell-Aktionen herausholen zu können.

Neue Prozesse müssen her

Um hier den Überblick zu behalten, verlinken innovative Unternehmen bereits Daten aus Social Media, Suchanfragen oder Media Marketing mit ihrer Master Data Management (MDM)-Anwendung. Ein Beispiel: Wird ein Smartphone regelmäßig einer Reihe von Suchanfragen zugeordnet – wie etwa Kamera, Phablet oder persönlicher Assistent – wird dies wahrscheinlich in die Systematik oder Metadaten aufgenommen. Die Merchandiser können somit die Produkthistorie besser verstehen. Die Produktinformationsanwendung wird somit von einem Verwaltungs- und Publishing-Tool zum einem Tool, das wichtige Einblicke ermöglicht. Genau hier setzt die neue Generation der Anwendungen für das Management von Produktinformationen für Merchandiser an, denn sie zeigt alle Prozesse und Informationen auf einer Oberfläche. Dashboards und eine Inbox mit Aufgaben zeigt dem richtigen Mitarbeiter, welche Aufgaben er hat. Zum Beispiel:

  • Welche Lieferanten sind neu dazugekommen?
  • Welche neuen Produkte wurden hinzugefügt?
  • Wie vollständig sind die Lieferanten – und Produktinformationen?
  • Sind die Produkte bereit für den Vertriebswege und den Verkauf?
  • Wie kann ich die Kommunikation und Zusammenarbeit mit internen und Dritten schnell und effizient gestalten?

Die Beziehungen zwischen allen Unternehmensbereichen fördert eine bessere Customer Experience – dazu müssen aber Menschen und Informationsprozesse miteinander verbunden werden. Um das zu erreichen, müssen Unternehmen ein höheres Level an Datenqualität und effektive Geschäftsprozesse anstreben, was wiederrum zu schnelleren Produkteinführungen und zu Entscheidungsprozessen mit besseren Analysefähigkeiten führt – und somit zu mehr Erfolg.

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Benjamin Rund

Benjamin Rund ist Senior Director Product Marketing, Information Quality Solutions bei Informatica, einem der weltweit führenden Anbieter von Datenintegrationssoftware. Sein Steckenpferd ist Customer Experience, Supply Chain und Master Data Management. Laut whisbi.com ist er einer der Meinungsführer im Bereich Omnichannel. Benjamin Rund verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Kommunikation, Marketing und IT, unter anderem als CMO der Heiler Software AG.

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