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Wenn der Webshop Geschichten erzählt – neue Ansätze im Bereich Shoppable Content

Franz Riedl an 13. April 2017 - 17:09 in Online Marketing
Produkte im Licht ihrer Geschichte präsentieren

Storytelling ~ Produkte im Licht ihrer Geschichte präsentieren (© andreas160578 – pixabay.com)

Wissen Sie wie viele Online-Shops es derzeit gibt? Es sind unfassbare 24 Millionen! Und alle bieten Waren oder Dienstleistungen an, die der Mensch mehr oder weniger benötigt. Diese enorme Zahl macht den E-Commerce zur größten derzeit existenten Branche. Jemals. Seit Anbeginn des Branchendenkens sozusagen. Bereits jetzt hat der Onlinehandel die 1,6 Billionen Grenze geknackt und soll zukünftig weiter zweistellig wachsen. Während der klassische stationäre Einzelhandel stagniert, kaufen immer mehr Menschen online und der gesamte globale Markt erlebt eine signifikante Verschiebung: von der physischen Welt zur digitalen Sphäre.

Um diese Bewegung geschmeidig und unbeschadet mitzugestalten, müssen Marken und Unternehmen ihre gesamte Marketingstrategie überdenken und an die neuen Bedürfnisse auf Konsumentenseite anpassen. Wenn sie das nicht tun, riskieren sie einen sehr realen Untergang in der bedeutungslosen Masse.

Das ist ganz natürlich, denn jeden Tag werden unendlich viele neue Produkte auf den Markt geschwemmt. Menschen haben eine enorme – und unübersichtliche – Auswahl an Gütern. Niemand braucht mehr irgendwas. Vielmehr provoziert dieses Überangebot eine Verschiebung der Erwartungshaltung des modernen Konsumenten: Er will, was er will, wann er es will, wo er es will, wie er es will. Alles, immer, überall, sofort. Sie haben weniger Zeit und schenken diese eben nur noch dann, wenn sie dafür echten Wert erfahren. Leider versagen viele Onlineshops genau hier noch zu häufig.

Einige Unternehmen haben bereits damit begonnen, den grauen Star ihrer alten Katalog-ähnlichen Onlineshops durch etwas Experimentelleres zu ersetzen. Etwas, das statt einfach nur plump zu verkaufen, in der Lage ist, Produkte im Licht ihrer Geschichte zu präsentieren und mit außergewöhnlichen Storytelling-Kampagnen wirklich zu inspirieren. Shops voller ästhetischem Editorial-Content, wunderschönen Bildern und interaktiven Videos, während die Kaufoption nahtlos und beinahe hintergründig — wie eine Art Zusatzfunktion — integriert zu sein scheint. Das ist es, was den neuesten Trend im E-Commerce beschreibt. Das ist Shoppable Content.

Mit dem Aufstieg von shoppable Technologien können Onlineshops Content und Commerce zu einer fruchtbaren Einheit verschmelzen, und so einzigartige authentische Erlebnisse schaffen, die Menschen nicht nur dabei helfen, bessere und wertvolle Entscheidungen zu treffen, sondern sie auch und vor allem zu unterhalten und zu inspirieren. Das Ergebnis? Glückliche Kunden. Glückliche Unternehmen.

Shoppable Content. Was ist das?

Um es ganz einfach zu sagen: Shoppable Content definiert all jene Formen von Inhalten (also z.B. Videos, Artikel, Blog-Posts, Bilder, etc.), die eine direkte Kaufoption implementiert haben. Das bedeutet, dass Kunden Produkte direkt aus dem Content heraus mit einem Klick in den Warenkorb legen können oder auf die entsprechende Produktdetailseite des Shops gelangen.

Die Notwendigkeit dieses innovativen Konzepts liegt darin begründet, dass Kunden heutzutage viel mehr erwarten, als Unternehmen anbieten. In Zeiten der allumfassenden digitalen Revolution wollen Menschen nicht einfach nur ein Produkt kaufen — sie wollen damit eine interessante Geschichte und ein erinnerungswürdiges Erlebnis verbinden. Langsam, ganz langsam, beginnen immer mehr Unternehmen und Marken damit, ihre Produkte narrativ zu präsentieren, um so Interesse und Gefühle zu wecken und ihre Kunden durch Storytelling zu inspirieren. Langfristig — und die Zahlen bestätigen das — ist das der einzige Weg, um als E-Commerce Unternehmen erfolgreich zu sein. Webshops müssen Geschichten erzählen können, die etwas zu sagen haben UND gleichzeitig ihre Versprechungen unmittelbar halten können. Bloßes Content Marketing kann genau das meist nicht bedienen.

Einfach nur Content ist nicht mehr genug

So gehypt das Thema “Content Marketing” momentan auch zu sein scheint: Es hat definitiv auch seine Schattenseiten, vor allem dann, wenn wir uns Konversionen oder generell die Messbarkeit ansehen.

Das Problem ist häufig die Verbindung zwischen Content und Produkt. Content Marketing wird dazu genutzt, Menschen auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen (und das natürlich indirekt, viel mehr über das Hintertürchen sozusagen, in dem mehrwertiger Content potenziellen Kunden extra Nutzen verschafft). Das hat aber, jedenfalls in der direkten Kommunikation, nichts mit dem dahinterstehenden Produkt zu tun. Der Akt des Verkaufens und der Akt des Kaufens liegen meilenweit auseinander.

Wir befinden uns mitten im Zeitalter des digitalen Contents. Dieser Content — seien es nun Beiträge, Artikel, Videos oder welche Art von Content auch immer — wird immer weiterwachsen und eine enorme Rolle dabei spielen, Menschen im Onlineshopping zu inspirieren und zu aktivieren. Deswegen erlebt Content Marketing gerade eine digitale Metamorphose. Mit der Shoppable-Werdung von Content wird dieser zu einem multifunktionalen Shopping- und Unterhaltungsinstrument, das Kunden in echte Markenbotschafter verwandelt. Shoppable Content steigert das Engagement der Kunden, was zu sehr hohen CTRs führt, was wiederum zu mehr Verkäufen, also mehr Umsätzen führt.

Mit Shoppable Content können Marken und Unternehmen ganz genau erkennen, welche Stellen ihres Contents besonders gut funktionieren — und welche nicht. Mit diesen Daten lassen sich genaue Vorhersagen darüber treffen, was die Zielgruppe wirklich will, welche Inhalte gut performen und wo es noch Optimierungspotenzial gibt. Bald werden wir zudem in der Lage sein, Content für jeden einzelnen Betrachter basierend auf dessen Vorlieben zu personalisieren. Das bedeutet: personalisierter, durch und durch shoppbarer Content für jeden Einzelnen. Das ist die Zukunft des digitalen Marketings.

Franz Riedl

Franz Riedl ist Geschäftsführer der Styla GmbH, eine Content Commerce Suite für Unternehmen. Während seiner Zeit als Strategie- und Innovationsberater unterstützte er Unternehmen wie Henkel, Lufthansa oder Boehringer Ingelheim dabei, den Herausforderungen der digitalen Transformation erfolgreich zu begegnen. Seine Erfahrungen und das erlangte Know-how dieser Zeit machte Franz Riedl mit der Gründung von Styla für andere Unternehmen zugänglich und profitabel nutzbar. Die Technologie automatisiert Design und vereint Content und E-Commerce zu nahtlosen Shopping-Erfahrungen.

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