Alexander Maria Faßbender

Alexander Maria Faßbender

Groupon, DailyDeal & Co: Schnäppchenjäger im Internet jagen hinter Rabatten und Gutscheinen im Internet her. Umfragen haben ergeben, dass einer von drei Onlineshoppern eher bei Onlineportalen einkaufen, wenn er Rabatte einlösen kann. Findige Marketingspezialisten haben Rabattgutscheine in ihr Affiliate-Marketing integriert und sehen es mittlerweile als einen wichtiger Bestandteil des Marketing-Mix.

Wurden in den 50er und 60er Jahren Rabattmarken verwendet, um günstiger einzukaufen, ist es in Zeiten des Internet Couponing. Unter Couponing versteht man virtuelle Rabattmarken, mit denen man eine bestimmte Leistung oder ein Produkt billiger erhält. Online Marketing-Experten sehen in Couponing eine Möglichkeit, ihren Marketing-Mix zu erweitern und so neue Kundengruppen zu akquirieren. Der Vorteil ist, dass Couponing schnell, kostengünstig und effektiv eingesetzt werden können. Beworben werden die Coupons mittels Newsletter, Mailingkampagnen, über Social Media Netzwerke oder auf Webseiten. Durch diese Pre-Sales-Aktionen – denn um das handelt es sich bei Couponing – können neue Kundengruppen in den Shop gelockt werden, bestehende Kunden kaufen öfter ein.

Wie funktionierts? Im Grunde ist es ganz einfach: Gutschein-Affiliates platzieren den Coupon im Umfeld der Interessentengruppe. Nach dem Setzen eines Cookies mittels Pop-Up oder Postklick wird der Gutschein-Code angezeigt. Der Interessent wird neugierig und zum Online-Shop weitergeleitet und damit ist er ein potentieller Neukunde geworden. Das Problem, das dabei auftreten kann ist, dass Mailingkampagnen, die direkt an Kunden gesendet werden, oft im Spam-Ordner landen bzw. die gewünschte Zielgruppe gar nicht erreicht.

Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Im Zuge des Couponing-Booms haben sich Schnäppchenportale im Internet etabliert. Die bekanntesten im deutschsprachigen Raum sind Groupon oder DailyDeal. Diese Portale erleichtern den potentiellen Kunden das Suchen nach besonders günstigen Angeboten. Nutzen kann man diese Couponing Portale erst nachdem man sich als Nutzer auf der Landing Pages eines der Anbieter registriert hat. Erst dann kann man den Gutschein erwerben bzw. auf der Seite nach weiteren Angeboten suchen. Das günstige Angebot kommt erst dann zustande, wenn genügend Nutzer den Deal bestellt haben. Danach wird die virtuelle „Rabattmarke“ versandt und der User kann das Produkt oder die Dienstleistung günstiger erwerben. Der Vorteil KMUs und Selbstständige ist, dass kein großes Budget notwendig ist, um größere Reichweite zu erreichen. Die Coouponing-Portale verdienen an der Provision – 50% sind z.B. bei Groupon Standard.

Auf den ersten Blick schaut es so aus, als ob Couponing das ultimative Marketing-Instrument besonders für Einzelhändler, KMUs oder Dienstleistungsanbieter sei. Oft wird aber vergessen, dass nicht nur dem Kunden der Rabatt gewährt, sondern auch dem Portal die Provision gezahlt werden muss. Im Endeffekt bleiben nur 25% für den Anbieter über. Darüber hinaus wird die Arbeit im Vorfeld vergessen, da die Aktionen geplant und die eigenen zeitlichen, finanziellen und personellen Kapazitäten genauest kalkuliert werden müssen. Wenn man also sein Angebot auf einem Couponing-Portal positionieren möchte, sollte man sich schon im Vorfeld genau überlegen, ob wirklich für alle – also Portal, Anbieter und potentieller Kunde – eine Win-Win-Situation ensteht. Weitere Faktoren, die zu berücksichtigen sind wären, ob der Kunde auch ohne „Schnäppchen-Angebot“ wiederkommt, ob sich durch diese Aktion der Bekanntheitsgrad des Unternehmens steigert oder ob Nebengeschäft generiert werden kann. Es hat sich auf jeden Fall bewährt, einen Marketing Experten zu Rate zu ziehen, damit Couponing zum Erfolg und nicht zum Desaster wird.

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Real Marketing – wenn mehr wie Worte gefragt sind
Alexander Maria Faßbender
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