Mike Shehan - SpotX

Mike Shehan ~ SpotX

Mit dem Rebranding trägt das in Denver gegründete Unternehmen den Veränderungen des Marktes sowie den eigenen Fortschritten Rechnung: Die SpotX-Plattform hat sich von einer reinen Vermarktungsplattform zu einer ganzheitlichen Lösung für das Inventarmanagement speziell für Inhalteanbieter entwickelt. So beinhaltet die Plattform aktuell einen Ad-Server und eine Supply-Side-Plattform. Zudem bietet sie Inhalteanbietern über offene und private Marktplätze die Möglichkeit, das gesamte Videoinventar (Desktop-, Mobile- oder Connected-Device) automatisiert zu handeln.

Inhalteanbieter würden vermehrt nach einer integrierten One-Stop-Shop-Lösung als automatisierte Vertriebsplattform suchen, weiß Mike Shehan, CEO von SpotX: „Ihr Inventar ist medienübergreifend“, erklärt er. „Es liegt auf verschiedenen Endgeräten sowie in verschiedenen Formaten vor und wird unterschiedlich verkauft.“

„Sie benötigen eine Lösung, die sowohl automatisierte (über private und offene Marktplätze) als auch direkt verkaufte Kampagnen unter einem Plattform-Dach bündelt. So haben sie Einblick in den gesamten Inventarbestand und können ihre Vermarktung über alle Kanäle und Videoinventartypen optimieren.“

In der Vergangenheit wurden Programmatic und Direktvermarktung als gegensätzliche Vertriebsmodelle betrachtet. Durch die Integration beider Methoden in eine ganzheitliche Plattform können Inhalteanbieter nun die Stärken der verschiedenen automatisierten Verkaufsansätze und der Direktvermarktung parallel nutzen, statt das eine dem anderen vorzuziehen.

SpotX

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„Inhalteanbieter haben bislang immer die Kanäle zur Direktvermarktung bevorzugt behandelt und den Rest des Inventars dann in automatisierte Marktplätze gegeben“, erklärt Shehan. Jetzt können die Direktvermarktung und der automatisierte Handel über eine einzige Plattform gemanagt werden. Die Entweder-oder-Mentalität wird weniger.“

„Mit dem Ziel einer tatsächlichen Ertragssteigerung kombinieren Verlage die besten Optionen des automatisierten Handels. So bekommen sie einen Überblick über TKPs und Erlöse in den verschiedenen Verkaufskanälen, einschließlich automatisiertem Direktverkauf sowie privaten und offenen Marktplätzen.“

„Publisher, die weiterhin 90 Prozent ihres Inventars traditionell über die Direktvermarktung verkaufen und den Rest dann unter Listenpreis auf automatisierten Marktplätzen anbieten, lassen eine wertvolle Option aus“, erklärt Mike Shehan. „Die bessere Adresssierbarkeit und Effizienz von Programmatic versetzt Inhalteanbieter dagegen in die Lage, einen größeren Part ihres Inventars zu Premium-Preisen zu verkaufen.“

Das über SpotX automatisch gehandelte Premium-Inventar ist dieses Jahr enorm gewachsen. Der Hauptgrund dafür ist die stärkere Verbreitung von privaten Marktplätzen, die mittlerweile mehr als 40 Prozent der über SpotXchange laufenden Aufrufe ausmachen. Die Nutzung privater Marktplätze stieg im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 112 Prozent an.

Große Internet-Player haben einen immer stärkeren Einfluss auf die Monetarisierungsmöglichkeiten der Inhalteanbieter. Diese befürchten, den direkten Draht zu Zielgruppen, Werbekunden und Daten zu verlieren. Ihre Sorge ist nicht unbegründet, denn die Zielgruppen werden zunehmend vom Inventar der Inhalteanbieter abgezogen. Eine Reihe von großen Firmen bauen Datensammlungen und Systeme auf, die im direkten Wettbewerb mit den Interessen der Inhalteanbieter stehen.

„Unsere Plattform gibt Inhalteanbietern umfassende Möglichkeiten, die Transaktionen dort zu kontrollieren, wo sie stattfinden, anstatt sich für die Monetarisierung in eine Abhängigkeit von Drittanbietern zu begeben“, sagt Shehan.

„Wir bieten eine flexible Plattform, die es Inhalteanbietern, TV-Sendern und Video-Produzenten ermöglicht, eine unmittelbare Beziehung mit ihren Zielgruppen und Werbungtreibenden aufrechtzuerhalten. Zudem können sie über SpotX auch Daten integrieren, die sie direkt und indirekt generieren, und damit ihr Inventar weiter aufwerten.“

Der Pionier im Bereich Programmatic Video, der bereits 2010 seine Real-Time-Bidding-Lösung für Video vorgestellt hat, bleibt auch 2015 auf Wachstumskurs. SpotX öffnete dieses Jahr bereits drei neue Büros. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Halbjahr ein Mitarbeiterplus von 28 Prozent und ein Einnahmenzuwachs von 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.