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Suchmaschinenoptimierung: Die Technik als Hygiene-Faktor

eology GmbH an 16. April 2019 - 09:47 in SEO
Die Technik als Hygiene-Faktor

Die Technik als Hygiene-Faktor (© William Iven – pixabay.com)

Die Technik spielt in der Suchmaschinenoptimierung eine zentrale Rolle für die korrekte Indexierung. Die Sicherstellung der „Crawlability“ der Inhalte hat bei der Realisierung der Website oberste Priorität. Die Suchmaschine soll an sämtliche wichtige Seiten herankommen, damit diese überhaupt eine Chance auf ein Ranking haben. Zudem ist es wichtig, den Crawler nicht an Seiten herankommen zu lassen, die man nicht im Index haben möchte und den Index nicht mit unnützen Seiten zu überfrachten.

URL-Struktur

Die URL-Struktur einer Seite ist zwar kein direkter Rankingfaktor, jedoch helfen eine sinnvolle URL-Struktur sowie parameterfreie URLs der Suchmaschine, die richtigen Seiten zu indexieren.

Die Verwendung ausdrucksstarker Kategorien und Dateinamen auf einer Webseite kann nicht nur dabei helfen, die Seite besser zu organisieren, sondern könnte auch dazu beitragen, dass ein effektiveres Crawlen der Dokumente durch Suchmaschinen möglich ist. Zusätzlich können so leichter zuzuordnende, „freundlichere” URLs für alle, die zu Ihnen verlinken wollen, entstehen.

Nutzer, die zu Ihren Seiten verlinken, verwenden manchmal die URL als Ankertext. Enthält die URL einen relevanten Text, gibt sie der Suchmaschine mehr Informationen über den Inhalt der verlinkten Seite. Die URL wird zudem als Teil des Google-Suchergebnisses angezeigt. Dies lässt sich jedoch mit einer Breadcrumb-Auszeichnung über strukturierte Daten ändern.

Checkliste URL-Design

  • Benutzen Sie sprechende und aussagekräftige URLs.
  • Verwendung einer einfachen Verzeichnisstruktur, damit der User einfach erkennt, wo auf der Webseite er sich befindet.
  • Verwendung von nur einer Fassung, mit der man zum Dokument gelangt.
  • Eine URL sollte ewig leben, also nach Möglichkeit nicht verändert werden.
  • Duplicate Content beseitigen und besser ranken!
  • Der wichtigste Grundsatz bei der URL-Gestaltung lautet: Jeder Inhalt darf nur unter einer einzigen URL abgerufen werden können.

Diese URL nennt sich auch die kanonische URL. Verwenden mehrere URLs die gleichen Inhalte, entsteht ein Problem durch sog. Duplicate Content.

Beispiele für häufige Duplicate Content Problematiken

  • Content ist mit und ohne „www“ aufrufbar
  • Content ist sowohl über „http“ als auch über „https“ aufrufbar
  • Content ist sowohl mit als auch ohne „Slash“ am Ende der URL aufrufbar
  • Content ist mit dargestellter Index-Datei und ohne diese aufrufbar (z.B. index.php)
  • Content ist auch mit Tracking-Parametern aufrufbar (z.B. ?utm_source=facebook)
  • Content ist mit Session-IDs aufrufbar
  • Content ist mit Groß- und Kleinschreibung innerhalb der URL aufrufbar
  • Content ist über mehrere Ansichten aufrufbar
  • Content ist über mehrere Filter aufrufbar
  • Canonical-Tag wird nicht auf jeder Seite korrekt verwendet

Duplicate Content hat aus Suchmaschinenoptimierungssicht gleich mehrere teils gravierende Nachteile. Der größte Nachteil ist sicherlich, dass Ihre Seite von Google nur als „Abklatsch“ anderer Seiten mit gleichen Inhalten gewertet wird und somit kein gutes Ranking bekommt.

Duplicate Content kann aber beispielsweise auch die Verschwendung von begrenzten Crawlingkapazitäten für Ihre Website durch den Googlebot zufolge haben. D. h. Duplikate werden vom Googlebot besucht, aber wichtige Shop-Seiten dafür nicht.

Onlineshops: Sortimentswechsel und ausverkaufte Produkte

Gerade Onlinehändler, die vom klassischen Katalogversand kommen, haben auch heute noch sehr strikte Sortimentswechsel. Das heißt das alte Sortiment wird teilweise nicht mehr verkauft, neue Artikel werden ins Sortiment aufgenommen, und jeder Artikel bekommt eine neue Artikelnummer.

Daraus ergibt sich jedoch ein SEO-Problem: Im harmlosesten Fall fallen einige Produkt-URLs der gelöschten Artikel weg und damit auch deren Google-Rankings. Das heißt Besucher bleiben aus, die über dieses oder jenes Produkt-Keyword auf Ihren Shop kamen und dann evtl. zu Kunden wurden. Im schlimmsten Fall betrifft das sogar alle Produkt-URLs, nämlich dann, wenn die URLs Artikelnummern enthalten und diese Nummern sich im Zuge des Sortimentswechsels ändern (neue URLs für alle Artikel). Das kann zu deutlichen Einbrüchen der Rankings, der Sichtbarkeit, des organischen Traffics und damit auch des Umsatzes führen. Alles Dinge, die man ja eigentlich mit SEO verbessern möchte.

Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass bei einem Sortimentswechsel bzw. beim Löschen von Produkten möglichst viel der alten Rankingpower erhalten bleibt. Durch ein solides Weiterleitungs-Konzept können somit viele Rankings bei einem Sortimentswechsel erhalten bleiben. Idealerweise leiten Sie die URLs der gelöschten Produktseiten mit einem 301-Redirect weiter, sodass Google anstatt der alten Seite die Seite, auf die weitergeleitet wird, in den Suchergebnissen anzeigt. Eine einfache Weiterleitung auf die Startseite ist demnach nicht besonders erfolgversprechend und wird mittlerweile von Google als eine „Soft-404-Fehler“ behandelt. Dafür muss das Weiterleitungs-Ziel jedoch auch relevant für die Keywords der alten Seite sein.

Viel besser ist es, die URL eines gelöschten Produkts auf eine äquivalente Produktseite weiterzuleiten, also auf ein ähnliches Produkt. Das ist natürlich sehr aufwendig. Wer es sich etwas einfacher machen möchte, kann auch eine automatische Weiterleitung auf die entsprechende Kategorieseite einrichten. Dort finden potentielle Kunden und Google schließlich auch ähnliche Produkte.

Die Kategorieseite eines Produkts ist demnach meist relevant genug, um evtl. den Platz der Produktseite in den Google-Suchergebnissen einnehmen zu können. Wenn Ihr Shopsystem und Ihre Serverkapazitäten es erlauben, sollten Sie möglichst viele URLs bei einem Sortimentswechsel weiterleiten.

Falls das nicht möglich ist, sollten Sie zumindest gewährleisten, dass die wichtigsten Produkt-URLs berücksichtigt werden. Das sind z. B. Seiten, über die Sie aufgrund guter Google-Rankings viele Kunden gewinnen konnten. Auch Seiten, die extern gut verlinkt sind, fallen in diese Kategorie. Schließlich sind gute Backlinks sehr wichtig für den SEO-Erfolg einer Website und sollten nicht ins Leere laufen. Achten Sie deshalb darauf, dass Seiten, auf die externe Links verweisen, nicht einfach gelöscht werden, sondern ggf. auf eine andere URL weiterleiten.

Duplicate Content und ein sinnvolles Weiterleitungskonzept sind allerdings nicht die einzigen Faktoren, die Sie bei der Suchmaschinenoptimierung beachten sollten. Wie Sie eine technisch solide Seite erstellen, die dem Nutzer einen Mehrwert bietet, zeigt das Whitepaper „Search Engine Optimization für mehr Web Traffic“ der eology GmbH.

eology GmbH

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eology ist Komplettdienstleister für ganzheitliches Suchmaschinenmarketing. Als eine der führenden deutschen Online Marketing Agenturen legt eology die Schwerpunkte auf Search Engine Optimization, Paid Advertising, Content Creation und Content Outreach. Im Jahr 2010 gründeten die Geschäftsführer von eology, Daniel Unger und Axel Scheuering, die Agentur. Heute besteht das Team bereits aus über 50 Experten. Die eology GmbH zählt zu den 100 wichtigsten deutschsprachigen SEO-Dienstleistern der iBusiness-Liste und wurde bereits vielfach zertifiziert und ausgezeichnet. Unter anderem ist eology Träger des BVDW SEO Qualitätszertifikats in allen drei Kategorien (Strategie, OnPage, OffPage) sowie des BVDW SEA Qualitätszertifikats.

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