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5 Tipps für internationales SEO

Boris Zielonka an 25. September 2018 - 13:36 in SEO
Boris Zielonka

Boris Zielonka ~ Eurotext AG

Wer international erfolgreich expandieren will, sollte sich – genauso wie im heimischen E-Commerce – den gesamten Einkaufsprozess der potenziellen Neukunden anschauen und die eigene Online-Präsenz dahingehend auf den Prüfstand stellen. Diese Prüfung sollte für jede Sprach- und Länderversion des Onlineshops individuell durchgeführt werden; denn die perfekte Customer Journey wird vor allem in der eigenen Muttersprache erlebt. Doch eine korrekte Übersetzung reicht hier alleine nicht aus. Auch an die internationale Suchmaschinenoptimierung sollte der Onlinehändler denken. Hier finden Sie fünf Tipps für internationales SEO. Damit kann Ihr Shop auch in anderen Sprachen überzeugen.

hreflang-Attribute – Duplicate Content vermeiden

Das hreflang-Attribut kommt dann zum Einsatz, wenn Content in verschiedenen Sprachversionen auf unterschiedlichen URLs existiert. Es verhindert die Klassifizierung identischer Texte als Duplicate Content und signalisiert Google die jeweils länderrelevanten Websites. Kurz: Mit dem Metatag hreflang kann Google internationale Websites identifizieren und den Teil der Website filtern, der entsprechend für ein Land bestimmt ist.

Domain-Konzept: ccTLDs (country code Top Level Domains), Subdomains oder Verzeichnisse

Prinzipiell stehen drei Domain-Konzepte zur Auswahl, die sich auch untereinander kombinieren lassen. Am bekanntesten sind wohl die ccTLDs . Die Länderdomains (z. B. meinsuperonlineshop.de, meinsuperonlineshop.ch, meinsuperonlineshop.at etc.) sind am geläufigsten und vermitteln Seitenbesuchern vermeintliche Vertrautheit sowie Seriosität. Subdomains profitieren zwar von den Hauptdomains, jedoch verteilt sich die Linkstärke auf die einzelnen Subdomains und sie besitzen weniger Trust. Ein Beispiel für Subdomains: en.meinsuperonlineshop.de Für den Einsatz von Verzeichnissen ( meinsuperonlineshop.de/en/ ) spricht vor allem das Erbe der Hauptdomain. Allerdings transportieren die einzelnen Länder-Verzeichnisse weniger Relevanz.

Keywords, URL & Metadaten

Auch wenn die Sprache auf den ersten Blick dieselbe ist, zum Beispiel in der DACH-Region, im Vereinigten Königreich und den USA, in den französischsprachigen Teilen der Schweiz und Belgiens im Vergleich zu Frankreich, können verwendete Begriffe und Bedeutungen sich im täglichen Gebrauch – zumindest teilweise – sehr wohl unterscheiden. Die Devise lautet: lokal denken. Hier empfiehlt es sich mit Muttersprachlern, besser noch mit SEO-Linguisten, zusammenzuarbeiten. Diese sollten dann nicht nur Keyword-Recherche und Kategorie-Tuning im Zielmarkt betreiben, sondern auch Metadaten sowie URLs anpassen.

Länderrelevanter Content

Guter Content geht weit über sprachlich korrekte Übersetzungen hinaus. Gute Übersetzungen müssen sich stets vom Zielland und dessen Standards leiten lassen. Das können beispielsweise Maß- und Währungseinheiten sowie Klimazonen und Sortiment sein. Außerdem können sich bestimmte Content-Marketing-Strategien transnational erheblich differenzieren. Was in Deutschland gut geht, muss nicht zwangsläufig auch in der Fremde funktionieren. So lassen sich im Idealfall Übersetzungen um lokale Beispiele oder nationale Standards ergänzen. Denn international perfekt ausgespielter Content transportiert Botschaften, weckt Sympathien und sorgt obendrein für ein positives Markenimage.

UX & Design

Andere Länder – andere Bedürfnisse: International herrschen von Land zu Land unterschiedliche Ansprüche an Design und Usability. Das heißt: Überzeugt eine UX-Studie in Deutschland, muss dies nicht auch automatisch für Nachbarstaaten wie die Schweiz, Frankreich oder die Niederlande zutreffen. Die Gestaltung der Website sollte sich den kulturellen Standards des Ziellandes anpassen. Im Optimalfall kooperiert man mit einem lokalen Dienstleister. Ein einfaches Beispiel: Fließt der Text wie im Arabischen oder Hebräischen plötzlich von rechts nach links, so muss definitiv auch das Shop-Design angepasst werden.

Praxistipp

Suchmaschinenoptimierung ist nicht unbedingt für jedes Land gleichermaßen wichtig. Je kleiner der E-Commerce-Markt in einem bestimmten Zielland, desto geringer kann der Nutzen einer SEO-Maßnahme ausfallen. Zum Beispiel Finnland: Hier kann es durchaus genügen, wenn man exzellent übersetzten Content hat; SEO-Maßnahmen sind in diesem Fall nicht unbedingt nötig. Wichtig ist, dass vorher eine gründliche Recherche im Zielland betrieben wird: Wie viele Wettbewerber und Suchergebnisse werden bei einer gründlichen Keyword-Recherche gelistet? Je umfangreicher das Suchergebnis ausfällt, desto wichtiger ist eine überzeugende SEO-Strategie. PS: Jedes Land mit einem eigenen Amazon-Marktplatz ist ein potenzielles Importland, dem man mit einer fundierten und professionellen SEO-Strategie begegnen sollte.

Boris Zielonka

Boris Zielonka

Boris Zielonka ist Leiter von Marketing & Vertrieb bei der Eurotext AG . Mit mehr als 4.000 zertifizierten Muttersprachlern hat sich das Unternehmen auf Fachübersetzungen für Industrie, IT und E-Commerce spezialisiert und bietet dazu die passenden Softwarelösungen an. Zielonka studierte Geisteswissenschaften an der Universität Würzburg und beschäftigt sich als Marketingexperte seit vielen Jahren mit der Problematik mehrsprachiger Inhalte im E-Commerce. Er ist Experte für Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung.

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