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Hochschule Macromedia und webguerillas veröffentlichen Influencer Marketing-Studie

Redaktion an 18. Mai 2015 - 12:54 in Empfehlungsmarketing
Influencer Marketing-Studie

Influencer Marketing-Studie ~ 15,9 Millionen Online-Nutzer in Deutschland bewerten regelmäßig Produkte im Social Web

Facebook und Co. bleiben für die deutsche Wirtschaft ein wesentlicher Seismograph der Konsumentenlaune: Das unterstreicht eine aktuelle Studie der Hochschule Macromedia gemeinsam mit der Agentur webguerillas. Demnach hat jeder dritte Deutsche in den vergangenen sechs Monaten mindestens einmal eine Markenempfehlung oder eine negative Markenäußerung im Social Web getätigt. Über die Hälfte davon (54 Prozent) gehen dabei auch über das Netzwerk der Freunde hinaus, so die Untersuchung „Markenempfehlungen in sozialen Medien“. Sie basiert auf einer repräsentativen Online-Befragung unter 2.000 Probanden zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland und den USA und untersucht erstmals international vergleichend das Empfehlungsverhalten in den sozialen Medien und die Motive von Konsumenten dafür.

Demnach gelten 15,9 Millionen Online-Nutzer als „Recommender“. Etwa jeder Dritte unter ihnen sieht sich als besonders markenaffinen, kommunikativen Marktkenner: Bei diesen hierzulande insgesamt 4,6 Millionen Konsumenten handelt es sich um sogenannte „Influencer“. Kennzeichnend für diese Gruppe: Sie identifizieren sich mit den Marken, denen sie auf Social Media folgen, nutzen täglich die sozialen Plattformen und sind besonders stark vernetzt. Insgesamt zählt jeder elfte Deutsche zu der Gruppe der Influencer. Soziodemografisch betrachtet sind diese laut der Analyse überdurchschnittlich jung, männlich und berufstätig und verfügen tendenziell über einen höheren formalen Bildungsabschluss.

„Viele Konsumenten suchen heute bewusst den Kontakt zu bewährten Experten im Social Web, bevor sie sich für den Kauf eines bestimmten Produktes entscheiden. Beim Influencer-Marketing geht es darum, mit denjenigen in Verbindung zu stehen, die als Experten gefragt sind. 2015 müssen sich Marketeer dieser Herausforderung stellen“, so David Eicher, Geschäftsführer der webguerillas GmbH.

Im Influencer Marketing lassen sich drei besondere Typen differenzieren: Die „Brand Lovers“ (27 Prozent) sind sehr am Produkt interessiert und pflegen eine starke persönliche Bindung zur Marke. Sie helfen anderen Usern gerne mit ihrer Erfahrung und wollen ihre bevorzugten Unternehmen unterstützten. Die „Brand Critics“ (24 Prozent) wollen mit Kritik an der Marke Unternehmen zu einer Reaktion bewegen oder auch einfach ihrem Ärger über ein bestimmtes Produkt Luft machen. An der Schnittstelle dieser beiden Typen befinden sich die „Brand Mavens“ (23 Prozent). Sie können – aufgrund der Verknüpfung ihrer grundsätzlich positiven Einstellung zur Marke und ihrer Grundhaltung als kritische Konsumenten – besonders starken Einfluss ausüben.

Insgesamt betrachtet geben 78 Prozent der Influencer an, sowohl positiv als auch negativ über Marken und Produkte zu berichten – rein negative Äußerungen sind mit zwei Prozent die absolute Ausnahme. 54 Prozent der Influencer schreiben dazu jede Woche Beiträge auf Blogs und in Foren. Weitere 64 Prozent kommentieren diese mindestens einmal pro Woche. Nahezu alle Influencer (99 Prozent) folgen ihren Lieblingsmarken auf Facebook, immerhin 89 Prozent auf Twitter und weitere 75 Prozent auf YouTube.

Die gesamte Studie steht ab sofort zum Download bereit.

„Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Marken im Social Web sind in Deutschland und den USA sehr ähnlich. Zudem führen die Befragten beider Länder die gleichen Motive an, warum sie sich im Netz zu einer Marke oder einem Produkt äußern. Lediglich bei der Nutzung der Social Media-Kanäle gibt es einen Unterschied: In den USA ist Twitter deutlich populärer“, erläutert Prof. Dr. Dr. Castulus Kolo, wissenschaftlicher Projektleiter und Dekan der Hochschule Macromedia.

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3 Kommentare
  • 5. Juni 2015

    Interessante Studie, die Limitierung auf Facebook, Twitter und YouTube finde ich leider schwach.
    Welche Daten sind denn Bestandteil bei Facebook..öffentliche Statusnachrichten? Dort dürfte die Datenqualität sehr gering sein. Also Pinnwandeinträge bei Marken direkt und Kommentare auf Posts?

    Antworten
    • 9. Juni 2015

      Lieber Philipp Rodewald,
      die Studie berücksichtigt auch Blogs und Foren. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung, nicht auf einer Auszählung/Auswertung von Plattform-Aktivitäten. Letzteres ist auch wichtig und muss für ein umfassendes Bild natürlich mit berücksichtigt werden. Castulus Kolo

      Castulus Kolo
      Antworten
      • 18. Juni 2015

        Danke für die schnelle Antwort. Ich war hier stark verwundert, da Slide17 ff. nur YouTube, Twitter & Facebook berücksichtigt. Ich würde gerne mehr schreiben, jedoch ist die Anzahl der Zeichen limitiert. Schade.

        Antworten

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