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Digital by Heart – Was der Valentinstag mit Daten zu tun hat?

Laut Google* wurde im Februar 2015 „Geschenke für Freund“ dreimal so oft als Suchbegriff eingegeben wie „Geschenke für Freundin“. Die Shopper geben dabei von Jahr zu Jahr auch mehr aus. Hier gibt es allerdings regionale Unterschiede:
Benjamin Rund an 14. Februar 2016 - 12:36 in Online Marketing
Digital by Heart – Was der Valentinstag mit Daten zu tun hat

Was der Valentinstag mit Daten zu tun hat? (© bleakstar – Shutterstock.com)

Während in Großbritannien im Durchschnitt 119 britische Pfund für den eigenen „Valentin“ ausgegeben werden, liegt der Wert in Deutschland hier nur bei 59 Pfund. Es gibt natürlich noch eine Vielzahl von Aufzählungen der beliebtesten und meistgekauften Produkte zum Valentinstag – doch darum soll es hier nicht gehen. Vielmehr möchte ich das Augenmerk auf die Vorhersage und Erwartung legen. Denn die Zeiten haben sich geändert – der digitale Arbeitsplatz, Empfehlungen und Social Media haben eine „What’s next“-Erwartungshaltung in uns bewirkt. Was heißt das nun genau? Alle Apps, die wir nutzen – ob Fashion-Shopping, Urlaubsbuchungen oder das Analytics-Dashboard der Marketing-Experten – zeigen nicht mehr nur den Status Quo, sondern auch, was man als nächstes tun sollte.

Vorhersagen werden also immer wichtiger. Welche Aktion soll ich als nächstes durchführen, wenn meine Bestellungen das prognostizierte kritische Minimum überschritten haben? Hier kommen Daten-getriebenes Marketing und Vertrieb ins Spiel. Zurück zum Valentinstag. Indix.com hat herausgefunden, dass eine Standard-Schokoladentafel von Ghirardelli etwa $1,35 pro Unze kostet. Wenn es als „Valentinsprodukt“ oder „Geschenk“ deklariert ist, kostet die gleiche Menge etwa $1,50. Andere Anbieter wie Ferrero Rocher und Russell Stover haben eine Preisdifferenz von jeweils etwa $0,15 und $0,25 registriert. Indix und andere Anbieter von Price Intelligence und Content Benchmarking integrieren diese Erkenntnisse in ein MDM-System, um so das Channel Pricing einer Marke, produktbezogene Inhalte oder die Sortimentsgröße von Wettbewerbern zu beobachten.

Doch bei allen Prognosen, werden sich manche Dinge niemals ändern: Schnelligkeit und eine Top-Platzierung im Ranking bei den Suchergebenissen werden auch weiterhin entscheidend in der digitalen Welt sein. Dabei sollte man sich als E-Commerce-Unternehmen stets folgende Fragen vor Augen führen:

  • Wie gut ist das Ranking bei Google oder Amazon?
  • Welche Suchergebnisse führen zum eigenen Online-Shop?
  • Welche Begriffe werden am meisten im eigenen Online-Shop gesucht?
  • Wie schnell kann ein neues Produkt im Vergleich zum Wettbewerb gelauncht werden?
  • Welche Suchbegriffe werden momentan bei Google am meisten eingegeben?
  • Welche Begriffe und Bilder sind gerade auf Twitter, Facebook und Pinterest gefragt?
  • Was kann man daraus schließen?
  • Wie kann man diese Erkenntnisse in die eigene Marketingstrategie einbinden?

Fazit: Digital by Heart heißt, digitale Daten als Weg zum besten Angebot und der besten Aktion zu verstehen.

* Quelle: Searching for Love – Google

Benjamin Rund

Benjamin Rund ist Senior Director Product Marketing, Information Quality Solutions bei Informatica, einem der weltweit führenden Anbieter von Datenintegrationssoftware. Sein Steckenpferd ist Customer Experience, Supply Chain und Master Data Management. Laut whisbi.com ist er einer der Meinungsführer im Bereich Omnichannel. Benjamin Rund verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Kommunikation, Marketing und IT, unter anderem als CMO der Heiler Software AG.

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