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Neue DDoS-Angriffe nutzen unsichere Google Maps Plugins

Redaktion an 12. März 2015 - 12:47 in e-Commerce Recht & Sicherheitsfragen
Neue DDoS-Angriffe nutzen unsichere Google Maps Plugins

Neue DDoS-Angriffe nutzen unsichere Google Maps Plugins (© GlebStock – Shutterstock.com)

Das Prolexic Security Engineering & Research Team von Akamai hat zusammen mit dem Security-Spezialisten PhishLabs eine Reihe neuer DDoS-Angriffe auf Web-Applikationen aufgespürt, die bei SaaS-Providern gehostet werden. Dabei kommt ein unsicheres Google Maps Plugin zum Einsatz, das auf dem Content Management System Joomla installiert ist.

Akamai Technologies, Anbieter von Content-Delivery-Network (CDN)-Services, hat unterstützt durch sein Prolexic Security Engineering & Research Team (PLXsert) Details zu kürzlich erfolgten Distributed-Denial-of-Services (DDoS)-Attacken veröffentlicht. In einem Sicherheitshinweis warnt Akamai vor einem gefährlichen Google Maps Plugin, das häufig in dem weitverbreiteten Content Management System Joomla eingebunden ist. Wichtige weitere Einblicke in die Vorgehensweise der DDoS-Attacken stammen von PhishLabs R.A.I.D. (Research, Analysis, and Intelligence Division); das US-amerikanische Unternehmen ist auf Erkennung und Abwehr von Phishing-Angriffen spezialisiert.

Eine der bekannten Sicherheitslücken im Google Maps Plugin für Joomla ermöglicht einem Angreifer, das Plugin als Proxy zu missbrauchen, wodurch er seine Identität „verschleiert“. Für die Denial-of-Service-Ziele bleibt die tatsächliche Herkunft der Anfragen unbekannt, denn sie scheinen ja von einem Joomla-Server zu stammen.

Zusammen mit PhishLabs R.A.I.D konnte PLXsert DDoS-Traffic ermitteln, der von mehreren Joomla-Webseiten mit fehlerhaft konfigurierten Google Maps Plugins stammte. Solche Websites wurden massenhaft für GET-Flood-DDoS-Angriffe eingesetzt. Eine nähere Analyse zeigte darüber hinaus, dass Angriffe dieser Art auf Webseiten angepriesen werden, die DDoS-Attacken als Mietlösung anbieten. Im Rahmen der Recherche fand PLXsert mehr als 150.000 potenzielle Joomla-Reflection-Webseiten im Internet. Obwohl viele der Webseiten über die benötigten Sicherheits-Patches verfügten, neu konfiguriert waren oder das Plugin deinstalliert wurde, erwiesen sich andere als mögliche Ausgangspunkte von DDoS-Angriffen.

Im Auftrag eines Kunden konnte PLXsert im November 2014 einen DDoS-Angriff abwehren, der seinen Ursprung bei Joomla-Web-Servern hatte; die Mehrheit der IP-Adressen, von denen die Angriffe ausgingen, stammten dabei aus Deutschland. Die gleichen IP-Adressen kamen auch bei DDoS-Attacken auf Web-Hoster sowie auf Unternehmen aus der Unterhaltungs- und Konsumgüterindustrie zum Einsatz.

Im vierten Quartal 2014 waren Reflection-basierte DDoS-Angriffe weit verbreitet. Analysen von PLXsert zufolge verwendeten in diesem Zeitraum 39 Prozent aller DDoS-Attacken Reflection-Technologien. Dabei nutzen die Angreifer Sicherheitslücken aus, um ihren Datenverkehr zunächst auf andere Server umzuleiten und dann gezielt Internetprotokolle einzusetzen, die mit mehr Traffic antworten als sie empfangen. Cloud-basierte Sicherheitslösungen können solche Angriffe abwehren, indem sie den gesamten Datenverkehr an ein Scrubbing-Center weiterleiten. Datenpakete mit bösartigem Traffic werden dabei aussortiert und nur der erwünschte Traffic wird weitergeleitet.

Der ausführliche Sicherheitshinweis sowie eine detaillierte Analyse von konkreten DDoS-Angriffen steht zum Download bereit.

„Sicherheitslücken in Web-Applikationen, die bei SaaS-Service-Providern gehostet werden, bieten Kriminellen vielfältige Angriffsflächen. Aktuell nutzen sie anfällige Joomla Plugins, für die sie neue DDoS-Tools und DDoS-Mietlösungen entwickelt haben“, sagt Stuart Scholly, Senior Vice President und General Manager der Security Business Unit bei Akamai. „Dies ist nur eine von vielen weiteren, neu entdeckten Sicherheitslücken – und ein Ende ist nicht in Sicht. Unternehmen müssen einen wirksamen Schutz zur Abwehr von Denial-of-Service-Traffic implementieren, um sich vor Millionen von gefährlichen SaaS-Servern zu schützen, die für DDoS-Angriffe verwendet werden.“

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