Hermes expandiert in Asien

Hermes expandiert in Asien (Beijing, China © Sean Pavone – Shutterstock.com)

China ist bekanntlich die Werkbank der Welt. Dank seiner rasanten Entwicklung hat China heute eine zentrale Position im asiatischen, aber auch im globalen Handel. Auch als Absatzmarkt mit einer wachsenden und kaufkräftigen Mittelschicht, die mehr als 300 Mio. Menschen zählt, ist das Land für Konsumgüterhersteller und die Logistikzunehmend attraktiv.

„Für Unternehmen, die von und nach Asien expandieren möchten, führt folglich kaum mehr ein Weg an China vorbei“, erklärt Stephan Schiller, Geschäftsführer Sea & Air der HTL. „Für unsere internationalen Auftraggeber ist bei der Wahl ihres Logistikpartners im Import- und Exportgeschäft via See- und Luftfracht eine gute Erreichbarkeit Pflicht. Entsprechend kundennah stellen wir uns auf.“

Die Hermes Gruppe ist bei der Hermes Transport Logistics Greater China mit 70 Prozent Mehrheitsgesellschafter. Die restlichen Anteile hält der langjährige und lokal bestens vernetzte Partner Jet-Speed. Von hier aus werden forciert chinesische Händler akquiriert, die logistische Lösungen für den Versand ihrer Waren oder der Beschaffung von Gütern benötigen. Dabei kann die HTL neben dem eigenen Service- und Produktportfolio auch die Dienstleistungen der weiteren auf handelsnahe Dienstleistungen spezialisierten Hermes Gesellschaften übernehmen. Im Fokus: Die Erbringung von Service- und Mehrwertdiensten im global wachsenden E-Commerce. Mit diesem Ziel verstärkt sich Hermes auch personell.

Seit dem März steht Pierre-Yves Guyennon (36) der neuen Gesellschaft mit Sitz in Shanghai vor. Zuvor war der gebürtige Franzose und Logistik- und Handelsexperte in verschiedenen Positionen tätig, u. a. für Militzer & Münch (M&M) sowie die SAGA CTL, einem Tochterunternehmen der weltweit agierenden französischen Bolloré Gruppe. Er lebt seit 10 Jahren in China.

„Mit Pierre-Yves Guyennon haben wir für Hermes einen absoluten Fachmann gewinnen können, mit dem wir unser Geschäft insbesondere in China deutlich ausbauen werden. Wir freuen uns sehr, ihn an Bord zu haben“, sagt Stephan Schiller.

Auf wachsendes Interesse stößt Hermes in China auch mit ihrer traditionell umweltverträglich geplanten Transportorganisation. Folgerichtig engagiert sich das Unternehmen seit Anfang des Jahres gemeinsam mit anderen führenden Logistikunternehmen, Verladern und Reedereien in einer Brancheninitiative mit dem Namen „Clean Cargo Working Group“ (CCWG), um den Kraftstoffverbrauch sowie die anfallen CO2-Emmissionen in der Seefracht kontinuierlich zu verringern. Die Initiative ist Teil des Nachhaltigkeitsprogramms „WE DO!“, mit dem sich Hermes bereits langjährig für nachhaltige Transporte einsetzt.