2020 war wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie das ganze Jahr über außergewöhnlich genug. Der Online-Handel verzeichnete abenteuerliche Zuwachsraten, die Paketdienste hatten bereits im Sommer das Paketaufkommen wie im Vorjahr zu Weihnachten. Pünktlich zur heißesten Phase des Weihnachtsgeschäfts ging das Land in einen erneuten Lockdown mit quasi Totalausfall des stationären Handels. Die Paketdienste hatten sich so gut es ging für ein extrem starkes Weihnachtsgeschäft vorbereitet, aber das, was dann tatsächlich passierte, war einfach nicht mehr zu schaffen.

Zum ersten Mal haben viele Online-Händler das erlebt, was in anderen Ländern (z.B. UK) völlig normal ist: Ihr einziger Carrier war nicht mehr in der Lage, die Pakete pünktlich bis Weihnachten an die Kunden zu liefern. Bei vielen war am 18. Dezember 2020 der letzte Einlieferungstag und damit wurde das komplette normalerweise extrem umsatzstarke 4. Advent-Wochenende ausgelassen. Selbst wenn es in den beiden Vorjahren bereits Peak-Zuschläge und Quoten bei einzelnen Carriern gab, so gab es dieses Jahr das Novum, dass der Stamm-Carrier *die* Umsatz-Bremse war.

„Fakt ist, dass uns shipcloud in der Vorweihnachtszeit 2020 echt gerettet hat. DHL ist uns weggebrochen (keine Abholungen mehr ab Mitte Dezember) und wir haben dann kurzerhand auf DPD über shipcloud gewechselt und das ging super easy, schnell und reibungslos“ – Johannes Hoffmann, Versand, Standert Design GmbH.

Für etliche Online-Händler kam die „weiße Flagge“ seines Carriers völlig überraschend, eine hektische Suche nach Alternativen folgte. Diese gab und gibt es auch in diesen Ausnahmesituationen. Das einzige Problem dabei: Wie baue ich die logistische Alternative in meinen IT-Prozess für den Versand ein?

Seit Jahren „missionieren“ wir und raten Online-Händlern, doch ihre Kunden entscheiden zu lassen, mit welchem Paketdienst sie beliefert werden wollen. Aber z.B. die DHL macht(e) in Deutschland als Allround-Carrier einfach einen zu guten Job und am Ende hat der Porto-Preis und damit der Online-Händler entschieden und eben nicht der Kunde.

Dies ändert sich jetzt, wenn auch aus einer anderen Richtung. Nach wie vor verstehen noch nicht alle Online-Händler, warum mehrere Lieferoptionen die Conversion-Rate ihrer Webshops steigern. Aber was sie nach dem Jahr 2020 ganz sicher verstehen, ist, dass es nicht mehr möglich ist, mit nur einem Carrier die eigenen Pakete zuverlässig zu den Kunden zu bekommen. Und da geht es dann nicht mehr darum, welcher Carrier denn am günstigsten liefert, sondern welcher überhaupt liefert.

Tobias Güttler, Key Account Manager, Rollei GmbH & Co. KG: „Wir haben gerade gezielt im Weihnachtsgeschäft zusätzliche Versandmöglichkeiten angeboten, zum einem um Volumen zu verteilen und überlastete Versanddienstleister gezielt entlastet und das Volumen auf Versanddienstleister verteilt, welche zuverlässig liefern konnten, so haben wir die Kundenzufriedenheit beibehalten und das höhere Versandvolumen verteilen können.“

Mit dem analysierendem Blick des hinter uns liegenden Jahres und dem vorausschauende auf 2021 wird eines überdeutlich: Es ist auch in Deutschland die Zeit für die Online-Händler gekommen, sich Flexibilität und Backups für die eigene Logistik zu schaffen. Der nächste Peak kommt absolut sicher, auch ohne Corona. Machen Sie Ihre Versandlogistik wetterfest und sturmsicher. Durch die Integration eines Shipping Services Providers in Ihre Versandsoftware schaffen Sie die technischen Voraussetzungen, in jeder Marktsituation eine gute Antwort zu haben und Ihren Kunden zu zeigen, dass Sie ein zuverlässiger Online-Händler sind. Und ganz nebenbei können Sie auch noch das tun, was uns sehr am Herzen liegt: Lassen Sie Ihre Kunden wählen, wie sie ihre Pakete erhalten wollen.