Verbraucher neigen dazu, mehr Artikel zu kaufen, als sie brauchen.

Verbraucher neigen dazu, mehr Artikel zu kaufen, als sie brauchen. (© Diego Pazini Ferreira on Unsplash)

Der Black Friday und der Cyber Monday markieren den Beginn einer alljährlichen Ausnahmesituation, die mit wochenlangen Sonderangeboten und Rabatten beginnt und bis in den Januar hinein andauert. Die Vorweihnachtszeit ein Shopping-Fest – denn Lieferversprechen wie Same-Day- oder Next-Day- Delivery ohne – oder nur mit geringen – Zusatzkosten für den Kunden verleiten zum Onlineshopping. Die daraus resultierende Menge an Bestellungen und der Ausgleich von Liefer- und Rücksendegebühren setzen Einzelhändler zunehmend unter Druck.

Verbraucher neigen außerdem dazu, mehr Artikel zu kaufen, als sie brauchen. Die Anzahl der Rücksendungen ist weitaus schwieriger zu handhaben als die Ausgangslogistik. Einzelhändler kann es doppelt so viel wie die Lieferung kosten, wenn ein Produkt an das Versandhaus zurückgeschickt wird. Rücksendungen führen zu einem Stau im Lagerbestand, sodass Einzelhändler ihre Vorräte nicht zeitnah auffüllen können. COVID-19 hat den Prozess noch weiter ins Stocken gebracht. Die Ware kann erst wieder angeboten werden, wenn sie sortiert und gemäß den Gesundheitsrichtlinien gereinigt und überprüft wurde.

Da die Rücksendungen nach den Feiertagen in die Höhe schnellen werden, werden sich diese Störungen noch verstärken. Vor allem bei Einzelhändlern, die nicht über ein effizientes Verfahren zur Bearbeitung von Rücksendungen verfügen. Einzelhändler müssen sich auf diese Spitzen vorbereiten, und eine schlecht geplante und ineffiziente Retourenabwicklung vermeiden.

Mit automatisierten Systemen und Fulfillment-Softwarelösungen können Artikel schneller aus dem Retourenstapel zurück in den Bestand verschoben werden und Kunden erhalten den Kaufpreis zeitnah zurück. Mit moderner Technologie und Robotern zur Unterstützung der Teams können Lagerhäuser Lieferungen und Rücksendungen zudem schneller abwickeln. Mitarbeiter können sich auf die wirklich wichtigen Aufgaben konzentrieren und körperlich schwere Tätigkeiten an Roboter abgeben. Einzelhändler nutzen diese Art von Technologien bereits im Front-End des Einkaufs und der Logistik. Es geht nur noch darum, sie nun auch im Back-End zu nutzen.

KI-gesteuerte Software ist dabei der moderne Ansatz zur Bewältigung der unmittelbaren Anforderungen des Handels. Durch die Integration von KI-Software und Robotik können Fulfillment-Zentren effizienter arbeiten. Das ist vor allem in Zeiten mit hoher Nachfrage wie zum Black Friday, zu Weihnachten und Neujahr entscheidend. Integrierte Software orchestriert diese Daten, kann in Echtzeit auf Ereignisse reagieren und Aktionen flexibel vorgeben – und dabei die Fachkräfte an den entscheidenden Stellen unterstützen. Angesichts des prognostizierten Anstiegs der Ausgaben in diesem Jahr und der zu erwartenden Retouren-Flut müssen Händler jetzt die entscheidenden Änderungen vornehmen. Ohne vorherige Planung und Implementierung von KI-Software laufen Einzelhändler Gefahr, dauerhaft überfordert und nicht in der Lage zu sein, den üblichen Standard zu gewährleisten.