SEPA-online-Lastschrift

SEPA-online-Lastschrift (©PAY4)

Aufatmen bei deutschen online-Händlern: Ihre Hausbanken müssen nach der SEPA-Umstellung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs am 1. Februar 2014 Lastschrifteinreichungen auch dann erfüllen, wenn keine schriftliche Authorisierung auf Papier vorliegt, so die Deutsche Bundesbank in der vorvergangenen Woche. Damit endet zwar reichlich knapp vor dem Stichtag endlich die Blockadehaltung der deutschen Banken, die mit ihrem Bestehen auf händisch unterschriebenen Papiereinzugsermächtigungen eine Umstellung des Lastschriftgeschäfts von online-Händlern und -Anbietern auf die neuen SEPA-Regularien bisher unmöglich machten. Doch eine Lösung zur technischen Abwicklung von Kauf- und -Bezahltransaktionen per Lastschrift im Internet bleibt die deutsche Bankwirtschaft ihren Geschäftskunden weiterhin schuldig – obwohl in Deutschland ca. 4,8 Mrd. Euro pro Jahr per online-Lastschrift umgesetzt werden!

In diese Lücke stößt nun der Frankfurter online-Zahlungsdienstleister PAY4 mit „SEPA Direct Debit“ für Internethändler: Bei diesem einfach in Webshops zu integrierenden Zahlungssystem müssen die Kunden lediglich ihre persönlichen Daten, ihre neue SEPA-Kontonummer sowie ihre Bank-ID eingeben und (optional) den Kauf per digitaler Unterschriftenerfassung per Maus (am Computer) oder Finger (auf dem Touchscreen) authorisieren. Das System kümmert sich dann automatisiert um alles weitere – vom rechtzeitigen Versand des Zahlungsavis an den Kunden bis hin zur Einreichung des Lastschriftauftrages bei der Kundenbank und Gutschrift des Kaufpreises bei der Hausbank des Händlers. Gleichzeitig archiviert das System die Authorisierung des Kunden zur Vorlage bei der Kundenbank im Falle eventueller Rücklastschriften, die nach den SEPA-Regularien bis zu acht Wochen (wenn eine Authorisierung vorliegt) bzw. 13 Monate nach dem Kauf möglich sind (wenn keine Unterschrift vorliegt).

Jens Leinert, Geschäftsführer von PAY4, benennt die wichtigsten Vorteile von SEPA Direct Debit für online-Händler: „Im Vordergrund steht natürlich die einfache Integration der Zahlmethode SEPA Direct Debit in Webshops, online-Communities oder Downloadportale – der Dienst kann mit geringem Aufwand innerhalb weniger Tage in jedes kostenpflichtige online-Angebot integriert werden. Selbst Anbieter, die sich bisher noch gar nicht mit der SEPA-Umstellung befasst haben, schaffen so die rechtzeitige Umstellung ihres Lastschriftumsatzes auf die neuen Regularien.“

Dank der optionalen Einholung und Archivierung der digitalen „Unterschrift“ des Kunden könnten online-Anbieter zugleich das Rücklastschriftrisiko von 13 Monaten auf acht Wochen reduzieren und damit das Kreditausfallrisiko gegenüber ihrer Hausbank entsprechend senken – das schaffe zusätzliche Liquidität und sorge für niedrigere Kapitalkosten, wenn die Bank mitspiele, so Leinert:

„Der Einsatz unserer Lösung mit der integrierten eMandatsoption ist für Internethändler daher ein starkes Argument auch in den Verhandlungen mit der Hausbank über die Dauer von Rückstellungen bzw. die Kreditierung von Ausfallrisiken.“

Online-Händler können den Webservice SEPA Direct Debit für eine monatliche Grundgebühr sowie eine im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegende Transaktionspauschale derzeit exklusiv über PAY4 beziehen, weitere Vertriebspartner sollen in Kürze hinzukommen. Interessierte online-Händler finden weitere Informationen im kostenlosen Handbuch „SEPA Lastschrift für Internethändler„.