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Drogeriekette Rossmann wirft PayPal raus

Redaktion an 5. September 2011 - 13:43 in Payment

Der Konflikt hat seinen Ursprung Anfang der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts, genau: am 07. Februar 1962. Damals verhängten die Vereinigten Staaten ein Embargo gegen Kuba, nachdem die kubanische Regierung Eigentum von Bürgern und Unternehmen der USA enteignet hatte. Heute ist das Embargo laut Wikipedia das am längsten andauernde Handelsembargo in der modernen Geschichte.

Jetzt will Paypal das Freund-Feind-Denken offenbar nach Europa exportieren, wie Shopbetreiber Thomas Altmann und einige seiner Kollegen erfahren mussten. „Entfernen sie alle kubanischen Zigarren von ihrer Website, die gegen die Paypal-Nutzungsbedingungen verstoßen“, lautete die Mitteilung des Zahlungsabwicklers an den Inhaber des Onlineshops „Rum & Co“. Er kam dieser Forderung nicht nach und warf stattdessen Paypal aus seinem Shop. Als Alternative bietet Rum & Co seinen Kunden unter anderem die Zahlung über den deutschen Zahlungsservice-Anbieter iclear an. Thomas Altmann: „Wir liefern innerhalb der europäischen Union. Ich sehe gar nicht ein, dass US-amerikanische Firmen uns einfach etwas diktieren wollen“.

Auch andere Betreiber wehren sich

Inzwischen wehren sich auch andere Shopbetreiber. So meldet PC Praxis auf seinem Online-Portal, die Drogeriekette Rossmann habe dem Ansinnen des US-amerikanischen Zahlungsabwicklers eine Absage erteilt und schließe Paypal aus ihrem Onlineshop aus, weil das Unternehmen weiterhin kubanische Zigarillos verkaufen wolle.

Der Onlineshop Bardealer.de, betrieben von der DTS&W GmbH aus Feldkirchen, beantragte eine einstweilige Verfügung – unterstützt von den Betreibern anderer Shops wie Rum & Co, Weinquelle Lühmann, Kölner Rum Kontor, Getränke Paradies Wolf, Rum Paradise und dem Netzwerk Kuba. Die Sperrung der Paypal-Konten unter Bezugnahme auf das US-amerikanische Handelsembargo sei „ein Schlag für die Shops“, heißt es in einer Pressemitteilung von DTS&W. Und: „Die Chancen für einen positiven Ausgang stehen gut.“

iclear-Geschäftsführer Michael Sittek: „Man fragt sich, was sich ein Zahlungsanbieter noch alles erlauben kann, bis europäische Online-Händler daraus Konsequenzen ziehen. Zumal es ja zumindest im freien Online-Handel bewährte und eingeführte Alternativen zur Zahlungsabwicklung gibt.“

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