eCommerce AnzeigeProfessionelle Suchmaschinenoptimierung & Webseitengestaltung Berlin
/ e-Commerce News / Warum man „Die Höhle der Löwen“ nicht lieben muss, sich aber trotzdem über sie freuen sollte

Warum man „Die Höhle der Löwen“ nicht lieben muss, sich aber trotzdem über sie freuen sollte

Claus Fahlbusch an 23. August 2016 - 11:26 in e-Commerce News
Claus Fahlbusch

Claus Fahlbusch

Die Spannung steigt. Zumindest bei den Zuschauern der Vox Show „Die Höhle der Löwen“, die heute mit ihrer dritten Staffel startet. Denn während wir, so wie es sich der Fernsehsender wünscht, vor dem heimischen Fernseher noch die Daumen drücken dürfen und gebannt verfolgen, welches Startup, welcher verrückte Erfinder oder kuriose Nischenbesetzer einen aus dem Löwen-Rudel der Juroren von seiner Geschäftsidee überzeugen kann, sind die Messen in Wirklichkeit schon längst gelesen. Sprich, die Show ist im Kasten und die Investment-Verträge, wenn sie denn zustande gekommen sind, auch schon unterschrieben. Mehr dazu ab sofort also immer Dienstag abends bei Vox.

Der Sender hat dieses erfolgreiche Format natürlich nicht erfunden, sondern, wie üblich im TV-Geschäft, aus den USA, respektive aus UK übernommen. Dort ist die Show als „Shark Tank“ oder „Dragons Den“ schon länger erfolgreich und beliebt. Was mich nicht wundert, pflegt man in diesen Ländern doch einen weitaus freieren, entspannteren und lockeren Umgang mit Themen wie Venture Capital und Risiko-Investments. Statt ins Haifischbecken oder in die Drachenhöhle werden die deutschen Jungunternehmer hierzulande also in die „Höhle der Löwen“ gebeten. Ziemlich deutsch finde ich es dann auch gleich wieder, wenn ich auf der VOX Webseite einen Satz wie diesen lese.

„Diejenigen, die ihre Erfindung oder Geschäftsidee nicht erfolgsversprechend verkaufen können, haben in der „Höhle der Löwen“ die große Chance vertan und müssen mit leeren Händen nach Hause gehen.“

Völliger Quatsch, sage ich da. Auch in dem Wissen um die Recherchen der Kollegen des von mir hoch geschätzten Portals gründerszene. Denn auch wenn die herausbekommen haben, dass von 35 möglichen Investments aus den ersten beiden Staffeln 26 nicht zustande gekommen sind, bleibt da erstens immer noch eine Erfolgsquote von 25 Prozent. Was meiner Meinung nach bei einem solchen Pitch nicht schlecht ist.

Viel entscheidender ist aber ein zweiter, positiv stimmender Aspekt, der einem aufgeht, wenn man liest, aus welchen Gründen 75 Prozent der Deals oder Investments in der Due Diligence Phase nach dem TV Pitch nicht zustande gekommen sind. Klar kommt beim genaueren Hinsehen und der notwendigen Zahlenanalyse manche Wahrheit auf den Tisch, die die vor laufenden Kameras zustimmend brüllenden Löwen dann doch lieber einen Rückzieher machen lassen. Aber ich kann bei genauerem Hinsehen eben auch erfahren, dass viele der Kandidaten ein weitaus besseres Angebot von ganz anderen Investoren bekommen haben. Oder sich ganz selbstbewusst aus eigenen Stücken gegen das Angebot entschieden. Geht ja vielleicht auch ohne Fremdkapital.

Die beste Variante scheint mir aber die, dass ein Startup durch die Show eine solche mediale Aufmerksamkeit bekommt, dass sich die Umsatzkurve so nach oben bewegt, dass man den eigenen Weg fortan aus eigenen Mitteln finanziert weitergehen kann.

Also halten wir mal fest: Ich finde die Show gut, weil sie ein hierzulande in der breiten Öffentlichkeit noch immer unterbelichtetes Wirtschaftsthema auf populäre Weise medial nach vorne bringt. Weil sie Menschen, die als Unternehmer selbst etwas auf die Beine stellen wollen, Mut macht, es auch zu wagen. Außerdem ist es für die ausgewählten Startups eine klasse Chance, sich und ihrer Geschäftsidee so richtig Wind unter die Flügel blasen zu lassen.

Ein Effekt, der übrigens mit Nachhaltigkeit funktioniert, wie wir bei shipcloud täglich erleben. Haben wir doch mit Angel Cab, einem Hersteller ökologisch produzierter Kinderwagen, dem Kosmetik Accessoire Spezialisten BeliLuu, dem Berliner Kondom Startup Einhorn, den Experten für gesunde Kindernascherei Erdbär – Freche Freunde und dem Milchkosmetik Anbieter Q-Milk fünf anhaltend erfolgreiche ehemalige „Die Höhle der Löwen“ Kandidaten unter unseren Kunden.

Claus Fahlbusch

Claus Fahlbusch ist Gründer und Geschäftsführer von shipcloud.io, dem führenden deutschen Shipping Service Provider aus Hamburg.

More Posts - Website

0 Kommentare beitragen

Senden Sie uns eine Mitteilung Hier

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest

Share This