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New York: Gute Start-up-Kultur, viele Business-Kontakte, schnelle Verbindung in die Heimat

Redaktion an 31. Juli 2013 - 11:43 in e-Commerce News
Marcel Pirlich - Adspert

Marcel Pirlich ~ Adspert

Gerade für Online-Start-ups, deren Service oder Produkt im Netz verhältnismäßig leicht für internationale Märkte adaptierbar ist, stellt die Expansion häufig einen zentralen Punkt in der Unternehmensplanung dar. Steht der amerikanische Markt im Fokus, zieht es dabei die meisten Gründer ins Start-up-Mekka Silicon Valley. Dort sind auch die Tech-Giganten wie Apple und Facebook zu Hause. Aber auch New York verfügt über eine interessante Start-up-Landschaft aus der schon namhafte Unternehmen wie Kickstarter, Etsy oder Fab.com hervorgegangen sind. Auch die Werbeindustrie ist in New York zuhause – Google und Facebook haben entsprechende Büros.

„Gerade für den ersten Schritt über den großen Teich stellt NYC einen attraktiven Startpunkt dar“, so Adspert-CEO Marcel Pirlich, der sich mit dem Start-up-Potenzial des Big Apple zuletzt im Zuge der „World to NYC“-Konferenz beschäftigt hat. „Neben einer aufregenden Atmosphäre, bietet die Stadt zahlreiche Start-up-Institutionen. Es gibt viele spannende Business-Kontakte und auch die Verbindung zum deutschen Headquarter lässt sich durch gute Flugverbindungen und kürzere Zeitdifferenz gut aufrecht erhalten“, ergänzt der Geschäftsführer.

Für alle Start-ups, die ihre Zelte in New York aufschlagen wollen, hat Pirlich einige Tipps mitgebracht, worauf es in puncto Gründen, Wohnen und Arbeiten im Big Apple ankommt.

Gründen

Die Unternehmensgründung lässt sich am besten über ein spezialisiertes Anwaltsbüro mit deutschen Ansprechpartnern abwickeln (z.B. http://www.hr-ny.com/). Die Profis wissen genau, welche arbeitsrechtlichen Grundsteine gelegt werden müssen, welche Versicherungen es abzuschließen gilt und welche Firmenart hinsichtlich Versteuerung Sinn macht. „Oft werden Firmen beispielsweise mit dem offiziellen Sitz Delaware gegründet und haben dann ein Büro in New York. Das kostet mit Satzung etwa $5.000“, weiß Pirlich. Um alle anstehenden Transfers reibungslos durchführen zu können, gilt es frühzeitig ein amerikanisches Bankkonto zu eröffnen. Hierzu wählen Gründer am besten eine national gut vertretene Bank wie die Bank of America. Zusätzliche Anlaufstellen bei der Planung der New Yorker Zweigstelle bieten Institutionen wie das NYC Startup Weekend oder die New Yorker Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Wohnen und Arbeiten

In der Startphase greifen Gründer typischerweise auf günstige Hotels oder Airbnb-Wohnungen zurück. Spätestens bei der Suche nach dem ersten Büro, gilt es dann, eine passende Nachbarschaft zu wählen. Hierfür kommen vor allem folgende Bezirke in Frage:

1. Manhattan – Der Klassiker

Manhattan liegt im Herzen des Geschehens ist damit der Klassiker unter den Business-Bezirken. Der große Vorteil: „Im Umkreis von fünf U-Bahn-Stationen erreicht man einfach alles und jeden“, so Marcel Pirlich. Der große Nachteil: Die zentrale Lage hat natürlich ihren Preis und liegt für viele Start-ups außerhalb der Budgetgrenze. „Eine gute Alternative bietet Lower Manhattan. Durch den Rückgang der Finanzindustrie wird hier die Mietsituation gründerfreundlicher“, weiß Pirlich.

2. Brooklyn – Die Start-up-Hochburg

Seit etwa zehn Jahren zählt Brooklyn zu den absoluten In-Vierteln der Stadt und ist auch nur drei U-Bahnstationen vom Zentrum entfernt. Da es dort wesentlich günstiger ist als in Manhattan, hat es sich inzwischen zur Hochburg der New Yorker Start-up-Szene entwickelt.

„Mit steigender Interessentenzahl steigt jedoch auch langsam aber sicher der Mietpreis“, warnt Pirlich.

3. Queens – Start-up-Viertel in der Mache

Von der Stadtentwicklung als neues Zentrum der Start-up-Szene geplant ist Queens derzeit quasi ein Rohdiamant. Ebenfalls nur drei U-Bahnstationen vom Zentrum entfernt und mit Mieten die bis zu 2/3 unter den Manhattan-Preisen liegen, bietet das Viertel für Start-ups viele Vorteile. Schon jetzt profitieren junge Unternehmen von diversen Co-Working-Spaces und der Wandel in Queens hat gerade erst begonnen.

Übrigens: Von A nach B kommt man in der Millionen-Metropole am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. „Taxis gibt es zwar wie Sand am Meer, gerade in der Rush-Hour sind sie jedoch schwer zu kriegen und häufig dauert es auf Grund von Staus auch länger. Ein eigenes Auto macht schon allein wegen der Parkpreise wenig Sinn“, sagt Pirlich. Muss es doch mal ein eigenes Gefährt sein, bietet das Carsharing-Portal zipcar (http://www.zipcar.com/) eine gute Alternative.

Visum

Die Beantragung des Visums kann grundsätzlich ohne Anwalt durchgeführt werden. Die Beauftragung eines Profis kann den Prozess jedoch vereinfachen und beschleunigen.

„Bei der Eröffnung einer Zweigstelle in den USA belaufen sich die Kosten auf etwa $2.000-7.000“, weiß Marcel Pirlich.

Für deutsche Unternehmen kommen dabei zwei Visa-Typen in Frage, die üblicherweise nacheinander beantragt werden:

L1 (Intracompany Transferee): Verfügt ein Unternehmen über einen Sitz in Amerika und einem anderen Land wie zum Beispiel Deutschland, kann es Mitarbeiter mit diesem Visum in die amerikanische Zweigstelle holen, vorausgesetzt, sie waren bereits mindestens ein Jahr für die Firma tätig. Das Visum gilt normalerweise für drei Jahre, außer, die einreisende Person setzt das US-Büro auf, dann verkürzt es sich zunächst auf ein Jahr. „Die Vorteile des L1-Visums: Es kann genutzt werden, um die Greencard zu beantragen und Ehegatten können mit einem weiteren Visum ebenfalls einreisen und arbeiten“, weiß Marcel Pirlich.

E1/2: Hat ein Unternehmen seinen Hauptsitz in Deutschland, können Mitarbeiter, die ein „substantielles“ Geschäft zwischen dem Heimatland und den USA verantworten oder substantiell in den USA investieren, mit dem E1-Visum einreisen. Ehegatten sind ebenfalls zur Einreise berechtigt. „Dies ist besonders interessant, wenn der betreffende Mitarbeiter noch kein Jahr im Unternehmen gearbeitet hat“, so Pirlich.

Mit dem Visa sollte auch direkt die Social Security Number bei der Social Security Administration beantragt werden.

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