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Mobile Endgeräte überholen den Desktop beim Online-Shopping

Redaktion an 18. Dezember 2017 - 10:26 in e-Commerce News
Das Mobilgerät wird häufiger (52 %) zum Online-Shopping genutzt als der Desktop.

Das Mobilgerät wird häufiger (52 %) zum Online-Shopping genutzt als der Desktop.

Seit langer Zeit ist die Rede davon, dass der Siegeszug der Mobilgeräte früher oder später einen Wendepunkt erreichen wird. Daten der globalen Zahlungsplattform Adyen belegen, dass die Verwendung von Mobilgeräten im E-Commerce seit Jahren konstant gestiegen ist: von 34 % im Januar 2016 auf 43 % im Januar 2017. Nun liegt diese Zahl erstmals bei 52 %. Das Mobilgerät wird damit häufiger zum Online-Shopping genutzt als der Desktop: Smartphones und Tablets haben Desktopcomputer als beliebteste Technologie im E-Commerce abgelöst.

Innerhalb der Mobilgeräte entwickelt sich das iPhone zum beliebtesten Gerät für Online-Einkäufe, dicht gefolgt von Android. Die Untersuchungen von Adyen haben darüber hinaus ergeben, dass bei teureren Einkäufen vorzugsweise Tablets statt Smartphones verwendet werden. Dies lässt sich darauf zurückführen, dass die Größe eines Tablets eine genauere Begutachtung von Artikeln ermöglicht und die Customer-Experience daher größer ist. Der durchschnittliche Preis von über iPads getätigten Einkäufen ist im Vergleich zu iPhones um 69 % höher.

Deutschland hinkt im weltweiten Durchschnitt hinterher. Hier liegt das mobile Endgerät mit 41,5 % immer noch hinter dem Desktop. Damit schneidet Deutschland im direkten Vergleich mit seinen europäischen Nachbarn, den Niederlanden (52 %) und Frankreich (49,7 %) sowie Großbritannien (57,1 %) und den USA (58 %) schwächer ab. Jedoch ist im Vergleich mit den Daten aus Adyens Mobile Payment Index im vierten Quartal 2015 auch auf dem deutschen Market der weltweite Trend erkennbar. Der Anteil mobiler Transaktionen steigt von 27 % knapp zwei Jahre später auf 41,5 %.

Roelant Prins, Chief Commercial Officer bei Adyen, fasst zusammen, was der Mobile First Trend für Händler bedeutet: „Je mehr Verbraucher zu Mobilgeräten greifen, umso mehr müssen Online-Händler ihren Checkout-Prozess entsprechend anpassen. Im Durchschnitt lässt sich sagen, dass die Abbruchrate bei Online-Käufen auf Desktopgeräten um 9 % höher ist als auf mobilen Endgeräten. Händlern bietet sich also eine wertvolle Gelegenheit, ihren Checkout durch 1-Click-Bezahlungen, das Speichern von Kreditkartendaten, Nutzerprofile und dergleichen zu optimieren. Tun sie dies nicht, riskieren sie, von der Konkurrenz abgehängt zu werden.

Letzten Endes geht es beim Shoppen um positive Erlebnisse. Händler müssen sich darüber im Klaren sein, welches Einkaufserlebnis ihre Kunden erwarten, und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um diese Erwartungen zu erfüllen. Je vertrauter Verbraucher mit mobilen Zahlungsmethoden wie etwa den Facebook- oder WeChat-Messaging-Apps, Apple Pay oder Pay with Google werden, desto wichtiger wird auch die Rolle mobiler Endgeräte. Anbieter, die Kunden ein nahtloses Shopping-Erlebnis über mobile Web-Browser oder innerhalb von Apps anbieten, haben hier natürlich die besten Erfolgschancen.”

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