Niklaus Santschi - SIX Payment Services

Niklaus Santschi ~ SIX Payment Services

Payment-Service-Provider SIX Payment Services registriert für die bewährte Kartenzahlung am POS nach wie vor die meisten Transaktionen – obwohl 2013 Neuerungen wie das Bezahlen elektronischer Rechnungen mit einem Klick oder die biometrische Authentifizierung für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Und 2014? Die Bedeutung des Onlinehandels, von Outsourcing-Prozessen in Banken sowie komfortabler Bezahlmöglichkeiten wird weiter zunehmen und damit auch das Marktpotential für Payment-Anbieter. Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA, veränderte Ansprüche der Verbraucher und mögliche gesetzliche Veränderungen verlangen Onlinehändlern und Payment-Dienstleistern außerdem ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit ab. Und das in einem immer unübersichtlicheren Bezahlmarkt mit neuen Geschäftsmodellen und verschärftem Wettbewerb. Wer sich frühzeitig informiert, kann aber von Trends wie Peer-to-Peer- und Micro-Payment sowie Abo-Commerce profitieren.

Das Payment-Jahr 2013 war turbulent. SIX Payment Services hat die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr ausgewertet. Am erfolgreichsten Shopping-Tag des Jahres, dem 23.12.2013, wurden über SIX 5,3 Millionen Transaktionen mit einem Volumen von EUR 420 Mio abgewickelt. Punktuell noch „‚heißer‘“ war der 21. Dezember, wo am späten Nachmittag eine Spitze von fast 13.000 Zahlungstransaktionen pro Minute verzeichnet wurde. Das transferierte Volumen betrug 2013 insgesamt knapp EUR 100 Milliarden, der größte Anteil dessen entfällt auf den physischen Handel in Ladengeschäften, gefolgt vom hohen Transaktionsvolumen im Wachstumsbereich E-Commerce.

Wichtigster Meilenstein im Jahr 2013 war für SIX Payment Services die Akquisition der österreichischen PayLife Bank. Das Unternehmen konnte damit sein Händlerportfolio annähernd verdoppeln. Auch die mit dem FS Tech Award 2013 preisgekrönte Einführung der kombinierten Debit- und Kreditkarte für die belgische Banca Monte Paschi Belgio zeugt von der internationalen Wachstumsstrategie und Kundennähe.

„Die Devise lautet auch für 2014, den bargeldlosen Bezahlvorgang so einfach wie möglich zu gestalten – denn davon gibt es immer mehr. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, den Ansprüchen der Konsumenten an Flexibilität, Komfort und Sicherheit beim Bezahlen gerecht zu werden“, sagt Niklaus Santschi, CEO von SIX Payment Services.

SIX rechnet damit, dass die Zahl der im letzten Jahr gemessenen Transaktionen im Jahr 2014 erneut deutlich übertroffen wird. Doch auch andere Payment-Arten werden sich spannend entwickeln. Höchste Zeit für Händler, sich ernsthaft mit dem Thema Payment auseinanderzusetzen. Die Payment-Trends dieses Jahres:

Peer-to-Peer-Payment per „mobile Wallet”

Neue Zahlungsmethoden brauchen eine kritische Masse an Nutzern, um im Markt Fuß zu fassen. Der Zeitpunkt für mobile Ansätze scheint heute günstig, laut Bitkom wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 26 Millionen Smartphones gekauft. So halten mobile Geldbörsen auf dem Bezahlmarkt Einzug. Peer-to-Peer-Payment, also Lösungen zum direkten elektronischen Versand von Geldbeträgen an andere Personen, wird zunehmend häufiger integriert. 2014 werden weitere Startups mit Apps auf den Markt drängen und Payment-Service-Provider mit ihren eigenen Lösungen aufwarten. Eine Herausforderung für alle ist die Sicherheit der Käuferdaten: Auch mobil getätigte Transaktionen müssen den Sicherheitsstandard PCI-DSS erfüllen.

Micro-Payment

Micro-Payments sind für den Internethandel heute noch nicht besonders attraktiv: Die Kosten für eine einzelne Zahlungstransaktion können verglichen mit dem Warenwert unverhältnismäßig hoch sein. Bislang hat sich hier noch keine Lösung flächendeckend durchgesetzt. Vom Mobilfunkanbieter bis zu Angeboten wie Click & Buy, Paypal, WebCent oder T-Pay zeichnen sich für Micro-Payments zumindest für den Online-Handel eine ganze Reihe von neuen Möglichkeiten ab. Für Händler bergen sie Wettbewerbsvorteile durch Image-Gewinn und höhere Umsätze durch Spontankäufe.

Biometrische Authentifizierung

Apple und Mastercard setzen seit diesem Jahr auf biometrische Daten zur Authentifizierung von Bezahl-Services. Online-Zahlungsanbieter Paypal testet aktuell eine innovative Variante im Bereich bargeldloser Bezahlung: die Bezahlung per Gesichtserkennung. Das Jahr 2014 wird weitere solche Angebote sehen und Anbieter, die diese in Richtung Massenmarkt entwickeln.

Abo-Commerce

Der Abo-Verkauf bietet sowohl Onlinehändlern als auch Kunden klare Vorteile: Kundenbindung auf der einen, Komfort auf der anderen Seite. Besonders die Branchen Lebensmittel, Kosmetik und Bekleidung haben dieses Potenzial noch nicht annähernd ausgeschöpft. Bei der Umsetzung des Abo-Commerce gibt es eine zentrale technische Herausforderung: das reibungslose Miteinander von Shop-System, Warenwirtschaft und Zahlungsinfrastruktur. Eine entsprechende Lösung erleichtert die Verwaltung der Abos, löst automatisch Bestellungen und Zahlungen aus. So wird die Integration externer Abo-Dienstleistungen in den Shop überflüssig. Die Verfügbarkeit solcher Lösungen führt zu mehr Abo-Commerce-Ansätzen im kommenden Jahr.