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Wie Internet und mobile Endgeräte das Konsum verändern

PR-Gateway an 23. April 2013 - 11:41 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Internet und mobile Endgeräte werden den Konsum auch in Zukunft spürbar verändern.

Internet und mobile Endgeräte werden den Konsum auch in Zukunft spürbar verändern. (©Commerz Finanz GmbH)

Internet und mobile Endgeräte beeinflussen das Konsumverhalten. 83 Prozent der Europäer beabsichtigen, künftig online zu kaufen. 33 Prozent sind bereit, Einkäufe per Smartphone oder Tablet-PC zu erledigen. Dies sind Ergebnisse des Europa Konsumbarometer 2013, einer repräsentativen Verbraucherbefragung im Auftrag der Commerz Finanz GmbH. Im Fokus der Studie stehen alternative Konsummöglichkeiten, die sich bei den Verbrauchern etabliert haben, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter konsumieren zu können.

„Das Internet verändert die Kaufgewohnheiten. Es ist das ideale Instrument, um die Kaufkraft zu optimieren“, so Dr. Anja Wenk, Bereichsleiterin Vertriebsmanagement der Commerz Finanz GmbH. „Die Europäer nutzen es nicht nur, um sich zu informieren und zu kaufen. Den intensiven Austausch schätzen sie ebenso wie die Möglichkeit, Produkte zu teilen oder Waren und Dienstleistungen zu tauschen.“

Zunehmende „Macht“ der Verbraucher: Information und Bewertung

Verbraucher schätzen Preisvergleichsseiten als Informationsquellen. Sowohl in West- als auch in Osteuropa sind sie beliebt. Heute konsultieren bereits 78 Prozent der Europäer solche Seiten im Vorfeld eines Kaufs. Auf der Suche nach Informationen vernetzen sich die Verbraucher, um gegenseitig Bewertungen, Tipps und Empfehlungen auszutauschen. Mehr als ein Viertel der Europäer (26 %) gibt an, dass Erfahrungsberichte Fremder zu einem bestimmten Produkt künftig an Bedeutung gewinnen.

Kauf im Internet: Tendenz steigend

Durch das Internet verlieren stationäre Geschäfte ihre Rolle als bevorzugte Einkaufsorte. Online-Shopping ist für die Europäer keine Besonderheit mehr – 78 Prozent haben Produkte online erworben. 83 Prozent können sich dies in Zukunft vorstellen. 62 Prozent der Europäer möchten künftig das Modell des „Powershopping“ nutzen und durch Gruppenkäufe von besonderen Konditionen im Netz profitieren.

Sinkender Einfluss der Verkäufer und Lieferangebote im Internet

Dennoch bleiben Ladengeschäfte integraler Bestandteil des Kaufprozesses – auch als Schaufenster, in dem die Verbraucher Produkte entdecken und auswählen, bevor sie über das Internet bestellen („Showrooming“). Gerade bei Käufern, die den haptischen Kontakt zum Produkt suchen, kann der Handel vor Ort punkten. Als Haupthindernisse des virtuellen Kaufs geben 43 Prozent der Europäer an, dass sie das Produkt nicht sehen oder anfassen können. Jeder fünfte Befragte (21 %) kann die Qualität von Waren und Dienstleistungen im Internet nicht einschätzen. 14 Prozent bevorzugen es, mit einem Verkäufer zu sprechen und sich beraten zu lassen. „Lust und Last entscheiden über die Zukunft der Handelskanäle. Einkäufe, die uns lästig sind, werden noch stärker über das Internet erfolgen. Je nach Kunde kann das für den Lebensmitteleinkauf genauso gelten wie für die regelmäßige Ersatzbeschaffung der lieb gewonnenen Markenjeans. Dort, wo die Lust dagegen im Mittelpunkt steht, lauern die Chancen des stationären Handels“, kommentiert Universitätsprofessor Dr. Tobias Langner, Bergische Universität Wuppertal, Schumpeter School of Business and Economics. „Kunden sind beispielsweise bereit, weite Wege zu einer Erlebnismall zurückzulegen, oder verweilen ausgiebig in ihrem geliebten Buchladen an der Ecke. Die Chancen des stationären Handels sind da, sie müssen nur dezidiert genutzt werden.

Mit unterschiedlichen Lieferangeboten sorgt das Online-Shopping für grundlegende Änderungen beim After-Sales-Service. Das Interesse der Verbraucher macht auch bei Lebensmitteln nicht halt. Knapp die Hälfte der Europäer (46 %) würde sich die Lebensmitteleinkäufe nach der Bestellung im Internet nach Hause liefern lassen. Eine gern genutzte Alternative bieten Drive-in-Supermärkte. 43 Prozent der Europäer möchten künftig ihre Einkäufe online bestellen und anschließend beim Händler abholen.

Der Supermarkt in der (mobilen) Tasche

Die Verkaufskanäle gehen ineinander über. Konsumiert wird überall – mit dem Tablet-PC vom Sofa oder mit dem Smartphone unterwegs. Längerfristig möchten 33 Prozent der Europäer M-Commerce praktizieren. Fast jeder dritte Befragte wäre bereit, in Zukunft per Smartphone oder Tablet-PC zu bezahlen. Ein Drittel der Konsumenten (33 %) will zudem die Scan-Funktion des eigenen Smartphones zum Einkaufen nutzen.

Das Internet hat den Weg für soziale Netzwerke geebnet, die im Begriff sind, zu neuen Einkaufspassagen von morgen zu werden. 29 Prozent der Europäer würden künftig virtuell kaufen.

Das Europa Konsumbarometer wird jährlich von der Commerz Finanz GmbH herausgegeben. Traditionell befasst sich die Studie mit dem Verbraucherverhalten in Europa sowie den Entwicklungen und Trends in verschiedenen Konsumgüterbranchen. Alle Untersuchungen und Prognosen wurden im Dezember 2012 in Zusammenarbeit mit dem internationalen Marktforschungsunternehmen BIPE auf Basis einer Internetumfrage realisiert.

In der aktuellen Ausgabe liegt der Fokus auf alternativen Konsummöglichkeiten, die sich bei den Verbrauchern etabliert haben, um auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter konsumieren zu können. Tauschgeschäfte, der Kauf von Gebrauchtwaren sowie saisonalen und regionalen Produkten oder aber verschiedene Mietmodelle sind für viele Europäer bereits Wirklichkeit geworden. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 6.500 Europäern (über 18 Jahren) in den zwölf teilnehmenden Ländern: Belgien (BE), Deutschland (DE), Frankreich (FR), Großbritannien (GB), Italien (IT), Polen (PL), Portugal (PT), Rumänien (RO), Slowakei (SK), Spanien (ES), Tschechische Republik (CZ) und Ungarn (HU). Das Europa Konsumbarometer 2013 kann über www.markt-studie.de erworben werden.

3 Kommentare beitragen

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3 Kommentare
  • 24. April 2013

    Viele Experten prophezeien dem Tante Emma Laden ein Comeback. Frage ist natürlich ob das ein Trend ist, oder das Konsumverhalten von Überangebot gesättigt ist. Ich bin gespannt.

    Antworten
  • 26. April 2013

    Tolle Grafik und sehr spannender Artikel. Danke!

    Antworten
  • 29. April 2013

    Schöner u. informativer Artikel,

    der deutlich zeigt, wohin die Reise geht. E-Commerce nimmt immer stärker Fahrt auf, die Skeptiker werden auch immer weniger und der Online Handel mit seinen Strategien immer flexibler. Es ist auch schön zu beobachten wie Start Ups diesen Vermarktungskanal nutzen, um erfolgreich Produkte u. Dienstleistungen unters Volks zu bringen.

    Auf der anderen Seite gibt es viele etablierte, konservative Unternehmen, die den Wert nicht erkennen oder erkennen wollen. Ich denke in den nächsten Jahren, werden einige große Namen mit aufstrebenden Online Shops zu kämpfen haben.

    Das Internet bietet heute noch den „American Dream“ eine gute Idee und Fleiß können mit hier noch mit relativ überschaubaren Mitteln den Erfolg bringen.

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