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Was uns die Weihnachtssaison 2017 über die Retailtrends 2018 lehrt

Stefica Divkovic an 14. Februar 2018 - 20:57 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Stefica Divkovic - Managing Director DACH, Verizon Enterprise Solutions

Stefica Divkovic ~ Managing Director DACH, Verizon Enterprise Solutions

Vielleicht war es das hohe Maß an Zuversicht der Verbraucher in die Wirtschaft, die Rekordumsätze oder die Rückkehr eines schon lange so nicht mehr erlebten Retail-Hype: Die Weihnachtssaison 2017 verlief sehr erfolgreich und bietet mit Blick auf das Jahr 2018 viele relevante Erkenntnisse. Verizon hat zum vierten Mal in Folge das E-Commerce-Aufkommen gemessen und den Holiday Retail Index veröffentlicht. Neben einigen Überraschungen wurden Muster deutlich, die sich für Prognosen verwenden lassen. Werfen wir einen Blick auf die Highlights und was sie möglicherweise für die bevorstehende Saison signalisieren.

Das Maß der Dinge in den USA: Thanksgiving-Wochenende

Das Thanksgiving-Wochenende in den USA ist und bleibt das Maß der Dinge für das Shopping- und Ausgabeverhalten der Konsumenten rund um die Feiertage. Die Umsatz- und -Aktivitätszahlen, von denen sowohl Einzelhändler als auch weitere Branchenteilnehmer berichten, haben belegt, dass Thanksgiving Day bis Cyber Monday der Kassenschlager unter den letztjährigen eCommerce-Events war. Los ging es am Thanksgiving Day, aber die frühen Black-Friday-Angebote waren das eigentliche Startsignal für die Vorweihnachts-Shoppingsaison. Daten des Holiday Retail Index von Verizon zeigen, dass historisch betrachtet im Jahresvergleich einige der größten durchschnittlichen Zunahmen im Traffic-Aufkommen am Thanksgiving Day (73 %) und am Black Friday (111 %) zu verzeichnen waren. Das zeigt, dass die Händler die Konsumenten über die Tage hinweg mit Angeboten interessieren konnten und dass der digitale Markt sehr attraktiv ist.

Eine überraschende Wende vollzog diesmal der Cyber Monday, der ein vehementes Comeback feierte. Nach mehreren Jahren relativ verhaltener Online-Aktivitäten wies der Holiday Retail Index für den Cyber Monday eine sprunghafte Zunahme von durchschnittlich 84% gegenüber dem Vorjahr auf. Auch wenn man erfolgreiche Retail-Strategien nicht an einem einzigen Tag festmachen sollte, scheint es doch so, dass die Verbraucher sich auf solche speziellen Termine wie Black Friday oder den Singles Day in der Asien-Pazifikregion stürzen. Was die Einzelhändler daraus lernen können, ist solche Gelegenheiten in Form von verlockenden Promotions und persönlichen Angeboten zu nutzen, da diese das Kunden-Engagement und den Umsatz erheblich steigern können.

„Follow the money“ ist eine Strategie, um die Unentschlossenen anzusprechen. Ein Trend, der diese Saison an Bedeutung gewonnen hat, geht in Richtung Super Saturday und darum, das Interesse von unentschlossenen Käufern zu gewinnen. Das sind Kunden, die sich in der letzten Woche vor Weihnachten ans Shoppen machen und häufig bereit sind, höhere Preise zu zahlen, nur um das aus ihrer Sicht lästige Thema hinter sich zu bringen. Diese Strategie wird in Zukunft wahrscheinlich noch wichtiger werden, denn die Einzelhändler nutzen zunehmend Technologien, mit denen sie Kundeninteraktionen personalisieren können. Sie bespielen diesen lukrativen Markt mit speziellen Angeboten, die Kunden beim Shoppen weiterhelfen und zudem mit attraktiven Preisnachlässen locken.

Aber auch die Nachweihnachtszeit ist eine einmalige Gelegenheit

Wie schon in den Jahren zuvor hat der Holiday Retail Index auch diesmal gezeigt, dass das Neujahrs-Wochenende eine wichtige Gelegenheit ist, Anteile vom Kundenbudget zu gewinnen. So war diesmal am Neujahrstag eine 32 prozentige Zunahme im durchschnittlichen eCommerce-Aufkommen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. In dieser Zeit haben viele Verbraucher Urlaub und viel Zeit, Geschenkgutscheine einzulösen und die Vorteile der Sales-Angebote zum Jahresende zu nutzen. Daher gilt für die Händler: Noch nicht aufgeben und die Kunden weiterhin mit Angeboten versorgen, denn der Weihnachtstag ist für viele Konsumenten nicht der Endpunkt.

Für das Jahr 2018 wird es daher noch wichtiger sein, Kunden-Interaktionen zu personalisieren, was für den Erfolg im Einzelhandel von allergrößter Wichtigkeit sein wird. Denn in der heutigen digitalen Welt haben Verbraucher die Möglichkeit, mit ihren Lieblingsmarken in Verbindung zu treten, wie und wann immer sie es wünschen. Kundige Konsumenten tun das nach ihren eigenen Vorstellungen und der Einzelhandel hat sich erfolgreich an diese neue Normalität angepasst. Die Retailer tun ihr Möglichstes, das Verbraucherinteresse über die verschiedensten Kanäle zu nutzen und simples Internet-Surfen in Umsatz zu verwandeln.

Obwohl beim digitalen Handel anhaltendes Wachstum bleibt, sehen wir optimistisch in die Zukunft von stationären Ladengeschäften. Wir sehen eine Einzelhandelslandschaft der Koexistenz, weil online und stationär gemeinsam stärker sind. Für Ladengeschäfte wird es immer einen Platz geben und man sollte sie als einen wichtigen Baustein sehen und nicht als Verpflichtung betrachten. Visionären ist schon heute klar, wie wichtig das Angebot mehrerer Optionen zur Erfüllung der Kundennachfrage ist.

Stefica Divkovic

Stefica Divkovic ist Managing Director DACH, Verizon Enterprise Solutions.

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