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Szenarien für den zukünftigen Handel – Im Cross-Channel-Management liegt die Zukunft

Redaktion an 21. August 2014 - 14:02 in e-Commerce Studien & Fachartikel
(© <a href="http://www.shutterstock.com/gallery-67164p1.html" target="_blank">Kiselev Andrey Valerevich</a> - Shutterstock.com)

Im Cross-Channel-Management liegt die Zukunft (© Pressmaster – Shutterstock.com)

Die Handelsexperten des IFH Köln entwerfen im „Handelsszenario 2020“ vier Szenarien für die Zukunft des Handels. In allen Szenarien zeigt sich der große Einfluss des Online-Handels auf die anhaltenden Veränderungen in der Handelsstruktur. Das gilt insbesondere auch für den Fashionmarkt, wo sich die hohe Online-Affinität der Branche besonders deutlich bemerkbar macht.

Online-Anteile 2020 zwischen 24 und 54 Prozent

Fest steht: Der Online-Umsatz im Bereich Fashion & Accessoires wird weiter wachsen – je nach Szenario auf 12,6 bis 28,5 Milliarden Euro. Damit liegen die Online-Anteile am Gesamtmarkt 2020 zwischen 24 und 54 Prozent. In den Online-Szenarien „E-Basic“ und „E-Motion“ gehen die IFH-Experten davon aus, dass die Fashion-Shopper ihre Online-Ausgaben erhöhen und auch weitere Zielgruppen das Internet vermehrt als Einkaufskanal nutzen. Dennoch rechnen die Studienautoren eher mit einer Entwicklung zwischen den Extrempolen. Klar ist aber: Der Online-Umsatzanteil des Fashionmarktes wird weiter wachsen – mit deutlichen Konsequenzen für den stationären Handel.

„Mit Online-Umsatzanteilen von 50 Prozent im Fashionmarkt bewegen wir uns natürlich in einem Extrem-Szenario. Hierfür müssten die Online-Umsätze der Branche bis 2020 pro Jahr um rund 15 Prozent wachsen – in den vergangenen vier Jahren waren die Wachstumsraten allerdings bereits mehr als doppelt so hoch“, erläutert Hansjürgen Heinick, Experte für den Fashionmarkt am IFH Köln.

Offline-Handel unter Druck

Fashionmarkt

Fashionmarkt

Kaum eine andere Branche – ausgenommen Consumer Electronics – ist von den online-getriebenen Veränderungen so stark betroffen wie die Fashionbranche. In allen Szenarien – auch in denen mit deutlich abnehmender Online-Wachstumsrate – verliert der stationäre Fashionhandel teilweise massiv an Umsatz. In den Online-Szenarien gehen sogar weitere 13 bis 18 Milliarden Euro Umsatz an den Online-Handel verloren.

Die hohe Online-Affinität der Branche Fashion & Accessoires begünstigt tendenziell die Preismitte und ebenso die Vertikalisierung, die im Fashionmarkt aktuell bereits weit vorangeschritten ist. Gleichzeitig prägen deutliche, vom Online-Wachstum getriebene, Formatverschiebungen den Markt. Als Gewinner gehen insbesondere Internet-Pure-Player sowie Filialisten und Versender vom Platz. Trotz des wachsenden Online-Handels werden stationäre Geschäfte aber auch weiterhin eine große Rolle spielen. Mit erfolgreichen Cross-Channel-Strategien kann es dem stationären Handel gelingen, einen Teil der Online-Umsätze in den Unternehmen zu halten. Das Szenario „E-Motion 1.0“ beispielsweise weist ein Drittel des gesamten E-Commerce-Umsatzes im Fashionmarkt für die Online-Shops des stationären Ha ndels aus.

„Wer jetzt noch nicht die richtigen Weichen in Richtung Cross-Channel gestellt hat, für den wird es allerdings höchste Zeit“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. „Schon heute sind Cross-Channel-Services eine klare Konsumentenforderung. Wer dem nicht nachkommt, riskiert, im Wettbewerb abgehängt zu werden.“

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