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Mobile Webseiten und Apps haben verschiedene Zielgruppen

Ruth Groth an 12. Mai 2014 - 09:32 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Shopgate White Paper Mobile Marketing

Shopgate White Paper zum Thema “Mobile Marketing“

Die unverkennbare Relevanz und stetig wachsende Reichweite von Mobile Commerce ist allgemein bekannt – 3,1 Mrd. Euro wurden im vergangenen Jahr mobil erwirtschaftet, für 2014 soll sich der Umsatz mehr als verdoppeln. Mobil optimierte Shops und Apps gehören schon lange keiner Nische mehr an, sondern haben sich als unverzichtbar für den Onlinehändler im Hinblick auf Umsatz und Conversion erwiesen. Inzwischen stellen der Apple App Store und Google Play jeweils über 1.000.000 Programme zum Download bereit – ein Überangebot für den Nutzer, das es dem Händler schwer macht, seine App unter derart zahlreicher Konkurrenz publik zu machen. Es gilt also, Zielgruppen und -kanäle deutlich zu kategorisieren sowie klarzustellen, welche Features mit einer App oder einer mobilen Webseite realisierbar sind, um möglichst viele Kunden zu erreichen.

Obwohl sich alle mobilen Nutzer durch die Gemeinsamkeit auszeichnen, sich auf einer Customer Journey zu befinden, gibt es dennoch mehr Unterschiede als Similaritäten. Besonders wichtig für Händler ist es, die Kunden keinesfalls zu homogenisieren: Mobile Einkäufer sind durchaus anspruchsvoll, wenn nicht sogar anspruchsvoller als PC-Shopper und erwarten von den Seiten, die mobil aufgerufen werden nicht nur qualitativ hochwertige Bilder, sondern auch kurze Ladezeiten – betragen diese mehr als drei Sekunden, ist es wahrscheinlich, dass der Nutzer die Seite wieder verlässt. Außerdem ist es fahrlässig, Smartphone- und Tablet- sowie mobile Webseiten- und App-User in ihren Bedürfnissen nicht zu unterscheiden, erstere nutzen ihr Telefon oftmals weniger zum Kaufen als zum Preisvergleich im Ladengeschäft oder zur schnellen Akquise von Lokalinformationen wie Anfahrt oder Öffnungszeiten.

Mobile Webseiten und Apps haben indes verschiedene Zielgruppen. Eine App ist kein Neukunden-Tool, sondern dient vielmehr der Bedienung von Stammkunden. Während Kunden meist durch Suchergebnisse von Google und Co. auf eine mobile Seite stoßen – also nach einem Produkt, nicht unbedingt nach einer speziellen Seite gesucht haben – sind App-Nutzer höchst wahrscheinlich bereits (Stamm-)Kunden und bedürfen einem individuellen Umgang, den die App mit personalisierten Features wie dem Zugriff auf die Kamera, QR-Code-Aktionen usw. bereitstellen kann. Wird die App richtig angewandt, hat sie ungemeine Marketing- und Kundenbindungs-Qualitäten. Obwohl nach der mobilen Webseite vielleicht nicht gezielt gesucht wurde, muss sie den mobilen Nutzer doch überzeugen und darf keinesfalls qualitative Abstriche verzeichnen: Hochwertige Bilder und Videos, aussagekräftige und prägnante Produktbeschreibungen sowie kurze Ladezeiten sind ein Muss für mobile Seiten. Wird dies auf den kleinen Screen eines Smartphones angepasst und sind die Inhalte selektiert, können geringe Ladezeiten gewährleistet werden.

Um eine mobile Seite noch bekannter zu machen, sollte sie auf so vielen Kanälen wie möglich beworben werden – allen voran via Social Media. Auch Aktionen wie das Anbieten von Gutscheinen und Rabatten und Gadgets wie dem Filialfinder sind sehr beliebt auf Kundenseite und helfen, Kunden langfristig an die Seite zu binden. Sind User erst einmal von der Seite überzeugt, stehen die Chancen gut, dass sie sich auch die App herunterladen. Hier stehen dem Händler zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, die Applikation noch interessanter zu machen. PUSH-Nachrichten bspw. können mitunter echte Kaufimpulse auslösen und werden eingesetzt, um Kunden über aktuelle Produkte und Angebote zu informieren – so entsteht ein direkter Kontakt zu den Nutzern. Es gibt also genügend Möglichkeiten, den Kunden auf eine App oder mobile Webseite aufmerksam zu machen. Die Kunst des Werbens besteht darin, den Kunden nicht mit einem Überangebot an Aktionen, Nachrichten oder Codes zu konfrontieren und somit zu überfordern, sondern die mobilen Marketing-Tools gezielt und strategisch so einzusetzen, dass sie für den Nutzer eine hohe Usability darstellen und einen Mehrwert verkörpern.

Ruth Groth

Ruth Groth ist derzeit Studentin (6.Semester) an der Universität Potsdam, Studium der Anglistik und BWL. Themengebiete: Mobile Commerce, Mobile SEO etc.

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1 Kommentare
  • 22. Mai 2014

    Ein schönes Beispiel dafür, wie viel Potenzial im mobilen eCommerce steckt und wie viel davon noch ungenutzt ist. Unterschiedliche Anforderungen der Zielgruppe sind dabei ein gutes Stichwort. Wir sehen in unseren mobilen Tests immer wieder, dass Nutzer ganz bestimmte Anforderungen an mobile Webseiten haben. Um diese Anforderungen zu erfüllen, muss man sie erst einmal kennen. Am besten geht das, wenn man seine Zielgruppe von Anfang an z.B. durch Crowd-Tests miteinbezieht. Das funktioniert auch schon im Anfangsstadium von Webseiten mit Wireframes oder klickbaren Prototypen. http://rapidusertests.com/static/usability-test-tour/mobiles-testen.html

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