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meteolytix-Studie belegt erstmals Zusammenhang zwischen Wetter und Reisebuchungen

Redaktion an 3. Juli 2015 - 15:32 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Reise-Studie: Deutsche sind wetterfühlig bei der Reisebuchung

Reise-Studie: Deutsche sind wetterfühlig bei der Reisebuchung (© Creative Travel Projects – Shutterstock.com)

Schlechtes Wetter schürt nicht nur das Fernweh, es lässt die Deutschen auch nach schönen Urlaubsreisen suchen. Bis zu neun Prozent mehr Google-Suchanfragen rund um das Thema Urlaub werden an Schlechtwettertagen gestellt. Bei Sonnenschein hingegen sinkt die Menge der Suchanfragen um durchschnittlich 14 Prozent. Das ergab eine Analyse von Thomas Cook und meteolytix in Kooperation mit Google. Untersucht wurden das Such- und erstmals auch das Buchungsverhalten in Abhängigkeit zum Wetter am Beispiel des Reiseziels Mallorca (Sommer 2012 bis Sommer 2014).

Generell gilt: Je schlechter und unwirtlicher das Wetter, desto höher die Anzahl der Suchanfragen. Gutes Wetter hingegen treibt die Suchanfragen in den Keller. Wird es draußen ungemütlich, steigen auch die Online-Buchungen um bis zu 17 Prozent. An sehr heißen Tagen wiederum gehen sie um bis zu 21 Prozent zurück.

Besonders deutlich fiel das Ergebnis bei norddeutschen Usern aus: Starke Hitze reduzierte die Buchungen aus dem Norden um bis zu 23 Prozent und die Suchanfragen zum Reiseziel Mallorca sogar um bis zu 50 Prozent. Hauptgrund hierfür dürfte die geringe Distanz zu Nord- und Ostsee sein.

„Wer den Strand vor der Tür hat, braucht bei tollem Wetter keine Reise ans Mittelmeer. Ist das Wetter schlecht, die Frustration daheim groß, wird auch mehr gebucht“, erklärt Nils Passau, Geschäftsführer der meteolytix GmbH.

Deutsche Onliner reagieren besonders sensibel in den Wintermonaten auf meteorologische Tiefs. Hier zeigen sich die stärksten wetterbedingten Schwankungen im Such- und Buchungsverhalten. Schlechtwettertage in der Arbeitswoche beeinflussen besonders das Suchvolumen. An Wochenendtagen hingegen wirken sich niedrige Temperaturen eher auf die getätigten Buchungen aus.

Tipps für das Reise-Marketing: Branding an Arbeitstagen, Produkte am Wochenende

Die Erkenntnisse haben einen besonders hohen Wert für die Aussteuerung von Marketingkampagnen, erklärt Christian Bärwind, Industry Leader Travel bei Google Deutschland: „Reisedienstleister sollten ihr Kampagnenmanagement im Online-Marketing nicht mehr nur saison-, sondern auch wetterabhängig und dementsprechend lokal gestalten. Denn wird Werbung an einem Schlechtwettertag ausgespielt, hat sie eine deutlich bessere Chance, von Nutzern mit einer hohen Bereitschaft zur Reisebuchung gesehen zu werden.”

Darüber hinaus empfiehlt sich ein Kampagnen-Splitting nach Wochentagen: Branding-Kampagnen eignen sich am besten für Regentage unter der Woche, weil der User sich dann in der Recherchephase befindet. Produkt-Werbung performt am besten an Schlechtwetter-Wochenenden, wenn man seinen Urlaub bucht.

Die Studie „The Influence of Weather on Google Search Queries and Thomas Cook Bookings“

Die Studie führte die meteolytix GmbH im Auftrag der Thomas Cook AG und Google Deutschland durch. Untersucht wurden Online-Suchanfragen mit Urlaubsbezug via Google sowie das Buchungsverhalten über die Vertriebskanäle von Thomas Cook in Abhängigkeit zum Wetter im Zeitraum Sommer 2012 bis Sommer 2014. Die Auswertung fand auf Tagesbasis statt und wurde nach Bundesländern kategorisiert.

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