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Mehr als Hälfte der Berliner und jeder dritte Deutsche sind gegen Airbnb

Redaktion an 11. August 2015 - 15:19 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Berliner in Sorge: Private Ferienunterkünfte gefährden Nachbarschaft und bezahlbare Mieten

Berliner in Sorge: Private Ferienunterkünfte gefährden Nachbarschaft und bezahlbare Mieten (© Blinka – Shutterstock.com)

Individueller, authentischer und günstiger als ein Hotel: Viele Gründe sprechen für die Buchung einer privaten Unterkunft am Urlaubsort. Doch in Deutschland sind Portale für die kostenpflichtige Vermittlung von privaten Unterkünften wie Airbnb und Wimdu noch wenig beliebt. Nur acht Prozent der Deutschen nutzen im Urlaub gerne solche Sharing-Plattformen – welche damit in der Beliebtheit noch hinter dem Zelt landen. Mehr noch: Alternative Unterkunftskonzepte zu Hotel und Pension finden hierzulande immer mehr Gegner. 30 Prozent aller Deutschen sprechen sich gegen die Vermietung privaten Wohnraums als Ferienunterkunft aus. Das ergab eine repräsentative Umfrage von deals.com.

Berliner in Sorge: Private Ferienunterkünfte gefährden Nachbarschaft und bezahlbare Mieten

An der Spitze der Kritiker stehen die Berliner: Über die Hälfte (55 Prozent) von ihnen ist der Meinung, dass Touristen in Hotels und Pensionen und nicht in privaten Unterkünften wie Mietwohnungen übernachten sollten. Vier von zehn Hauptstädtern (40 Prozent) würden die Vermietung von privatem Wohnraum an Urlauber untersagen, weil dadurch in ihren Augen die Mieten vor Ort in die Höhe getrieben werden (Bundesdurchschnitt: 21 Prozent). Mehr als jeder dritte Hauptstädter (36 Prozent) würde den Studienergebnissen zufolge aus Angst um die Nachbarschaft die kommerzielle Kurzzeit-Wohnungsvermietung verbieten lassen (nur 18 Prozent bundesweit). Dass sich besonders Berliner gegen die private Unterkunftsvermietung aussprechen, verwundert nicht. Bei weiterhin boomendem Tourismus und seit Jahren stark steigenden Mieten polarisiert die Thematik in der Stadt an der Spree. Anfang letzten Jahres wurde in Berlin das sogenannte Zweckentfremdungsgesetz beschlossen, das eine Genehmigung für die kommerzielle Vermietung von Wohnraum verlangt.

Flop bei den Bremern: Nur 7 Prozent mögen private Betten als Ferienunterkunft

Die vergleichsweise große Skepsis der Hauptstädter verwundert allerdings etwas, da sie zwar private Wohnungen in ihrer Stadt nicht gern als Feriendomizil genutzt sehen, selbst aber Airbnb & Co. unter allen Bundesbürgern am eifrigsten nutzen. Jeder siebte (15 Prozent) von ihnen übernachtet im Urlaub nämlich gerne in bezahlbaren Privatunterkünften. Am wenigsten Lust auf fremde Privatbetten haben hingegen die Bremer, von denen nur sieben Prozent solche Angebote im Urlaub nutzen. Die wenigsten Berührungsängste hat die jüngere Generation: Fast jeder fünfte deutsche 18- bis 29-Jährige (17 Prozent) greift im Urlaub gern auf solche Angebote zurück. Von den älteren Reisenden ab 50 Jahren machen hingegen nur drei von 100 von der privaten Unterkunftsvermietung Gebrauch. Vor allem deutsche Paare nutzen gern das bezahlte Wohnen bei Fremden: Zwölf Prozent wählen auf Reisen gerne eine kostenpflichtige Bleibe in Privathaushalten – bei den Singles ist es nur jeder Zwölfte (acht Prozent).

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