Halten Ihre Kunden Ihre Web-Seite auch für betrügerisch und kaufen lieber beim Wettbewerber?

Halten Ihre Kunden Ihre Web-Seite auch für betrügerisch und kaufen lieber beim Wettbewerber? (© iqoncept)

Die Fälle von Cyber-Kriminalität gegen kleine und mittlere Unternehmen nehmen zu und damit steigt auch die Angst der Verbraucher vor Internetbetrug. Potentielle Kunden betrachten Webseiten heutzutage argwöhnisch und meiden Seiten, die ihnen nicht zweifelsfrei glaubwürdig erscheinen. Sascha Plathen, Manager Channel Sales Central Europe bei McAfee, erklärt, wie KMU vermeiden können, dass Kunden ihre Webseite für gefährlich halten und beim Wettbewerb einkaufen.

Wenn ein Kunde online einen Einkauf tätigen möchte, lässt er immer mehr Vorsicht walten. Gängige Befürchtungen sind der Kauf gefälschter Produkte, der Verlust von Kreditkarteninformationen und Bezahlung ohne anschließenden Erhalt der Ware – berechtigte Sorgen. Im Zweifel wendet sich der Kunde von der Seite ab und kauft bei einem anderen Anbieter, dem er vertraut. Doch kleine und mittlere Unternehmen können Einiges tun, um das Vertrauen potentieller Kunden zu gewinnen.

1. Professioneller Online-Auftritt

Verbraucher bewerten Internetseiten nach dem äußeren Erscheinungsbild. Die Online-Präsenz ist Visitenkarte und Basis für das tägliche Geschäft für Unternehmen jeder Größe. Optik und Gesamteindruck der Seite müssen genau so konkurrenzfähig sein wie die Produkte oder Dienstleistungen. Folgende Aspekte wirken sich negativ auf den Eindruck aus: Unprofessionelles Layout, schlecht strukturierte Inhalte, mangelhafte Benutzerfreundlichkeit, niedrige Auflösung, ungewöhnliche Farben oder Schriftarten, Tipp- oder Grammatikfehler.

2. Sichere Bezahlmethoden und Seiten mit erkennbarer Sicherheit

Für Kunden ist die Eingabe von persönlichen oder zahlungsrelevanten Informationen eine sensible Angelegenheit beim Online-Einkauf. Vermisst der Kunde ein erkennbares Schutzsystem (Sicherheitszertifikat, zum Beispiel McAfee Secure für Web-Seiten) oder bewährte Bezahlmethoden auf der Seite, neigt er dazu, sie zu verlassen. Im Normalfall kehrt er nicht wieder zurück. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen müssen deshalb ihren Kunden sichtbar machen, dass deren persönliche Daten bei ihnen sicher sind. Unabhängige Sicherheitssiegel auf der Homepage belegen beispielsweise die Zertifizierung als sicherer Online-Shop. Eine URL mit “https ://” anstatt „http://“ zeigt den Kunden außerdem, dass es sich um eine sichere und vertrauenswürdige Seite handelt.

3. Realistische Versprechen und Angebote

Ein Unternehmen darf seine Produkte oder Dienstleitungen und gute Angebote natürlich anpreisen. Zuviel Enthusiasmus in der Darstellung kann aber auch das Gegenteil bewirken. Angebote, die zu gut klingen um wahr zu sein, machen Kunden misstrauisch. Hinter solchen „großartigen Deals“ lauert häufig Gefahr: Cyber-Kriminelle versuchen an Bankdaten oder sensible Zahlungsinformationen zu gelangen. Weniger ist manchmal mehr. Eine sachliche Sprache ohne Superlative wirkt vertrauenserweckend.

4. Interaktion mit dem Kunden

Im harten Wettbewerb können sich KMUs keine schlechte Publicity erlauben. Immer mehr Kunden „googlen“ eine ihnen unbekannte Firma, bevor sie dort einkaufen. Negative Bewertungen sind so leicht zu finden und schaden dem Verkäufer. Vor allem auf der eigenen Webseite sollten Unternehmen deshalb schnell reagieren. Kundenanfragen müssen zügig beantwortet und negative Bewertungen sowie Fragen kommentiert werden. „Online-Präsenz“ bedeutet mehr als nur das Betreiben einer Internetseite: Sie muss das Service-Angebot des stationären Einzelhandels erweitern und den Zugang zur Online-Welt schaffen.

5. Professionelles Sicherheitskonzept

Natürlich braucht das Unternehmen im Hintergrund auch eine umfassende IT-Sicherheitsstrategie, um das Sicherheitsversprechen an den Kunden tatsächlich halten zu können. Allein mit Firewalls und Antiviren-Software sind Unternehmens- und Kundendaten nicht ausreichend geschützt. Besonders KMU sind mit dieser Aufgabe häufig überfordert. Hier kann Security-as-a-Service helfen. Die über die Cloud bereitgestellte IT-Security bietet Unternehmen einen Rundum-Schutz für Endgeräte, E-Mails, Internet und Netzwerke. So ist das Unternehmen gut geschützt, spart Zeit, Arbeitsaufwand sowie Kosten und kann sich auf seine eigentlichen Geschäftsaufgaben konzentrieren.

Fazit

Eine umfassende Analyse beispielsweise mit McAfee Vulnerability Assessment SaaS bringt Klarheit darüber, welche Bedrohungen am Rand des Netzwerks tatsächlich existieren. Danach kann eine geeignete IT-Sicherheitsstrategie implementiert werden, die vor Gefahren wie Hackern, Datenschutzverletzungen, Adware, Spyware, Pop-Ups, Browser-Missbrauch und Phishing-Angriffen schützt. So sind die Daten wirklich so sicher, wie der Kunde hofft.

~ von Sascha Plathen ~