Ein Viertel der eBook-Reader-Nutzer greift lieber zu Büchern

Ein Viertel der eBook-Reader-Nutzer greift lieber zu Büchern (© Volodymyr Baleha – Shutterstock.com)

Wenn vom 8. bis 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse namhafte Autoren ihre neuen Werke vorstellen, werden neben den gebundenen Ausgaben auch ihre digitalisierten Versionen im Fokus stehen. Doch was ist bei Bücherwürmern beliebter? Vor diesem Hintergrund befragte guenstiger.de rund 450 Verbraucher zu ihrem Leseverhalten. 40 Prozent geben demnach an, einen eBook-Reader zu besitzen – 60 Prozent verzichten auf die moderne Lesehilfe, knapp ein Drittel (31 Prozent) davon will sich ein solches Gerät in Zukunft zulegen.

Ein Viertel der eBook-Reader-Nutzer greift lieber zu Büchern

Besitzer eines digitalen Readers finden auch weiterhin Gefallen an klassischen Büchern. 28 Prozent der Befragten geben an, eBooks und herkömmliche Literatur in gleichem Maße zu konsumieren. 26 Prozent greifen sogar häufiger ins Regal als zur elektronischen Bibliothek ihres eBook-Readers. Insgesamt lesen damit über die Hälfte der Befragten mindestens genauso oft in einem Buch wie über ihre elektronischen Reader. Bei lediglich sechs Prozent haben digitale Werke das herkömmliche Buch gänzlich verdrängt.

Immer wieder wird die Diskussion entfacht, ob mit zunehmender Digitalisierung die herkömmlichen Bücher vom Markt verschwinden. 22 Prozent der Umfrageteilnehmer denken, dass dies irgendwann der Fall sein wird. 61 Prozent sind sich hingegen sicher, dass Bücher weiterhin bestehen werden. „Das traditionelle Buch hat immer noch einen hohen Stellenwert“, sagt Artur Jagiello, Communications Manager bei guenstiger.de. „Trotz vieler Vorteile eines eBook-Readers möchten Verbraucher auf das klassische Buch nicht verzichten.“

Kaufargument: Viel Lesestoff in einem Gerät

Was schätzen die Verbraucher am meisten an den Readern? Der größte Vorteil liegt für knapp drei Viertel (74 Prozent) darin, dass in einem Gerät mehrere Bücher gespeichert werden können. Positiv bewertet werden außerdem die einstellbare Schriftgröße (43 Prozent), die Platzersparnis durch die Auslagerung von herkömmlichen Büchern aus den eigenen vier Wänden (40 Prozent) und der sofortige Zugriff auf neue Literatur im Downloadbereich (20 Prozent). 20 Prozent sehen außerdem die Geldersparnis gegenüber Büchern als positiv an. eBook-Reader scheinen insgesamt einen guten Einfluss auf das Verhalten ihrer Nutzer zu haben. Knapp 40 Prozent (38 Prozent) geben an, vermehrt zu lesen, seitdem sie im Besitz eines solchen Gerätes sind.

Verbraucher bemängeln Haptik und Akkulaufzeit

Wo sehen die Umfrageteilnehmer die Nachteile eines digitalen Lesegerätes? Als Hauptargument gegen die Reader nennen 35 Prozent das fehlende Gefühl ein echtes Buch in der Hand zu halten. 24 Prozent sehen in eBooks dagegen keine wirklichen Ersparnisse gegenüber echten Büchern. Die Abhängigkeit von der Akkulaufzeit stört 22 Prozent. 13 Prozent sehen einen Nachteil im höheren Preis für die Geräte. Weitere 13 Prozent der Studienteilnehmer möchten auf eine Büchersammlung als Einrichtungselement für das Zuhause nicht verzichten. Elf Prozent haben zudem bedenken, die Übersicht über ihren Lesestoff zu verlieren.

eBook-Käufer zahlen fünf bis zehn Euro im Monat

Wie oft legen sich die Besitzer eines eBook-Readers neue digitale Werke zu? Die Mehrheit (40 Prozent) lädt sich alle paar Monate ein neues eBook. Einmal im Monat investieren 35 Prozent in ein digitales Buch und 21 Prozent erwerben zwei bis drei Mal im Monat neue Ware. Dabei bezahlen 34 Prozent fünf bis zehn Euro und 26 Prozent zehn bis 20 Euro. Bis zu 30 Euro investieren 13 Prozent.

Der Preisvergleich guenstiger.de befragte im Zeitraum vom 15. bis zum 23. September 447 Personen zu ihrem Umgang mit eBook-Readern und klassischen Büchern.