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Drei Trends für das Jahr 2015 im B2B eCommerce

Julia Albrecht an 11. Dezember 2014 - 13:56 in e-Commerce Highlights, e-Commerce Studien & Fachartikel
b2b eCommerce Trends 2015

Wenn ein Rädchen in das andere greift: Drei Trends für das Jahr 2015 im B2B eCommerce

Der Onlinehandel im B2C-Bereich boomt: Noch im Jahr 1999 dümpelte der E-Commerce-Umsatz in Deutschland bei 1,25 Prozent. Mittlerweile steuert er kontinuierlich auf die 50-Prozent-Marke zu. Mit der Entwicklung in Richtung “Industrie 4.0” haben sich auch die Bedürfnisse der Verbraucher geändert: Sie sind es gewohnt, im Netz Informationen zu Produkten und Dienstleistungen zu finden, Preise zu vergleichen und sich letztlich online für den Kauf bei einem bestimmten Anbieter zu entscheiden. Dieses Nutzerverhalten ist ein modernes Phänomen, das User aus dem privaten Bereich in ihren Arbeitsalltag übertragen. Auch im B2B-Bereich tätige Unternehmen sollten diese Entwicklung berücksichtigen. Eine optimal ausgerichtete und zugleich umsetzbare E-Commerce-Strategie ist eine lohnende Investition in die Zukunft, auch wenn sie zeitliche und finanzielle Ressourcen bindet.
An diesen drei Trends kommen B2B-Unternehmen im Jahr 2015 nicht vorbei:

1. Omni-Channel: Wo erreichen Sie Ihre Kunden am besten? Ganz klar: Überall

Durch eine breit angelegte Omni-Channel-Strategie sprechen Sie Ihre Kunden über alle möglichen Kanäle an (z.B. Radiowerbung, Social Media, Videoplattformen, Google etc.). So können Sie Ihre Zielgruppe erweitern und individuell auf die Bedürfnisse potenzieller Kunden eingehen. Beispiel: Der Mitarbeiter eines mittelständischen Unternehmens ist auf dem Heimweg, in seinen Ohren hallen noch die Worte seines Vorgesetzten nach: “Wir sollten uns um die Sicherung unser sensiblen Unternehmensdaten kümmern. Schauen Sie einmal, was es da gibt”, als er den Slogan eines Securitys-Softwareanbieters sieht. Er gibt ihn direkt bei Google ein. Zu Hause denkt er nicht weiter darüber nach, aber als er sich am nächsten Morgen in seinem sozialen Netzwerk anmeldet, erreicht ihn ein gesponserter Post des Softwareanbieters und Voila! ist er der erste Kandidat in der Vorschlagsliste für den Vorgesetzten.

2. Customer Self Service: Schenken Sie Ihren Kunden die Kontrolle

Die Self Service-Kultur ist mittlerweile täglicher Bestandteil unseres Lebens: Wir checken unseren Flug online ein, bestellen Mittagessen über eine mobile App und erledigen unsere Bankgeschäfte nebenbei auf dem Sofa. Die vielen Self-Service-Angebote sind dem B2C-Nutzer mittlerweile ans Herz gewachsen, da sie jederzeit und überall verfügbar sind. Auch auf Unternehmensseite überwiegen die Vorteile: Kundenbindung, gesteigerte Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sind nur drei davon. Diese sollten sich auch B2B-Unternehmen zunutze machen.

Fallbeispiel: Während ein Produktionsleiter mit seinem Vorarbeiter telefoniert, merkt er, dass noch wichtige Teile für anstehende Wartungsarbeiten fehlen. Er besucht die Websites seines Partners für Bauteile, ruft vergangene Bestellungen auf und legt die passenden Teile in den Warenkorb. Das System unterbreitet ihm Vorschläge für Produktergänzungen, z.B. die benötigten Werkzeuge. Der Produktionsleiter stellt fest, dass er diese ebenfalls benötigt und fügt sie der Bestellung hinzu. Noch ein letzter Blick auf den Bestellstatus und den voraussichtlichen Liefertermin und der Produktionsleiter ist zurück bei seinem wichtigen Telefonat.

3. Business to Business Integration (B2Bi): Wenn ein Rädchen in das andere greift

B2Bi ist kein neues Konzept, und doch wird es immer wichtiger: Im Kern bezeichnet es die fortlaufende Integration, Automatisierung und Optimierung aller Geschäftsprozesse, die innerhalb und außerhalb eines Unternehmens stattfinden. B2C- und B2B-Kunden ticken ähnlich: Sie erwarten in Ihrem Nutzer-Account so viele Informationen wie möglich, z.B. Produktinformationen und Bilder oder Preis- und Verfügbarkeitsangaben. Um dem Kunden alle verfügbaren Informationen zugänglich zu machen, müssen im Vorfeld unterschiedliche Systeme über Schnittstellen aufeinander abgestimmt werden. Bei einer optimalen Integration greifen ERP-, PIM-System (Enterprise-Resource-Planning und Product Information Management) und weitere Systeme optimal ineinander, sodass maximale Effizienz und Transparenz erreicht wird.

Gerade für B2B-Akteure liegt in der Digitalisierung unseres Alltags eine Herausforderung und Chance zugleich. Durch die Verwendung aller Kanäle, Customer-Self-Service-Angebote und B2Bi können wichtige Daten über das Kundenverhalten gesammelt, die Zielgruppe erweitert und der Dialog mit den Kunden erleichtert werden. Dieser nimmt in Zukunft einen immer höheren Stellenwert ein, denn laut Bundesministerium für Bildung und Forschung steht die Wirtschaft “an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution.” Damit einher geht eine fortlaufende Individualisierung der Produkte; Voraussetzung dafür ist die “weitgehende Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse und die Verkopplung von Produktion und hochwertigen Dienstleitungen.” Vereinfacht gesagt heißt das: Nur wer die Bedürfnisse von Kunden und Partnern erkennt und individuell auf sie eingeht, wird in der Industrie 4.0 bestehen können. Dies ist heute ohne das Internet nicht mehr möglich.

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Julia Albrecht

Julia Albrecht ist PR- und Kommunikationsmanagerin bei Tandem Marketing & Partners, einer jungen, dynamischen Werbeagentur mit Sitz in Stuttgart und Berlin. Auf digitale Medien spezialisiert, bietet Tandem Marketing & Partners Lösungen in den Bereichen E-Commerce, Public Relations (PR), Social Media, Grafikdesign und vieles mehr. Zu den Stärken von Tandem Marketing gehört die Konzeption von Webportalen und Webshops, Leistungen rund um E-Commerce sowie die Betreuung aller Online-Marketing-Kanäle.

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