Für neueste Ausgabe der weltweiten Studie „Digital Life Index“ wurden 9.300 Personen aus 12 Regionen zu ihren Präferenzen und Bedürfnissen befragt. Mit von der Partie sind Deutschland, Frankreich, Schweden, Dänemark, UK, USA, Kanada, Singapur, Thailand, Hongkong, Australien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ein Schwerpunkt der Erhebung gilt der Zukunft des Handels, der Rolle digitaler Experiences und den sich verändernden Einkaufsgewohnheiten.

Der Report belegt eine starke Zunahme der Online-Aktivitäten und zeigt klare Unterschiede zwischen Deutschland und anderen Ländern. Mit dem Digital Life Index will Publicis Sapient Entscheidern eine kundenzentrierte Grundlage für ihre digitalen Strategien an die Hand geben. Im Folgenden einige Kernergebnisse der Studie:

Deutsche kaufen regelmäßig online ein, mehrheitlich einmal im Monat.

  • Weltweit gab über die Hälfte der Befragten an (56 %), dass sie mindestens einmal pro Woche online einkaufen.
  • Auch in Deutschland kauft die Hälfte der Verbraucher (51 %) mindestens einmal pro Woche online ein. 8 % shoppen täglich und 5 % mehrmals täglich im Netz.

E-Commerce ist auf dem Vormarsch und wird weiter wachsen.

  • 92 % der befragten Deutschen gaben an, dass sie in Zukunft genauso viel oder mehr online einkaufen werden.
  • Global geht ein Drittel der Befragten (32 %) davon aus, dass sie in Zukunft mehr online einkaufen werden als heute. In Deutschland sind es 22 %.

Websites von Einzelhändlern sind die am häufigsten genutzten Kanäle für den Online-Einkauf. Markenwebsites, Apps und Social Commerce liegen bei den Deutschen im globalen Vergleich weniger im Trend.

  • 70 % der weltweit Befragten haben im ersten Halbjahr 2021 über die Website eines Online-Händlers eingekauft, bei den Deutschen waren es sogar 85 %. Individuelle Markenwebsites nutzten in Deutschland nur 23 %, global waren es fast doppelt so viele (40 %).
  • Während weltweit 41 % eine Online-Retailer-App nutzten, waren es in Deutschland nur 36 %. Auch Brand Apps werden von Deutschen (13 %) weniger genutzt als im weltweiten Vergleich (18 %). Social Shopping ist in Deutschland am wenigsten etabliert. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es gerade einmal 16 %, die Produkte direkt über eine Social-Media-Plattform kauften.

Die Gerätepräferenzen beim Online-Einkauf variieren je nach Markt. Deutsche bevorzugen Desktop-Computer und Laptops.

  • In Deutschland nutzen die Verbraucher einen Mix aus Devices, um online einzukaufen. 52 % verwenden Desktop-Computer oder Laptops, 39 % Smartphones und 9 % Tablets.
  • 48 % der weltweit Befragten nutzen ihr Smartphone, um den Großteil ihrer Online-Einkäufe zu tätigen.

Die Zufriedenheit der Verbraucher mit vielen Aspekten des Online-Shoppings ist hoch, aber es gibt Raum für Verbesserung.

  • Die Verbraucher shoppen am liebsten bei Marken, die einen unkomplizierten Einkauf ermöglichen. Schnelle Lieferung (60 %), leicht zu navigierende Websites oder Apps (48 %) und einfache Rücksendemöglichkeiten (46 %) sind die wichtigsten Faktoren.
  • Zu den größten Frustrationen gehören nicht vorrätige Produkte (73 %), schlechte Suchfunktionen (62 %) und langsame Ladezeiten (60 %). Nur ein Drittel der Befragten (38 %) ist damit zufrieden, wie sich Produkte online an- und ausprobieren lassen.

Schlechte Online-Experiences führen dazu, dass sich Verbraucher von Marken abwenden.

  • Zwei Drittel der Befragten (68 %) gab an, dass sie ihren Online-Einkaufswagen aufgeben, wenn die Checkout-Prozess schwierig oder verwirrend ist. 48 Prozent führten mehrstufige Checkout-Prozesse als Frustrationsquelle an.
  • Die Hälfte der Befragten sagten aus, dass sie eine Website oder Plattform wegen schlechten Designs nicht mehr nutzen würden.