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Cross-Border E-Commerce: Chinas Marktpotential nutzen

Der Singles Day in China hat sich in den vergangenen Jahren zum E-Commerce Event der Superlative gemausert. An keinem anderen Tag wird mehr Umsatz gemacht als am 11. November. Viele deutsche Unternehmen wollen davon profitieren und nutzen den 11/11, um ihre Produkte auf dem chinesischen Markt anzubieten. Der Dienstleister Hermes Germany unterstützten dabei: Vom Einstieg in den chinesischen Markt bis zur Paketzustellung beim Endkunden.
Jan Bierewirtz an 16. Februar 2018 - 13:40 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Cross-Border E-Commerce: Chinas Marktpotential nutzen

Cross-Border E-Commerce: Chinas Marktpotential nutzen (© beeboys – fotolia.com)

Der Singles Day in China läutet am 11. November den E-Commerce-Jahresendspurt ein. Doch während die US-Shopping-Events Cyber Monday und Black Friday auch hierzulande immer beliebter werden, ist der Chinesische Singles Day bei Konsumenten in Europa eher unbekannt. Dabei ist der 11/11 in den vergangenen Jahren zum umsatzstärksten Tag der Welt avanciert.

Erstmals in den 90iger Jahren als „Junggesellentag“ gefeiert, erwirtschaftete der Singles Day in diesem Jahr allein beim größten Onlinehändler Chinas, Alibaba, einen Rekordumsatz von 25,38 Milliarden US-Dollar. Innerhalb der ersten Stunde generierte Alibaba mehr Umsatz (10 Milliarden US-Dollar), als der gesamte Thanksgiving Online-Umsatz 2016 in den USA (8,3 Milliarden US-Dollar).

Auch der zweitgrößte Onlinehändler JD.com vermeldete 2017 neue Rekorde: Die Umsätze stiegen insgesamt um über 50 Prozent, auf 19,1 Milliarden Dollar. Insgesamt verkaufte JD.com über 1,5 Milliarden Windeln und 20.000 Tonnen Milchpulver für Neugeborene.

Internationale Marken sind gefragt

Das Produktangebot vervielfacht sich stetig: Internationale Marken gehen zunehmend den Schritt nach Fernost. 2017 boten über 60.000 internationale Hersteller ihre Waren an. Erfolgreich, denn insgesamt kauften 39 Prozent der chinesischen Konsumenten internationale Produkte ein – Tendenz weiter steigend. Neben den Produkten großer deutscher Auto- oder Sportartikelhersteller sind Drogerieartikel, Wasserfilter, Babynahrung sowie Bürowaren deutscher mittelständischer Unternehmen auf dem chinesischen Markt äußerst gefragt.

Auf dem Vorfeld: Hermes Germany und Lufthansa Cargo transportieren anlässlich des Singles Day tausende Pakete deutscher Mittelständler nach China.

Auf dem Vorfeld: Hermes Germany und Lufthansa Cargo transportieren anlässlich des Singles Day tausende Pakete deutscher Mittelständler nach China. (© Hermes)

Den chinesischen Markt erobern

Viele europäische Unternehmen nutzen den Singles Day daher, um sich dem chinesischen Markt und den Konsumenten vorzustellen. Hermes Germany unterstützt seine Kunden dabei. Denn die Expertise des Hamburger Unternehmens geht weit über das Versenden von Paketen hinaus: Von initialen Markteintrittsstrategien, über die Marktplatzintegration und die Vermarktung bis hin zur grenzüberschreitenden Logistik, unterstützt das Hamburger Unternehmen seine Kunden.

„Natürlich ist der Einstieg in den chinesischen Markt mit Herausforderungen verbunden. Doch können wir diese aufgrund langjähriger Erfahrung und mit Hilfe von BorderGuru, einem Tochterunternehmen der Hermes Gruppe, gut meistern“, erklärt Bardo Lehmann-Tolkmitt, Head of International Parcel Solutions bei Hermes Germany und führt aus: „Der chinesische Markt birgt für deutsche Unternehmen ein enormes Potential, das es zu nutzen gilt.“

Cross-Border E-Commerce realisieren

Experten erwarten für das Jahr 2018 eine Verdreifachung des Cross-Border E-Commerce Volumens für die USA, UK, Deutschland, Brasilien, China und Australien. Um von dieser Entwicklung zu profitieren und auf dem rasch wachsenden chinesischen Markt Fuß zu fassen, sollten Unternehmen eine Markteintrittsstrategie ausarbeiten, in der alle wichtigen Prozesse definiert sind. Es muss klar geregelt sein, wie der neue Bereich in die vorhandenen Strukturen integriert wird. Auch der Shop-Betrieb oder die Anbindung an einen bereits vorhandenen Cross-Border-Marktplatz wie Alibaba oder Tmall sollten sorgfältig vorbereitet werden. Dabei gilt es, die verschiedenen Bezahlsysteme, Währungen und auch die Verzollung der Ware zu beachten und transparent zu gestalten. Zu guter Letzt benötigt der chinesische Endkunde Kontaktmöglichkeiten über alle relevanten Kommunikationskanäle, sprich: Einen chinesischsprachigen Kundenservice. Um all das erfolgreich umzusetzen und einen positiven Einstieg in den chinesischen Markt zu realisieren, sind Knowhow und Erfahrung gefragt.

„Viele Unternehmen tun sich schwer damit, den Schritt nach Asien zu gehen, da es ihnen an Wissen für einen erfolgreichen Start mangelt“, berichtet Bardo Lehmann-Tolkmitt aus seiner Erfahrung. Die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister kann daher sinnvoll sein. Diese verfügen nicht nur über Erfahrung, sondern häufig auch über Netzwerke und Strukturen, die der Kunde nutzen kann. „Wir verstehen uns als ganzheitlicher Partner im E-Commerce“, erklärt Carsten Riedel, Head of Branches Frankfurt und Leipzig bei Hermes Germany Hermes.

Full-Service-Lösungen: Erfolgreicher Start

Das Hermes-Tochterunternehmen BorderGuru ermöglicht als offizieller Partner von Cainiao, dem Logistiknetzwerk von Alibaba, ausländischen Unternehmen einen einfachen und schnellen Einstieg in die Cross-Border-Marktplätze Chinas und deckt darüber hinaus generell alle wesentlichen Aspekte des internationalen E-Commerce ab: Von der Online-Bestellung, über die Bezahlung und Zollabwicklung bis zur Zustellung.

„Die Nachfrage für den Einstieg in den chinesischen Markt ist groß, jedoch bieten wir von BorderGuru unsere Dienstleistungen grundsätzlich allen Online-Händlern an, die international und grenzüberschreitend verkaufen und versenden wollen“, erklärt Malte Gosau, Managing Director bei BorderGuru.

Für den chinesischen Markt hat sich beispielsweise die Eröffnung eines Flagship-Stores auf einem der Cross-Border-Marktplätze, wie Alibaba oder Tmall Global bewährt. Dieser bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile: 90 Prozent der chinesische Käufer suchen ihre Waren auf Online-Marktplätzen. Mit vergleichbar wenig Aufwand ist eine hohe Sichtbarkeit gegeben, die darüber hinaus auch über eine hohe geografische und demografische Reichweite verfügt. Auch gibt es Einstiegshilfen für Marktneulinge sowie eine maximale Kostentransparenz.

Drogerieartikel aus Deutschland

Logistik

Singles Day 2017: Erneuter Umsatzrekord sorgt für zwanzigfaches Frachtvolumen im Hermes-Lager Kelsterbach. (© Hermes Germany)

Im Frühjahr 2017 begann beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen BorderGuru und der Drogeriekette dm. Das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe plante den Einstieg in den chinesischen Markt. Über Alibaba und den dazugehörigen Marktplatz Tmall Global wollte der Drogerieriese die eigenen Produkte direkt an chinesische Endkunden verkaufen. Hierfür suchte dm nach einer verlässlichen, integrierten Logistiklösung und entschied sich für Cainiao und Hermes/BorderGuru als europäischen Partner für den Transport. Nach einigen Testbestellungen wurde der dm-Shop im Frühjahr 2017 offiziell gelauncht. Seither betreut Hermes/BorderGuru dm und kümmert sich um die Transportlogistik der Waren.

„Wir holen die Pakete im Lager ab, führen die Exportverzollung durch und verbringen die Pakete per Luftfracht nach China. Dort übernimmt dann Cainiao die Ware bis zum Endkunden“, erläutert Gosau.

11/11 – Beispiellose Auswirkungen für Logistikdienstleister

Durch das Gesamtvolumen ist der 11/11 auch für Logistikdienstleister wie Hermes Germany ein Event der Superlative, mit beispiellosen Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. Das Lager in Kelsterbach, nahe des Frankfurter Flughafens, fertigt in der Regel knapp 1.000 Pakete pro Tag ab.

„Die Auswirkungen sind enorm. Am vergangenen Singles Day hat sich das Volumen im Vergleich zum Vorjahr verzwanzigfacht. In der Spitze haben wir allein in Kelsterbach 22.000 Pakete innerhalb von 24 Stunden abgefertigt. Im Schnitt waren es hier 20.000 Pakete pro Tag“, erklärt Riedel.

Ein Aufkommen, das bereits Monate im Voraus präzise geplant und vorbereitet wurde. Hierzu herrschte ein reger Austausch zwischen den beteiligten Parteien: Lagerdienstleister, BorderGuru, den Airlines wie z.B. Lufthansa Cargo und Hermes. Im Vorfeld wurden Prozesse, Frachtkapazitäten und SetUps besprochen.

„Durch unsere präzise Vorbereitung konnten wir die Fracht für 11/11 schneller als geplant abfertigen“, freut sich Carsten Riedel über die erfolgreiche Abwicklung des Mega-Events. „Die verarbeiteten Mengen zeigen, dass Hermes Germany und BorderGuru für das erwartete Wachstum im Cross-Border-Versand gut gerüstet sind“, fügt Malte Gosau hinzu.

Singles Day 2018 im Blick

Auch für den Singles Day 2018 werden wieder neue Rekorde erwartet. Zum einen, weil – ähnlich dem Black Friday und Cyber Monday – immer mehr Händler auch außerhalb Chinas den Singles Day bewerben, zum anderen, weil immer mehr internationale Marken den chinesischen Markt erschließen. Zukünftig könnten zum Beispiel auch Lebensmittel, aber auch Tiernahrung interessante wachsende Branchen sein.

„Generell sind viele Produkte aus Deutschland in China käuflich zu erwerben. Welche Branchen hier erfolgreicher sein werden, als andere ist aktuell schwer zu sagen. Wir gehen aber von Wachstum in allen Bereichen aus“, prognostiziert Carsten Riedel.

Mit Hilfe von Hermes Germany können sich Unternehmen mit fachkundiger Unterstützung international aufstellen und vom globalen E-Commerce profitieren. Gerade Full-Service-Lösungen können eine erfolgreiche Alternative zu einem selbst-gemanagten Einstieg sein, um unkompliziert von den Potenzialen der Märkte zu profitieren – pünktlich zum nächsten Singles Day.

Jan Bierewirtz

Jan Bierewirtz ist Bereichsleiter Business Development SCS bei Hermes Germany und zuständig für die Erarbeitung ganzheitlicher Supply Chain Lösungen. In dieser Funktion konzentriert er sich auf den internationalen Cross-Border E-Commerce, zudem auch Aktivitäten zum chinesischen Singles Day gehören.

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