eCommerce AnzeigeProfessionelle Suchmaschinenoptimierung & Webseitengestaltung Berlin
/ e-Commerce Studien & Fachartikel / Bestandsaufnahme: Wie bereit ist der Handel für das Weihnachtsgeschäft 2016?

Bestandsaufnahme: Wie bereit ist der Handel für das Weihnachtsgeschäft 2016?

Michel M. Dupré an 29. August 2016 - 15:27 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Michele M. Dupré - Verizon

Michele Dupré, Group Vice President of Retail, Hospitality und Distribution bei Verizon Enterprise Solutions

Der Einzelhandel bereitet sich schon im Sommer auf das Weihnachtsgeschäft vor und entwickelt Strategien für einen erfolgreichen Abverkauf. Immer häufiger kommt die Frage auf, was Händler tun können, um den technologieaffinen Verbrauchern ein maßgeschneidertes Erlebnis zu bieten, das diese mittlerweile erwarten. Hier eine IT-Checkliste mit wichtigen Positionen, die jeder Händler auf der Agenda haben sollte:

  • Ein agiles, aufmerksames Lieferkettenmanagement ist „King“. Hierfür werden Experten benötigt, die vor allem die letzten Kilometer der Produkte von der Produktion in die Hände der Verbraucher steuern. Sie werden immer mehr zum unverzichtbaren Bestandteil für den Erfolg des Einzelhandels. Tatsächlich eröffnet der Wettkampf um die letzten Kilometer für die Verbraucher jede Menge Lieferoptionen, zum Beispiel „Click and Collect“-Programme, Drive-thru-Abholschalter, automatischer Nachschub auf Abonnementbasis sowie weitere eCommerce-Optionen, mit denen der Einzelhändler die Erwartungen seiner Kunden erfüllt. Anbieter sollen jetzt ihre Logistiksysteme analysieren, um dafür zu sorgen, dass ihre Kunden die bestellten Waren zum gewünschten Zeitpunkt erhalten. Dazu muss sichergestellt sein, dass sämtliche Partner in der Lieferkette – von den Herstellern bis zu den Distributoren – wirksam und effizient miteinander kommunizieren.
  • Nutzerfreundliche digitale Schaufenster sind wichtig: Anbieter sollten häufiger testen, worauf ihre Kunden achten, wenn sie einem digitalen Pfad zu ihrer Website gefolgt sind. Werden die Kunden persönlich begrüßt und sind die Funktionen schnell und benutzerfreundlich abrufbar? Ist der Service und Support für den Kunden im Bedarfsfall leicht zu erreichen und wird dort ein zurückkehrender Kunden erkannt? Wie gut sind die Analysen für die Prognose von Bestandsmengen und Kundenpräferenzen? Wichtiger noch: Ist die vorhandene eCommerce- und mCommerce-Plattform in der Lage, auch hohe Lastspitzen zu Feier- und Aktionstagen zu bewältigen? Entscheidend für ein reibungsloses Betriebsmodell sind eine flexible und sichere Netzwerkinfrastruktur und eine solide IT-Hosting-Umgebung.
  • Eine tragfähige Unified-Commerce-Strategie bringt loyale Kundschaft: Den Kunden, seine Shopping-Präferenzen und seine Gewohnheiten zu erkennen, kann dazu beitragen, die gewünschte Markenloyalität zu erreichen. Hierbei ist es wichtig, die unterschiedlichen Kanäle wie online, mobil oder stationär gleichwertig zu behandeln.
  • Doch wie bekommt man die dazu nötigen Einblicke? Ein einheitlicher Blick auf die POS- und CRM-Systeme und dazu auf die eCommerce-, mCommerce-, In-Store- und Callcenter-Kanäle vermittelt einen Überblick. Diese Analyse trägt dazu bei, Abläufe zu beschleunigen und das Kundenerlebnis zu optimieren.
  • Der technisch versierte Saisonarbeiter als entscheidender Bündnispartner: Für das Feiertagsgeschäft holen Einzelhändler gerne Saisonarbeitskräfte an Bord. Hier sollte bei Mitarbeitern, die im eCommerce und in Distributionszentren zum Einsatz kommen, der technologische Hintergrund ein wichtiges Kriterium sein. Technische Fähigkeiten können sich hinter den Kulissen schnell als entscheidende Assets herausstellen.
  • Sicherheit unterstützen: In einer Zeit des Multichannel-Retailing müssen Unternehmen dafür sorgen, dass Online- und Mobility-Kanäle vor Cyberkriminiellen sicher geschützt werden. Während der EMV-Zahlungsstandard oder auch Chip und PIN bei Einkäufen im stationären Handel gegen Betrug helfen, konzentrieren sich Cyberdiebe eher auf Schwachstellen bei den digitalen Assets. Nutzen Sie Mobile-Device-Management zur Kontrolle des Mitarbeiterzugangs zu Unternehmensinformationen. Dazu zählen auch die Verschlüsselung von Daten, ein Virenschutz, das Remote-Sperren von Geräten und das Löschen kritischer Informationen auf den Endgeräten der Mitarbeiter.
  • Auf das Unerwartete vorbereitet sein. Naturkatastrophen, heftige Regenfälle und Unwetter sorgen für Umsatzeinbußen im Einzelhandel. Themen wie Business-Continuity und Disaster-Recovery gehören daher auf die Agenda der Geschäftsleitung. Auch permanentes Testen und Überwachen der Netzwerk-Redundanz und der Backup-Lösungen sind enorm wichtig, damit ECommerce-Plattformen und Ladengeschäfte bei einem Ausfall so schnell wie möglich wieder ans Laufen kommen.

Wie das Weihnachtsgeschäft 2016 laufen wird, ist letztlich nicht vorhersehbar. Man wird abwarten müssen, was die diesjährige Saison bringt, aber mit einiger Sicherheit lässt sich prognostizieren, dass Einzelhändler, die technologische Möglichkeiten umfassend nutzen und sich um ihre Kunden kümmern, auf der Gewinnerseite sein werden.

Michel M. Dupré

Michele Dupré ist Vice President bei Verizon Enterprise Solutions und ist für die Unternehmenskunden in den Bereichen Einzelhandel, Gastgewerbe & Distribution sowie für Kunden mit Sitz in Kanada verantwortlich. In ihrer Rolle ist sie zuständig für die Umsetzung der Vertriebsstrategie, die Kundenakquisition, dem Erzielen eines profitablen Umsatzwachstums sowie für die globale Kundenbasis zuständig. Ihre Organisation besteht aus Vertriebs-, Operations und Sales-Support-Mitarbeitern, die Business-Lösungen wie zum Beispiel Netzwerk- und Managed Services, Security, Mobility, Collaboration, Professional Services und Outsourcing managen.

More Posts

0 Kommentare beitragen

Senden Sie uns eine Mitteilung Hier

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest

Share This