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Akamai veröffentlicht seinen „State of the Internet“-Bericht zum dritten Quartal 2013

Redaktion an 28. Januar 2014 - 17:12 in e-Commerce Studien & Fachartikel
Akamai "State of the Internet"-Bericht zum dritten Quartal 2013

Akamai „State of the Internet“-Bericht zum dritten Quartal 2013

Akamai Technologies (NASDAQ: AKAM), ein führender Anbieter von Cloud-Services, mit denen sich Online-Inhalte und Business-Applikationen sicher bereitstellen und optimieren lassen, präsentiert seinen State-of-the-Internet-Bericht (1) für das dritte Quartal 2013. Über die Akamai Intelligent Platform (2) werden Daten gesammelt, die Einblick in wichtige Statistiken zur weltweiten Internetnutzung geben. Im aktuellen Report gibt es unter anderem Angaben zu Verbindungsgeschwindigkeiten, Cyber-Attacken sowie zur Netzwerkkonnektivität und -verfügbarkeit.

Der Bericht zum dritten Quartal 2013 enthält Daten zur Wahrscheinlichkeit von wiederholten DDoS-Attacken auf ein und das selbe Ziel, die anhaltenden Angriffe einer Gruppe, die sich selbst als Syrian Electronic Army bezeichnet, sowie Analysen, wie sich die Internet-Unterbrechungen in Syrien, im Sudan und in Myanmar auf den Akamai-Traffic ausgewirkt haben. Zusätzlich enthält der Report nach Netzwerktyp aufgeschlüsselte Daten zur Nutzung verschiedener mobiler Browser, die mittels Akamai IO (3) erfasst wurden.

Durchschnittliche und maximale Verbindungsgeschwindigkeiten: Europa verbucht wieder einen beeindruckenden Jahreszuwachs.

Im Vergleich zum Vorquartal war weltweit im dritten Quartal 2013 ein Anstieg der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit um 10 % auf nun 3,6 Mbit/s zu beobachten. In Europa erzielten die Niederlande (weltweit auf Platz vier) das höchste Quartalswachstum (plus 23 %) bei einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 12,5 Mbit/s.

Bei der weltweiten maximalen Verbindungsgeschwindigkeit ergab sich im dritten Quartal 2013 ein leichter Rückgang um 5,2 % auf 17,9 Mbit/s. Bei den europäischen Ländern in der Top-10-Liste erreichten die Niederlande (Platz neun) im Quartalsvergleich einen Zuwachs um 1,9 % (auf nunmehr 39,6 Mbit/s), während Rumänien (Platz sechs), Lettland (Platz sieben) und Belgien (Platz zehn) Rückgänge von 3,3 % (Lettland) bis zu 4,4 % (Rumänien) zu verzeichnen hatten.

Im Jahresvergleich aber zeigt sich, dass eine Reihe europäischer Länder ihre durchschnittliche maximale Verbindungsgeschwindigkeit gegenüber dem dritten Quartal 2012 um 20 % und mehr steigern konnten. Dazu zählen beispielsweise die Niederlande (plus 29 % auf 39,6 Mbit/s), die Tschechische Republik (plus 28 % auf 34,8 Mbit/s), Großbritannien (plus 27 % auf 35,7 Mbit/s), Schweden (plus 23 % auf 33,1 Mbit/s), Österreich (plus 23 % auf 30,4 Mbit/s), Rumänien (plus 22 % auf 45,4 Mbit/s), Norwegen (plus 22 % auf 28,2 Mbit/s) und Irland (plus 20 % auf 31,8 Mbit/s).

Breitbandverbindungen: Die jährliche Wachstumsrate übersteigt die 100-Prozent-Marke.

Auch im dritten Quartal 2013 verzeichnete Akamai erneut einen hohen Anteil an High-Broadband-Verbindungen in Europa, bei denen Geschwindigkeiten von mehr als 10 Mbit/s erreicht wurden. Mit einer Zunahme um 45 % gegenüber dem Vorquartal erzielten die Niederlande den größten Zuwachs, gefolgt von Dänemark (38 %), Belgien (36 %), der Tschechischen Republik (31 %), der Schweiz (6,7 %) und Lettland (3,7 %).

Einige europäische Länder erreichten bei den High-Broadband-Verbindungen ein besonders starkes Jahreswachstum. Auf Platz eins steht die Türkei mit einer Steigerung um 215 %, gefolgt von Frankreich (188 %), Großbritannien (151 %), der Tschechischen Republik (136 %), Irland (126 %), Belgien (117 %), Niederlande (106 %), Portugal und Deutschland (jeweils 104 %).

„Auch im dritten Quartal 2013 zeigte sich ein langfristiger Wachstumstrend bei den durchschnittlichen und den maximalen Verbindungsgeschwindigkeiten. Dies gilt auch für die Zunahme der weltweiten Breitband-Adoptionsrate. Wir gehen davon aus, dass diese Trends Belege für die kontinuierliche Verbesserung der Qualität und Geschwindigkeit von Internetverbindungen weltweit sind“, sagt David Belson, Autor des Berichts.

Attack Traffic und Portangriffe: Die meisten Angriffe zielen auf Port 445.

Akamai unterhält ein Netzwerk aus stillen Software-Agenten. Sie sind über das ganze Internet verteilt und loggen Verbindungsversuche, die von Akamai als „Attack Traffic“ eingestuft werden. Anhand der von den Software-Agenten gesammelten Daten kann Akamai erkennen, aus welchen Ländern der meiste Attack Traffic stammt und welche Ports am häufigsten ins Visier genommen werden. Dabei ist ein anhand der IP-Adresse identifizierbares Ursprungsland nicht unbedingt auch der Urheber des Angriffs. So kann beispielsweise ein Hacker in den USA gekaperte PCs in einem Land jenseits des Atlantiks für seine Angriffe nutzen.

Mit 35 % des gesamten Attack Traffic steht China wieder an der Spitze der Negativliste und verdrängte Indonesien (20 %) im dritten Quartal auf Platz zwei. Damit stammt mehr als die Hälfte des beobachteten Attack Traffic aus China und Indonesien. Die USA verbleiben mit 11 % auf Platz drei. Im untersuchten Quartal stieg der Anteil der Cyber-Angriffe aus Europa leicht an und liegt nun bei 13,5 %.

Mit 23 % zielten im dritten Quartal 2013 die meisten Angriffe auf Port 445 (Microsoft-DS). Der Spitzenreiter des zweiten Quartals, Port 80 (WWW [HTTP]), fiel mit 14 % auf den zweiten Platz zurück und auf dem dritten Platz findet sich der Port 443 (SSL [HTTPS]) mit 13 %.

Analyse der DDoS-Angriffe: Europäische Akamai-Kunden melden Anstieg um 22 %.

Neben dem erfassten Attack Traffic enthält der Bericht auch Informationen zu DDoS-Angriffen, die von Akamai-Kunden gemeldet wurden. Zum ersten Mal seit dem vierten Quartal 2012, als Akamai mit der Aufzeichnung von DDoS-Angriffen begann, ist die Zahl der Attacken im Quartalsvergleich gesunken: von 318 DDoS-Angriffen im zweiten Quartal auf 281 im dritten Quartal. In den ersten drei Quartalen 2013 registrierte Akamai jedoch bereits mehr DDoS-Angriffe (807) als im gesamten Jahr 2012 (768). Im dritten Quartal 2013 zielten 127 DDoS-Angriffe auf den Enterprise-Sektor, gefolgt von E-Commerce-Kunden mit 80, dem Mediensektor mit 42, dem öffentlichen Sektor mit 18 und den High-Tech-Unternehmen mit 14 DDoS-Angriffen. Während die europäischen Akamai-Kunden eine Zunahme der DDoS-Angriffe um 22 % verzeichneten, gingen die DDoS-Angriffe in Nordamerika im dritten Quartal um 18 % zurück.

Erstmals hat Akamai die Wahrscheinlichkeit ermittelt, mit der betroffene Unternehmen ein weiteres Mal mit einem DDoS-Angriff rechnen müssen. Von den 281 DDoS-Attacken im dritten Quartal waren 169 eine einmalige Aktion. 27 Akamai-Kunden waren ein zweites Mal, fünf ein drittes Mal und sieben sogar mehr als drei Mal das Angriffsziel. Erste Analysen zeigen, dass ein Unternehmen nach einem ersten Angriff innerhalb der nächsten drei Monate mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 % mit einer weiteren Attacke rechnen kann.

„Auch wenn die Zahl der DDoS-Angriffe im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorquartal gesunken ist, gehen wir dennoch davon aus, dass sich für das gesamte Jahr 2013 eine Steigerung gegenüber 2012 ergibt“, erklärt Belson. „Bis zum Ende des dritten Quartals 2013 waren es bereits mehr als im gesamten Vorjahr.“

Verbreitung von IP-Adressen

Im dritten Quartal 2013 stellten mehr als 760 Millionen IPv4-Adressen aus 239 Ländern und Regionen eine Verbindung zur Akamai Intelligent Platform her. Gegenüber dem zweiten Quartal 2013 bedeutet dies eine Steigerung um 1,1 %, gegenüber dem dritten Quartal 2012 um 11 %. Da sich hinter einer IP-Adresse mehrere Nutzer verbergen können – zum Beispiel wenn diese über einen Firewall- oder Proxy-Server auf das Internet zugreifen – schätzt Akamai die Gesamtzahl der Webnutzer, die im Berichtszeitraum eine Verbindung zur Akamai-Plattform hergestellt haben, auf deutlich über eine Milliarde.

Weltweit ermittelte die Akamai Intelligent Platform im dritten Quartal 2013 einen Anstieg um acht Millionen IPv4-Adressen. Im Jahresvergleich nahm die Zahl der mit der Akamai Intelligent Platform verbundenen IPv4-Adressen um 123 Millionen zu. Unter den weltweiten Top-Ten verzeichneten die europäischen Länder gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum bei den IPv4-Adressen, das von 10 % in Großbritannien (in der Top-10-Liste auf Platz 6) bis zu 0,7 % in Deutschland (in der Top-10-Liste auf Platz 4) reicht.

IPv6-Adoption: Europa ist weltweit führend.

Der Bericht zum dritten Quartal enthält erstmals Daten zur IPv6-Verbreitung, die von der Akamai Intelligent Platform ermittelt wurden. Europa ist mit sieben Ländern in der Top-10-Liste vertreten und damit klar führend bei der IPv6-Adoption. Umgekehrt hat es nur Japan aus der Region Asien-Pazifik in die Top-10-Liste geschafft.

Im Verlauf des dritten Quartals 2013 stieg der IPv6 Traffic Level auf der Akamai Intelligent Platform von knapp über 176.000 Hits/Sekunde auf 277.000 Hits/Sekunde. Zudem ergibt sich beim IPv6 Traffic ein typisches Muster im Wochenverlauf. Der deutliche Rückgang am Samstag deutet auf eine stärkere Verbreitung von IPv6 in den Unternehmensnetzwerken als bei typischen Consumer ISPs hin. In den kommenden Reports plant Akamai, weitere Informationen zur IPv6-Verbreitung zu veröffentlichen.

Mobile Verbindungen

Die durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeiten für mobile Netzwerkbetreiber reichten im dritten Quartal 2013 von 0,6 Mbit/s bis hin zu 9,4 Mbit/s in der Spitze. Bei der maximalen Verbindungsgeschwindigkeit ergaben sich Werte von 2,4 Mbit/s bis zu 49,8 Mbit/s. 18 Betreiber brachten es auf durchschnittliche Geschwindigkeiten im Breitbandbereich (mehr als 4 Mbit/s). Europäischer Spitzenreiter bei der durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit war mit 9,1 Mbit/s ein Mobilfunkbetreiber aus Russland, gefolgt von einem Betreiber aus der Ukraine (8,7 Mbit/s) und Österreich (7,1 Mbit/s).

Von Ericsson erhobene Daten zeigen, dass das Datenvolumen für den mobilen Traffic im Vergleich zum Vorjahresquartal um 80 % und gegenüber dem zweiten Quartal 2013 um 10 % angestiegen ist.

Einer Analyse der mit Akamai IO im dritten Quartal ermittelten Daten zeigt, dass 38 % aller Anfragen von Android-Webkit-Browsern stammen und etwas weniger als 24 % von Apple-Mobile-Safari-Browsern. Werden nur die mobilen Endgeräte berücksichtigt, bringt es Apple Mobile Safari auf knapp über 47 % und Android Webkit auf 33 %.

Die Highlights aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Bei den High-Broadband-Verbindungen konnte Deutschland (Platz 16 in der EMEA-Region) im Vergleich zum letzten Quartal ein Wachstum um 13 % erzielen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren es sogar 104 %. Immerhin 17 % aller Verbindungen in Deutschland laufen mit mehr als 10 Mbit/s und gelten den Definitionen des Reports zufolge als High-Broadband-Verbindungen. Österreich landet mit einem Quartalsanstieg um 35 % (90 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und einem Gesamtanteil an High-Broadband-Verbindungen von 23 % deutlich vor Deutschland auf Platz 11 in der EMEA-Region. Die Schweiz (plus 6,7 % im Vergleich zum letzten Quartal und plus 75 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) belegt hinter den Niederlanden Platz 2 in der EMEA-Region. 39 % aller Verbindungen in der Schweiz sind High-Broadband-Verbindungen.

Bei den Durchschnittsgeschwindigkeiten verzeichnete Deutschland (7,6 Mbit/s) ein Wachstum von 4,1 %, die Schweiz (11,6 Mbit/s) von 5,3 % und Österreich (9,3 Mbit/s) von 15 %. Führend in der DACH-Region ist die Schweiz auch bei der Spitzengeschwindigkeit mit einem Wert von 38,4 Mbit/s (Platz 5 in der EMEA-Region). Mit jeweils 30,4 Mbit/s landen Deutschland und Österreich nur auf Platz 14 und damit im Mittelfeld.

Ergänzend zum State of the Internet Report gibt es ab sofort von Akamai im Apple App Store (4) eine App für iPhones und iPads. Die App bietet einen komfortablen, interaktiven Zugriff zu den Daten des Berichts, beispielsweise zu den IP-Adressen, dem Attack Traffic, der Verbindungsgeschwindigkeit und der Verbreitung von Breitbandverbindungen.

Der „State of the Internet“-Quartalsbericht von Akamai basiert auf Daten, die das Unternehmen über seine weltweit verteilte Internetplattform sammelt. Der Bericht enthält Daten über Cyber-Attacken, Breitbandverbindungen, mobile Verbindungen und andere Themen, die für das Internet und seine Nutzung relevant sind, sowie Aussagen zu Trends, die sich aus den Daten ableiten lassen.

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