Eine neue Studie der Such- und Vergleichsplattform für Unternehmenssoftware, GetApp, untersucht die Nutzung, sowie die Vor- und Nachteile von Social und Voice Commerce. Für diese Umfrage befragte GetApp im November 2021 insgesamt 940 Teilnehmer aus Deutschland. Die Befragten sind über 18 Jahre alt und haben in den letzten 12 Monaten online eingekauft. Die Anzahl der Befragten variiert pro Frage, abhängig von den Antworten auf die vorherigen Fragen. Highlights der Studie:

  • 42 % shoppen über soziale Medien, 19 % kaufen über Sprachbefehle ein.
  • Die größten Vorteile von Social Commerce: Produkte zu entdecken, die man sonst nicht gefunden hätte (55 %) und ein schnellerer Kaufprozess (47 %)
  • Jeder Zweite hat bereits negative Erfahrungen mit Einkäufen über soziale Medien gemacht.
  • 48 % nutzen Voice Commerce nicht, weil sie das entsprechende Gerät dafür nicht besitzen.
  • Der größte Nachteil von Voice Commerce: Das Produkt nicht sehen zu können

Warum kaufen Deutsche über Social Media ein?

42 % der deutschen Online-Shopper nutzen bereits soziale Medien für ihren Online-Einkauf. Dabei wurde jeder Zweite (48 %) über einen Rabattcode gelockt. 32 % geben an, dass es sich um einen Impulskauf handelte und für 30 % war das begrenzte Angebot ausschlaggebend für ihren Einkauf. Wenn es um die Vorteile geht, schätzen die Konsumenten am meisten die folgenden Aspekte:

  • Man entdeckt Produkte, die man sonst nicht gefunden hätte (55 %)
  • Der Kaufprozess ist schneller (47 %)
  • Durch die Verwendung einer einzigen App ist alles an einem Ort (32 %)

Große Bedenken vor Tracking der Online-Aktivitäten und Betrug

Das Tracking der Einkaufsgewohnheiten und Online-Aktivitäten durch die sozialen Medien stellt für die Befragten eine der größten Sorgen dar. Tatsächlich ist dies für 50 % der Teilnehmer, die noch kein Social Commerce nutzen, der entscheidende Grund dafür, nicht über Social Media einzukaufen. Für 46 % hält die Angst vor Betrug, wie zum Beispiel der Erhalt gefälschter Produkte oder Nichterhalt der gekauften Ware, sie davon ab über Social Media einzukaufen.

Die Hälfte der Social-Shopper hat negative Erfahrungen gemacht

51 % der Konsumenten, die über Social Media eingekauft haben, geben an, damit eine negative Erfahrung gemacht zu haben. Für 12 % war das sogar schon mehrfach der Fall. Dabei spielte vor allem Betrug eine entscheidende Rolle.

  • 46 % haben das Produkt, das sie gekauft haben, nie erhalten.
  • 38 % sagten, das Produkt entsprach nicht der Werbung und erfüllte somit nicht ihre Erwartungen.
  • 21 % haben eine Fälschung eines Markenprodukts erhalten

Jeder Fünfte kauft über Alexa, Siri und Co. ein

Die Studie ergab, dass 19 % der Online-Shopper bereits Voice Commerce nutzen. Dabei werden am häufigsten elektronische Produkte (38 %), Kleidungsstücke (30 %) und Kosmetika (29 %) eingekauft.  Zu den größten Vorteilen zählen die Teilnehmer die Zeitersparnis durch die schnellere Kaufabwicklung (46 %) und die Bequemlichkeit durch die Freihand-Technologie (41 %).

Highlights der Studie auf einen Blick

Highlights der Studie auf einen Blick

Die größten Hürden des Voice Commerce

81 % der Verbraucher kaufen noch nicht per Sprachbefehl ein. Das liegt vor allem daran, dass sie das entsprechende Gerät (z.B. Alexa oder Google Home) nicht besitzen (48 %). Zudem fühlen sich 25 % unwohl, ein Gerät zu besitzen, das ständig zuhört. Jeweils 21 % wussten nicht, dass sie Produkte per Sprachbefehl kaufen können oder haben Angst, dass sie durch Sprachbefehle falsche Produkte erhalten.

Zu den größten Nachteilen von Voice Commerce zählen Verbraucher außerdem, dass sie das Produkt nicht sehen können (49 %) und, dass das Aufgeben neuer Bestellungen mit einer sehr präzisen Aussprache erfolgen muss (40 %).