Karsten Schneider

Karsten Schneider

Herr Schneider, wie sind Sie eigentlich auf das Thema Cashback gestoßen?

Ich habe einige Jahre in den USA gelebt und gearbeitet und nutzte eine Kreditkarte mit Cashback-Funktion. Irgendwann flatterte ein Scheck ins Haus und ich freute mich über ein nettes kleines Sümmchen. Das war mein erstes persönliches Cashback und ich dachte mir, das muss doch auch ohne Scheck und im Onlinehandel funktionieren?

Das war wann?

2007 haben wir Andasa gegründet. Oberstes Prinzip war für mich Einfachheit und Transparenz. Der Kunde registriert sich nur mit einer E-Mail und einem Passwort auf unserem Portal und wird an die dort von uns zusammengeführten Onlinehändler vermittelt. Der Kunde bekommt seinen Einkauf mit einem fixen Bargeldbonus vergütet, der aber nicht sofort, sondern erst ab einem angesammelten Kontostand von 30 Euro ausgezahlt wird.

Warum diese Hürde?

Weil wir als Kundenzielgruppe nicht die Schnäppchenjäger sondern die Bonus-Sammler im Auge haben. Wir vermitteln ja zwischen den Interessen der Online-Shopper und der Online-Händler. Die einen wollen sparen, die anderen sind an Kunden interessiert, die möglichst nicht nur einmal einkaufen, sondern Stammkunden werden. Das lässt sich am besten über das Prinzip der Nachhaltigkeit realisieren. Wir erweitern so den Ansatz von der bloßen Kundengewinnung zur Kundenbindung. Kurz gesagt: ein von uns vermittelter Kunde ist für den Shop wertvoller, als einer, der nur einmal wegen dem günstigsten Preis kauft und dann nie wieder.

Im Gegensatz zu Mitbewerbern setzten Sie bei Andasa auf einen Fixbonus, warum?

Das hat etwas mit Kalkulation und Verlässlichkeit zu tun. Wir zahlen zwei und fünf Prozent Bonus aus. Zwei Prozent sind immer drin, fünf gibt es in der sogenannten „Take Five“ Kategorie, in der wir mit wöchentlich wechselnden Partnern ein besonderes Angebot machen. So weiß der Kunde von vornherein, was er zu erwarten hat. Wie gesagt, wir setzen nicht auf die Schnäppchen-Jäger, sondern die Bonus-Sammler und ein nachhaltiges System.

Wie viele Partnershops haben Sie und wie viele Nutzer?

Die Zahl der Andasa-Partnershops liegt aktuell bei 3488, so viele hat kein anderer unserer Mitbewerber in Deutschland zu bieten. Die Zahl der Nutzer liegt knapp über 240.000. Mit diesem Potential haben wir im Jahr 2014 beim vermittelten Umsatz erstmals die 100 Mio. Euro Grenze überschritten.

Wo läuft es am besten?

Die umsatzstärkste Kategorie ist die Reisebranche. Dort herrscht ein starker Wettbewerb und die Anbieter benutzen das Prinzip Cashback schon lange und haben keine Berührungsängste. Das wird in saisonalen Sonderaktionen auch viel mit Festsummen als Bonus gearbeitet, was die Urlaubskasse schön aufbessert.

Wäre Ihr System auch auf den stationären Handel übertragbar?

Wir sind im E-Commerce zuhause und dort wollen wir auch weiter expandieren. Wobei es für unsere Nutzer auch die Möglichkeit gibt, im stationären Handel Bonus zu sammeln. Mit der Advanzia Bank als Partner bieten wir die Andasa-Card an. Das ist eine dauerhaft kostenfreie Mastercard Gold mit Cashback Funktion. Die sichert zusätzlichen Bargeldbonus an weltweit 35.000 Akzeptanzstellen. Im Prinzip genauso eine Karte, die mich auf die Idee gebracht hat, in dieses Geschäft einzusteigen.

Herr Schneider, vielen Dank für das Gespräch.