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Willkommen in Klub: Brands4Friends und der Reiz des Exklusiven

Gabriel Wohlfahrt an 16. Februar 2013 - 07:58 in e-Commerce Highlights
Perfekt in Szene gesetzt

Perfekt in Szene gesetzt ©Brands4Friends

Gerade weil sich Webdesigner im Shoppingbereich darüber den Kopf zerbrechen, den Kunden mit so wenigen Klicks wie möglich an die Ware zu führen, macht das Exklusive natürlich nicht nur Neugierig, sondern sogar begehrenswert. Schließlich ist die Sexyness eines Produkts, wenn man jene mit reinster Kauflust übersetzt, extrem hoch, bis man sich endlich das Produkt gekauft hat. Eben noch das Begehren verstärkt, weil der Zugang dazu gar nicht so leicht ist. Ein Flirt also oder die ewige Liebe? Selbst wenn man jenen Artikel irgendwann doch ein wenig unbefriedigt und schon wieder auf der Jagd zu allen anderen in den Schrank hängt oder neben all den anderen Souvenirs in der Garage parkt. In dem Fall war es wohl die Jagd, die uns alle reizte, dort zu kaufen.

Besucht man nun zum ersten mal die Webseite Brands4Friends, fühlt man sich zuerst ausgesperrt, so als wäre man vor der Clubtüre eines wirklich tollen Clubs, und der Türsteher ließe einen warten. Genau den selben unscharfen Eindruck den man hat, wenn man durch beschlagene Scheiben versucht, einen Blick auf das Szenario zu erheischen, erfährt der Interessierte auf deren Webseite. Zu allererst begrüßt einen eine anonym den Weg ins Glück versperrende Registrierungs-Seite, eine Art Clubausweiß, ohne den man noch nicht einmal bummeln darf. Und undeutlich im Hintergrund, durch den Gaußschen Weichzeichner unscharf gepixelt, sieht man das eigentliche Portal der Webseite durchschimmern. Freundlicherweise kriegt man in etwa eine Vorstellung davon, welche Marken einen erwarten, sie sind die Sterne, die sich das Portal selbst gibt, oder wie eine Rotary-Club-Plakette, die wiederholt darauf deutet, das es dort drinnen schon toll sein muss, einfach so anonym bummeln aber nicht erlaubt ist.

Der aufgeklärte Mitteleuropäer weiß natürlich, worauf er sich einlässt, und das es sich dabei um einen Marketing-Trick handelt. Und ebenso lässt sich erahnen, das Brands4Friends wenigstens eine Kunden-Email nach dem Besuch mehr besitzt, auch falls der Kunde kurz vor Kauf abspringen sollte. Und das geht schon OK, schließlich durfte man ja einen Blick auf die wertvollen Auslagen erheischen.

Hat man sich also endlich registriert, bekommt man eine Email, über die man sich einloggen darf. Das Spiel geht weiter, der Kunde wird beäugt. Die nebulöse Aussage „ganz auf deine Wünsche abgestimmt“, versucht einem noch mehr wertvolle Kundenprofil-Daten aus der Tasche zu ziehen. Erinnert das nicht auch an den faden Beigeschmack, der sich einstellte wenn man früher von den eigenen Eltern hören musste, „man wollte doch nur das Beste für einen?“

Ganz einsame Menschen haben sogar die Möglichkeit anzuklicken, das sie gerne angerufen werden. Moment! Wer bummelt hier eigentlich bei wem? Natürlich ist jegliche Paranoia an der Stelle etwas übertrieben, oder zumindest handelt es sich dabei um nichts, was jenen Kunden erschrecken kann der gerne online-affin wie er ist, auch im Netz kauft. Bleibt nur die Frage: Reichen etwa Cookies nicht mehr aus, um ein veritables Kundenprofil zu erstellen?

Der umsichtige Kunde hat natürlich neben dem Marktforschung-Intro die Möglichkeit, jenes zu ignorieren und über die Top-Navigation in den wichtigen Outlet-Bereich vorzudringen.

Brands4Friends versteht sich, um jetzt einmal einen perspektivischen Blick von außen zu bieten, als Klub, in dem es eben sehr günstige Outlet-Posten zu kaufen gibt. Also Restposten. Und hier dämmert auch der Sinn hinter den Fragebögen, denn natürlich wird nicht von der Stange Saisonwear ge- und verkauft, sondern Restposten und Einzelstücke. Da erklärt es sich von selbst, das der Kundenfilter nur ein Gadget ist, das Kunde und mögliche Ware möglichst schnell und ohne Umwege zusammenbringen will.

Einkaufen macht Spaß

Einkaufen macht Spaß ©Brands4Friends

Aus dieser Perspektive erinnert das Vorgehen sogar an die Vor-Filter einer Online-Single-Börse. Verschwörungstheoretiker und alle, die sich schon hingerissen fühlen, vom „gläsernen Menschen“ zu sprechen, blicken also nach dem Filtervorgang sogar schon auf eine Auswahl an Produkten, die eventuell das eine oder andere Bonbon mit sich bringen könnte. Hat man jedoch den Kundenfilter umgangen, bleibt es nicht aus, sich erst einmal einer bunten Mischung an Markenkategorien auszusetzen, so findet man den Banner der Firma JoyDivision, die weder etwas mit dem berühmten schweren Kriegsgerät noch mit der melancholischen Waveband, die sich nach diesem Kriegsgerät benannt hat, im Schilde führt, sondern sich eher um handliche und kurzes Glück versprechende Lovetools kümmert. Gleich daneben: Timberland-Hemden, im Saison-Verkauf und darunter Kinderspielzeug. Da macht der Filter also Sinn, er ist sogar das Konzept hinter dem Kunden-Waren-Kontakt.

Beachtenswert ist nicht nur die breite der Produktpalette, sondern auch die günstigen Preise, denn Brands4Friends bietet. Nicht wenige Artikel sind sogar bis zu 70% günstiger

Also bleibt das Klub-Portal trotz des nebulösen Starts für Erstkunden ein prima Plattform zum stöbern und bummeln, gerade auch die Filter haben den Reiz, den Kunden ganz beiläufig Artikel zu präsentieren, die in ihm oder ihr ein überraschtes „das habe ich schon lange gesucht“ entlocken könnte. Hier kann man sich also prima verlieren und das einzige Risiko, das auftauchen könnte, ist die wenige Zeit, die für andere Portale übrig bleibt.

Gabriel Wohlfahrt

Seit seinem Studium der technischen Redaktion beschäftigte sich Gabriel Wohlfahrt mit den Kommunikationsaspekten der Wissensvermittlung auf B2B- und B2C-Seite in Text und Bild. Durch seine breit gefächerten beruflichen Tätigkeiten ergänzt er sein journalistisches Spektrum um Aspekte aus der Betriebswirtschaft, Marketing, Public Relations, SEO und dem Digitalen Markt.

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