BÄR Schuhe

BÄR Schuhe

Die Firma BÄR ist eine dieser viel zitierten Hidden Champions, die den deutschen Mittelstand so stark und einzigartig auf der Welt machen. Bodenständigkeit verbunden mit Innovationskraft sind die Markenzeichen, welche die global starke Position entscheidend ausmachen. Seit mehr als 30 Jahren verwöhnt das Familienunternehmen aus Bietigheim-Bissingen seine Kunden mit qualitativ hochwertigen und fußgerechten Schuhen. Was damals in Folge schmerzender Füße des Firmengründers Christian Bär als kleine Manufaktur im beschaulichen Schwabenland begann, ist längst ein erfolgreich und international agierender Multi-Channel-Player geworden. Die BÄR GmbH produziert heute jährlich bis zu 200.000 Paar Schuhe der Marken BÄR® und Joe Nimble®.

Zur zuverlässigen und kundenorientierten Abbildung der im Gleichschritt mit der dynamischen Geschäftsentwicklung rasant komplexer und internationaler werdenden internen Geschäftsprozesse sowohl im Katalog- und Online-Geschäft setzt BÄR® seit 2012 auf die Software SPH-Dynamics AX der SPH AG aus dem benachbarten Stuttgart. Das Kassensystem SPH-POS bindet seit 2013 auch die derzeit 25 stationären Ladenlokale nahtlos in den Multi-Channel-Vertrieb ein.

State-of-the-art Ecommerce bereits seit 2012

„Wir haben angesichts unseres erfreulichen Wachstums und der fortschreitenden Internationalisierung unseres Geschäftes bereits im Jahr 2011 erkannt und beschlossen, unser Unternehmen möglichst investitionssicher für die Zukunft technologisch neu aufzustellen“, erinnert sich Geschäftsführer Sebastian Bär.

Übergeordnete Zielsetzungen seien dabei gewesen, den Workflow über die gesamte Wertschöpfungskette effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten sowie durch die Integration neuer Kommunikationswege, Zahlungsweisen und Shop-Anbindungen noch kundenfreundlicher zu werden. Last but not least sollten auch die technischen Voraussetzungen für eine möglichst wirtschaftliche Erschließung neuer Märkte geschaffen werden.

Im April 2012 wurde das mit dem Wachstum überforderte Altsystem eingefroren, eine Datenmigration durchgeführt und mit dem Einsatz der Software SPH-Dynamics AX gestartet.

Mit der SPH-Software verfügte BÄR über eine komplette kaufmännische Lösung für die Finanz-, Kreditoren-, Debitoren- und Anlagenbuchhaltung sowie für die Kostenrechnung. Darüber hinaus sind ein CRM-System, ein BI-System, ein Einkaufssystem und ein ERP-System mit allen Anforderungen der Warenwirtschaft inklusive der bedeutsamen Logistikanforderungen eines Versenders Bestandteil des Gesamtpaketes. Damals wurden die stationären Filialen noch nicht abgelöst, sondern über eine Schnittstelle an die neue Microsoftlösung angeschlossen.

Übergang zum nahtlosen Multi-Channel-Vertrieb

Auf dem Weg zu einem letztlich tatsächlich voll integrierten, nahtlosen Gesamtsystem über alle Vertriebskanäle entschied sich die BÄR GmbH im Jahr 2013, für die stationären Ladengeschäfte das zu diesem Zeitpunkt ganz neue Kassensystem SPH-POS einzuführen. Diese funktionsreiche Anwendung basiert auf Microsoft Dynamics AX for Retail und stellt die vollständige technologische Integration aller Vertriebskanäle von Multi-Channel-Akteuren sicher. SPH-POS bietet alle Funktionalitäten eines modernen Kassensystems von der Schichteröffnung, über die Abdeckung mannigfaltiger Zahlungsarten, Berücksichtigung von Rabatten bis hin zum Druck von Zwischenberichten oder dem Kassensturz zum Tagesabschluss mit Z-Bericht. Die intuitive Menüführung des Systems erlaubt eine schnelle, zielgenaue und komfortable Bedienung mit überschaubarem Schulungsaufwand.

Der zentrale Vorteil ist jedoch – und dieser war für BÄR das entscheidende Argument für die Einführung des Systems – dass mit dem Kassensystem am POS der vollständige Zugriff auf sämtliche Daten aus Warenwirtschaft und Kundenhistorien aus dem Versandhandelsgeschäft möglich ist. Dadurch stehen BÄR auch in den Ladenlokalen vielfältige Funktionen zur Verfügung, die zuvor nur im klassischen Versandhandel über einen Webshop oder ein Call Center durchführbar waren. Hierzu gehört auch die integrierte Retourenabwicklung. Auch können am POS problemlos, schnell und bequem Datensätze für Neukunden in das integrierte Gesamtsystem aufgenommen werden, so dass diese beim nächsten Kundenkontakt über jeden beliebigen Verkaufskanal verfügbar sind.

Häufig nachgefragte Services, die unter anderen mit SPH-POS möglich wurden, sind das so genannte click and collect, also die Online-Bestellung mit Abholung in einem Ladenlokal oder umgekehrt die Lieferung nach Hause, sollte bei einem Besuch am POS beispielsweise einmal ein Artikel ausnahmsweise nicht verfügbar sein.

„Die Einführung von SPH-POS war für uns in erster Linie eine bewusste Entscheidung für noch mehr Service für unsere Kunden“, sagt Geschäftsführer Sebastian Bär. „Wir können den Kunden mit dem neuen System noch mehr Dienstleistungen an der Schnittstelle zwischen On- und Offline-Vertrieb bieten und sehen dies als zusätzlichen Komfort für die Käufer unserer Qualitätsschuhe.“

Planmäßiger Roll-Out 2013 und Update 2014

Der Roll-Out des Kassensystems fand nach einem zwischen BÄR und der SPH AG abgestimmten Zeitplan im zweiten Halbjahr 2013 statt. Im Rahmen dieser Aktion wurden sukzessive und planmäßig alle derzeit 25 BÄR- und Joe Nimble-Ladenlokale in Deutschland mit SPH-POS ausgestattet und so nahtlos an das integrierte Gesamtsystem angeschlossen.

Bereits im April/Mai 2014 fand ein erstes Update des Systems statt. Hierbei wurden neue zusätzliche Funktionen zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit ausgerollt. Der wichtigste Punkt dabei war, dass BÄR seither in der Lage ist, die Bestände über alle Filialen alle 15 Minuten zu aktualisieren und die Verkaufsdaten auszutauschen. Mit diesem Feature wurde die gesamte Warenverfügbarkeit noch transparenter und die Disposition der Filialen optimiert. Derartige Updates sind bei allen Softwareprodukten der SPH AG ein kontinuierlicher Standard.

Bilanzierend kann aus technologischer Sicht konstatiert werden, dass BÄR mit der Einführung von SPH-POS die Lücke zwischen On- und Offline-Vertrieb erfolgreich geschlossen hat.

Aus Unternehmenssicht hat das Fazit freilich einen anderen Fokus: „Unser primäres Ziel war es, die Zufriedenheit unserer Kunden noch weiter zu steigern“, so Sebastian Bär. „Wir verfügen über zuverlässige Hinweise, dass uns dies gelingt.“