Michael Buller, VIR Vorstand, Andreas Sernetz, CEO Fairplane Passenger Service GmbH, Christian Holnaicher, Key Account Manager Wirecard AG und Ulf Valentin, Leiter Social Media HRS

Michael Buller, VIR Vorstand, Andreas Sernetz, CEO Fairplane Passenger Service GmbH, Christian Holnaicher, Key Account Manager Wirecard AG und Ulf Valentin, Leiter Social Media HRS

Produkte rund um das Fliegen sind die Sieger des diesjährigen VIR Sprungbrett-Wettbewerbs, der gestern im Rahmen der VIR Online Innovationstage im Marshall-Haus in Berlin stattfand: Das Hamburger Start-up Seat 4a setzte sich mit seiner Smartphone-App Flying in der Nachwuchskategorie durch. In der Kategorie Established gewann die Verbraucherschutz-Plattform Fairplane.net, die für Flugpassagiere Ausgleichszahlungen bei Fluglinien einfordert. Beide Unternehmen präsentierten ihre Ideen mit neun Mitkonkurrenten im Rahmen eines spannenden Elevator Pitches. Dabei hatten sie jeweils sieben Minuten Zeit, um die rund 70-köpfige Jury – darunter Geschäftsführer und Entscheidungsträger der VIR-Mitglieder, VIR-Förderer und VIR-Beiräte – von ihrem Produkt zu überzeugen.

Besonders aufmerksam wurden die Ideen der sieben Bewerber in der Start-up Kategorie verfolgt. Denn hier gilt es, einer besonders vielversprechenden Geschäftsidee mit einem attraktiven Preispaket den Markteintritt in der Online-Touristik zu erleichtern. Über die Siegpreise mit einem Gesamtwert von über 30.000 Euro durfte sich in diesem Jahr Panos Meyer mit Seat 4a freuen, der mit der Smartphone-App Flying eine mobile Applikation für Flugpassagiere vorstellte. Die App verfügt über nützliche Informationen zu Abflugzeiten oder Verspätungen, bietet einen Überblick zu vergangenen Flügen und hat auch eine soziale Komponente: Flying ermöglicht die Vernetzung mit anderen Reisenden. „Ihr bringt neben einem vielversprechenden Produkt auch die Leidenschaft und den unbedingten Willen mit, die notwendig sind, um in dieser Industrie mit einem Start-up Unternehmen Erfolg zu haben“, betonte VIR-Vorstand Michael Buller bei der Preisübergabe.

„Der Sprungbrett-Sieg kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt“, freute sich Panos Meyer von Seat 4a, der das Rollout der Smartphone-App Flying mit seinem Team zunächst für die Zielmärkte Europa und USA vorbereitet.

„Von allen Elementen des Preispaketes können wir in den nächsten Wochen stark profitieren, und unseren Markteintritt entsprechend professionalisieren.“

Das Siegerpaket für Seat 4a umfasste ein Preisgeld von HRS in Höhe von 5.000 Euro, wahlweise eine Pressekonferenz oder einen Stand auf der ITB Berlin 2014, eine Studie in Zusammenarbeit mit der Internationalen Hochschule Bad Honnef, PR-Starthilfe durch die Agentur Wilde & Partner, eine rechtliche und steuerliche Beratung durch Beiten Burkhardt sowie einen Gutschein von Power4Projects in Höhe von über 3.000 Euro, der auf die Erstellung eines öffentlichen Fundings angerechnet werden kann.

Die Vorjahressieger in der Sprungbrett Start-up Kategorie, das Liftticket-Buchungsportal www.snowbon.com, habe nachhaltig vom Gewinn profitieren können, berichteten die Geschäftsführer Tim Huonker und Stefan Senft gestern in einem Rückblick vor dem Branchenpublikum.

„Wir wären mit unserem Portal vom Angebot und auch von seiner Wirtschaftlichkeit nicht dort, wo wir heute stehen“, bekräftigte Tim Huonker.

Vor allem das große Netzwerk an erfahrenen Touristikern, das ihnen der VIR eröffnet hat, sei von unschätzbarem Wert gewesen. VIR-Vorstand Michael Buller zeigte sich stolz darauf, dass alle fünf bisherigen Sprungbrett Start-up Gewinner die wertvollen Leistungen, die mit dem Sieg verbunden sind, sowie die VIR-Plattform zur Vernetzung mit Größen in der Branche hervorragend für sich genutzt haben. Mit über 40 Bewerbern hatten sich in diesem Jahr so viele Start-up Unternehmen wie nie zuvor beim Sprungbrett beworben.

Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenter Travel und Logistics der Messe Berlin ergänzte: „Travel Technology zählt zu den wichtigsten Pfeilern der internationalen Reiseindustrie. Als Mitveranstalter der VIR Online Innovationstage freuen wir uns, dass auch dieses Jahr wieder so viele junge Gründer und etablierte Unternehmen gleichermaßen ihre Innovationsfreude unter Beweis gestellt haben und mit ihren zukunftsweisenden Ideen zum weiteren Wachstum der Branche beitragen.“

Den diesjährigen zweiten Platz in der Nachwuchskategorie des Sprungbrett-Wettbewerbs belegte die KR Media GmbH mit dem Portal www.klassenreisen.de, das neue Maßstäbe im Marktsegment der Klassenfahrten setzen will und kurz vor dem Launch der Website steht. Auf dem dritten Platz landete Citties aus Berlin mit der gleichnamigen Städte-App, die sich noch im Projektstatus befindet.

In der Kategorie der bereits etablierten Online-Unternehmen setzte sich in diesem Jahr Fairplane vor HRS und Wirecard durch. Mit seiner Plattform hilft Fairplane Passagieren dabei, Ansprüche auf Ausgleichszahlungen gegenüber Fluglinien bei Flugverspätungen, Annullierungen und Überbuchungen geltend zu machen und durchzusetzen. „Wir erfahren eine große Akzeptanz von Seiten der Verbraucher und bearbeiten derzeit mehr als 15.000 Fälle parallel“, betonte Geschäftsführer Andreas Sernetz vor der Wettbewerbsjury.

Die Plätze eins bis drei in beiden Sprungbrett-Kategorien können sich neben der Auszeichnung durch den VIR über eine einjährige Mitgliedschaft im Travel Industry Club (TIC) freuen. Die Plätze vier und fünf erhalten ferner einen Mietwagen-Gutschein von Sunny Cars.