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Nach Angaben des Bundeskriminalamtes beträgt die in 2013 durch Wirtschaftskriminalität registrierte Gesamtschadenssumme in Deutschland rund 3,8 Mrd. Euro. Dies sind knapp 2 Prozent mehr als im Vorjahr. In 13 Prozent der Fälle wurde nach Angaben des Bundeskriminalamtes dazu das Internet genutzt. Der Hauptteil lag dabei bei Fraud.

Diese Zahlen sind allerdings nach Berechnungen der bbw Hochschule deutlich zu niedrig: Die tatsächlich durch Fraud verursachten Schadenssummen sind allein in den Segmenten Online-Einzelhandel und Online-Grosshandel wesentlich höher:

  • Im Online-Einzelhandel wird im Jahr 2014 nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) e.V ein Umsatz von 38,7 Milliarden Euro erwartet. Hiervon entfallen durchschnittlich ca. 5 Prozent der Umsätze auf durch Fraud verursachte Schadensfälle, was Umsatzeinbußen von ca. 1,185 Mrd. Euro in 2014 bedeutet. Die durch Fraud im Online-Einzelhandel verursachten Umsatzeinbußen steigen somit von ca. 1,185 Mrd. EUR in 2010 auf ca. 1,855 Mrd. EUR in 2014. Dies entspricht einer Steigerung von 63 Prozent.
  • Auch im Großhandel werden verstärkt Umsätze online erzielt. Der Anteil des Internethandelsumsatzes am Gesamtumsatz des Großhandels beläuft sich im Vergleich zum Einzelhandel auf noch geringe 2,4 Prozent. Allerdings werden  auch hier bereits in diesem Jahr die durch Fraud verursachten Umsatzeinbußen ca. 0,528 Mrd. Euro betragen.

Die Gesamtschadenssumme im Online-Einzelhandel und Online-Grosshandel werden somit im Jahr 2014 ca. 2,383 Mrd. EUR betragen. Dies sind ca. 0,159 Prozent des im Jahr 2014 erwarteten Gesamtumsatzes im Gross- und Einzelhandel in Deutschland.

Das Thema Fraud im Online-Handel und in der Logistik wird sich ein zweitägiger Kongress im Berliner Umspannwerk am 4. und 5. Dezember 2014 widmen. Der von der bbw Hochschule Berlin veranstaltete Kongress erfolgt in Kooperation mit den Unternehmensverbänden Berlin Brandenburg (UVB) e.V. und mit Unterstützung von SAP sowie Qyte. Erwartet werden zahlreiche prominente Sprecher und Vertreter aus Industrie und Handel.

Die bbw Hochschule wurde 2007 von den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB) e.V. gegründet und konnte sich seitdem mit mittlerweile über 1.200 Studierenden als größte private Hochschule in der Region etablieren. Die Hochschule bietet Studiengänge in Vollzeit, dual sowie berufsbegleitend an. Die Hochschule hat ein durch den Wissenschaftsrat bestätigtes Leitbild, das einen Branchen- und Praxisbezug durch eine enge Zusammenarbeit mit Verbänden, Unternehmen und Persönlichkeiten der Wirtschaft vorsieht. Die FOKUSTAGE sollen langfristige Kooperationen zwischen der Wirtschaft, den Ministerien, den Verbänden und der Wissenschaft initiieren, dem direkten Austausch über aktuelle Entwicklungen und Erwartungen des Marktes dienen und die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen fördern.