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Die 10 Must-Haves eines B2B-Online-Shops

Alexander Shashin an 9. März 2018 - 20:00 in e-Commerce News, e-Commerce Studien & Fachartikel
Die 10 Must-Haves eines B2B-Online-Shops

Die 10 Must-Haves eines B2B-Online-Shops

E-Commerce hat Hochkonjunktur. Das bestätigen auch die jüngsten Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Onlinehandel. Die Branche verzeichnet Umsatzsteigerungen von 11 Prozent über alle Warengruppen hinweg. Besonders im B2B liegt der Unternehmensberatung Arthur D. Little zufolge mit 15 Prozent ein signifikantes Wachstumspotenzial im deutschen Markt.

Die Entscheidung, in den Online-Handel einzusteigen, haben die meisten Unternehmen bereits getroffen. Jedoch gibt es bezüglich des Shop-Systems Einiges zu beachten, denn ein effizienter B2B Online-Shop ist nicht einfach nur ein Ableger herkömmlicher B2C-Lösungen. Die Ansprüche von B2B-Kunden unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen der Endverbraucher. Der technischen Umsetzung sollten also gründliche Überlegungen vorausgehen, schließlich bringt sie nicht nur finanziellen Aufwand mit sich. Bei der Vielzahl von Anbietern am Markt gilt es, Shops genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Trend zur Business Automation gibt die Entwicklung vor. Nützliche Features oder kompatible Schnittstellen für andere Anwendungen können die Entscheidungsfindung erleichtern und sind für kleinere und mittelständische Unternehmen mit überschaubarem Budget ausschlaggebend. Diese 10 Features können beim Entscheidungsprozess helfen und machen den E-Commerce leichter:

  1. Firmenkontenhierarchien – Während sich im B2C-Markt alle Käufer auf einer Ebene bewegen, variieren im Enterprise-Bereich Bestellmengen und Kauffrequenz stark. Die Funktion zur Hierarchisierung von Firmen- und Endkunden erweist sich als besonders hilfreich, um auf Basis ausgehandelter Verträge Rabatt- und Preisstaffelungen anzuwenden. Entsprechende Voreinstellungen vereinfachen die Accountverwaltung in Vertrieb und Kundenservice – zum Beispiel indem Kundengruppen nur auf sie zugeschnittene, relevante Produktkataloge angezeigt werden.
  2. Flexible Programmierschnittstellen – Verbinden Sie Ihren Online-Shop mit den Programmen, die für Ihr Geschäft wichtig sind. Ob CRM, ERP oder PIM – im B2B-Onlinehandel kommen viele Anwendungen zum Einsatz. Einfach konfigurierbare Schnittstellen zu den Systemen, die für Sie von Bedeutung sind, sind entscheidend für die schnelle und komplette Einführung eines Onlineshops.
  3. Interaktions-Workflows – Kunden schätzen Beratung. Komplexe Verhandlungsprozesse mit Einkäufern, die traditionell persönlich oder am Telefon abgewickelt wurden, finden heute online statt. Natürlich nimmt die Software den persönlichen Kontakt nicht ab, gibt aber den richtigen Weg vor, ihren Kunden einen komfortablen Service zu bieten – und Ressourcen zu schonen. Hinterfragen Sie ihre bisherigen Taktiken: Auf welchen Wegen nehmen Sie Kontakt auf? Ist weniger mehr? Welche Prozesse lassen sich automatisieren? Holen Sie den Kunden dort ab, wo er Hilfe braucht und nutzen Sie neue Technologien, um den Einkaufsprozess simpel, transparent und zeitsparend zu gestalten. Beispielsweise mit vorprogrammierten Anfragen, die der Nutzer direkt aus der Shopping-Plattform herausstellen kann.
  4. Benutzerdefinierte Funktionen – Lassen Sie dem Kunden seine Freiheiten in der Kaufabwicklung und den Bestellvorgängen. Intelligente Voreinstellungen wie Quick-Order-Formulare, individualisierbare Checkout-Vorgänge, konfigurierbare Preislisten und Kataloge optimieren den B2B E-Commerce. Dank der Möglichkeit Einkaufslisten zu speichern, kann zuvor bestellte Ware leicht nachgeordert werden. Automatische Benachrichtigungen über Warenwerte helfen bei der Kostenkontrolle.
  5. Automatisierte Nutzung länderspezifischer Parameter (wie Währungen und Einheiten) – Um länderübergreifenden Onlinehandel zu betreiben, sollten die richtigen Umrechnungsmodelle für Währungen und Maßeinheiten bereits vorgegeben sein.
  6. Automatisierte Steuersätze – Steuersätze und -regularien sollten bereits vorkonfiguriert sein, damit sich nach Abschluss des Geschäftsjahres in Grenzen hält. Moderne, auf B2B ausgerichtete Software-Anwendungen bieten dies an.
  7. Zahlungsmethoden – Auch im B2B ist der Kunde König und erwartet eine möglichst angenehme Kaufabwicklung. Hier gilt es, das Zahlungsverhalten vorab zu untersuchen und Partnerschaften mit Zahlungsanbietern einzugehen, um die präferierten Bezahlsysteme der Kunden abzudecken. B2B-Kunden bevorzugen andere Methoden als Endverbraucher. Mindestens vier verschiedene sollte das System bieten.
  8. Liefermodalitäten – Auch in puncto Lieferung steht Kundenzufriedenheit ganz oben auf der Agenda. Welcher Anbieter kann schnellstmögliche Lieferzeiten und Tracking in Echtzeit gewährleisten? Software-Anbieter sollten Partnerschaften mit nationalen sowie internationalen Logistikanbietern und Speditionen bereitstellen.
  9. Responsives Frontend – Dass der Online-Shop auf allen Endgeräten problemlos laufen sollte, versteht sich fast schon von selbst. Doch es gibt immer noch Systeme, die nicht auf allen Devices der Kunden optimal sichtbar sind. Das kann durch responsives Webdesign verhindert werden. Intuitiv bedienbare Nutzeroberflächen gehören zur Basis eines B2B Online-Shops.
  10. Detailliertes Reporting – Ein umfangreiches Reporting mit erweiterten Funktionen zur Daten-Segmentierung und ein übersichtliches Dashboard mit Blick auf alle KPIs bieten eine optimale Basis zum besseren Verständnis von Bestellvorgängen sowie für gezielte Marketingkampagnen.

Alexander Shashin

Alexander Shashin leitet als Country Manager bei Oro, Inc. die Marktentwicklung in der DACH-Region. Oro ist der international führende Softwarehersteller für innovative Open-Source B2B E-Commerce und CRM-Anwendungen mit Hauptsitz in Los Angeles. Zu den Kunden im deutschsprachigen Raum zählen Haneu, Testrut, Lockbox, die GVL und die MTH Retail Group (MäcGeiz, Pfennigpfeiffer). Alexander Shashin ist seit über 17 Jahren als Gründer, Manager und Berater im E-Commerce tätig.

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