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Der stationäre Handel läuft Gefahr, vom eCommerce überrollt zu werden

PR-Gateway an 31. Mai 2013 - 10:40 in e-Commerce News
Marcus Diekmann - Shopmacher

Marcus Diekmann ~ Shopmacher

Der stationäre Handel läuft Gefahr, vom eCommerce überrollt zu werden. Offline-Händler müssten sich dringend auf die Veränderung des Kundenverhaltens einstellen und neue, tragfähige Konzepte entwickeln, um in der digitalen Flut nicht unterzugehen. Darauf weist Marcus Diekmann, Geschäftsführer der Shopmacher, im Rahmen der 1PLUS TV-Sendung „It´s Fashion“ hin. Das Gespräch wird am Mittwoch, 5. Juni, zwischen 20:15 Uhr und 20:45 Uhr auf 1PLUS ausgestrahlt.

Der Internet-Handel boomt – und dennoch behauptet Marcus Diekmann nach wie vor, eCommerce lohne sich nicht. So aktuell in der Modesendung „It´s Fashion“ am kommenden Mittwoch, 5. Juni, zwischen 20:15 Uhr und 20:45 Uhr auf 1PLUS.

Wie geht das zusammen? Zunächst die gute Nachricht für alle Online-Händler: Nach Schätzungen von Marktbeobachtern wuchs der eCommerce in Deutschland im vergangenen Jahr um 27 Prozent, für 2013 rechnen die Experten mit weiteren 21 Prozent Wachstum. Der stationäre Handel ist hingegen in 2012 nur um ein Prozent gewachsen – stagniert also.

„Grundsätzlich haben wir hervorragende Zeiten für den Onlinehandel“, so Marcus Diekmann.

Die Antwort auf die Frage, weshalb sich eCommerce nicht lohnt, muss laut Diekmann differenziert ausfallen: „In der Textilbranche beispielsweise frisst die hohe Retourenquote die Rendite auf. Im Bereich der Elektronik können die meisten Online-Händler aufgrund der guten Vergleichbarkeit und einem eklatanten Überangebot ihre Produkte nur noch über den Preis verkaufen. Das frisst die Marge.“

Branchenübergreifend gelte: „Die Kostenstrukturen sind im Allgemeinen nicht der Realität angepasst, die Kosten viel zu hoch. Viele Online-Händler sind mit zu hohen Umsatzerwartungen gestartet und haben deshalb viel zu komplexe und kostentreibende Prozesse aufgebaut. Oder sie haben die Prozesse nicht gut genug geplant und aufgesetzt.“

Der Handel braucht tragfähige No-Line-Konzepte

Der Offline-Handel müsse sich endlich der Tatsache stellen, „dass sich der Kunde sich nichts mehr vorschreiben lässt, er will selber entscheiden, wann und wo er kauft.“ Die Kanalverschiebung sei in vollem Gange, immer mehr Menschen kauften über digitale Kanäle. „Im vergangenen Weihnachtsgeschäft waren die Besucherströme in den Einkaufsstraßen gegenüber dem Vorjahr rückläufig.“

Dennoch würden etwa im Textileinzelhandel immer noch mehr Flächen eröffnet als geschlossen. Marcus Diekmann: „Mehr stationäre Flächen bei stagnierendem oder gar sinkendem Umsatz – die Rechnung kann nicht aufgehen. Die Offline-Händler müssen sich auf die Entwicklung einstellen, sie müssen ihre Laden-Konzepte auf die neuen Bedürfnisse ausrichten und tragfähige und No-Line-Konzepte entwickeln.“

Ein Weg sei beispielsweise, Serviceleistungen zu monetarisieren. „So könnte man einen Aufbau- und Installationsservice verkaufen, auch wenn der Laptop oder der Fernseher wo anders gekauft wurde. Außerdem kann gerade der regionale Handel mit einem Multichannel-Konzept punkten, in dem er das Thema Beratung und Gewährleistungs-Abwicklung aufgreift und in sein Geschäftsmodell einbaut.“

Das Gespräch mit Marcus Diekmann wird am Mittwoch, 5. Juni, zwischen 20:15 Uhr und 20:45 Uhr auf 1PLUS in „It´s Fashion“ ausgestrahlt.

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