Sacha Wilson

Sacha Wilson

Die zunehmende Verbreitung von E-Commerce in den vergangenen Jahren hat das Einkaufsverhalten der Menschen verändert. In Deutschland kauften Konsumenten häufiger online ein als noch vor der Pandemie: so sagen 95 Prozent der Deutschen, dass sie Waren via Online-Shopping erworben haben, und 46 Prozent, dass sich ihr Einkaufsverhalten durch die Krise geändert hat. Inmitten vorübergehender Geschäftsschließungen und Social Distancing haben Verbraucher eine neue Bequemlichkeit beim Einkaufen entdeckt und wollen diese nun beibehalten.

Unternehmen jeder Größe können nun digitale Kanäle nutzen, um eine größere Anzahl von Kunden weltweit zu erreichen. Die dahinterstehende Cloud-Technologie hat die Geschwindigkeit und Effizienz durch funktionsübergreifende Implementierungen erhöht. Damit wird Verbrauchern zudem ermöglicht, zu jeder Tageszeit an jedem Tag der Woche Einkäufe tätigen zu können – und zwar weltweit und in Echtzeit.

Unternehmen stehen somit unter Zugzwang, neue Technologien jetzt zu implementieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die folgenden Tipps sollen dabei helfen:

  1. Omnichannel-Präsenz aufbauen
    Um in einer Digital-First-Gesellschaft bestehen zu können, sollten Unternehmen nicht nur über einen E-Commerce-Shop, sondern über eine Omnichannel-Präsenz verfügen. Denn Verbraucher suchen nach Optionen und fordern Flexibilität beim Online-Einkauf. Daher ist es für Verkäufer wichtig, plattform- und geräteübergreifend präsent zu sein. Unternehmen können und sollten daher eine Mischung aus persönlichem E-Commerce, Online-Marktplätzen, Abonnements, Live-Streaming-Veranstaltungen und anderen Kanälen einsetzen, um Kunden auf verschiedene Weise zu erreichen. Durch den Verkauf über Online-Marktplätze und Werbung über Soziale Medien können mehr Kunden online erreicht werden.

    Die Umstellung auf Omnicommerce eröffnet den Verkäufern zahlreiche Möglichkeiten und schafft zeitgleich ein komplexes Ökosystem von Anwendungen und Systemen. Von Plattformen über Abrechnungssysteme bis hin zum Supply-Chain-Management – es sind eine Reihe unterschiedlicher Systeme nötig, um Lagerbestände zu verwalten, Produkte zu hosten, Transaktionen zu verarbeiten oder Online- und In-Store-Retouren zu ermöglichen. Um im Omnicommerce erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen nicht nur ihre Vertriebskanäle erweitern, sondern auch Technologien in Betracht ziehen, die sich problemlos in Systeme, Anwendungen und Kanäle integrieren lassen, um die Transparenz im gesamten Unternehmen zu erhöhen und ein nahtloses Kundenerlebnis zu schaffen.

  1. Das Kundenerlebnis digitalisieren
    Die digitale Customer Journey erstreckt sich von der Kundenfindung bis zur Lieferung und letztlich darüber hinaus, sollte der Kunde mit dem Produkt widererwarten nicht zufrieden sein. Verbraucher erwarten Zugang zu reaktionsschnellen E-Commerce-Webseiten, die persönliche Einkaufsvorteile bieten, darunter 1-zu-1-Support via Live-Chat oder Optionen zur digitalen Anprobe von Produkten.Auch unterschiedliche Zahlungsarten sollten zur Auswahl stehen und die Sicherheit der persönlichen Daten, die für den Einkauf preisgegeben werden, muss gewährleistet werden. Ein zeitnaher Versand sowie Benachrichtigungen und Aktualisierungen über den Lieferstatus und die Möglichkeit, Waren zurückzugeben, gehören zu den inzwischen standardmäßigen Verbrauchererwartungen.

    Die Verwendung von Cloud-basierten Technologien zur Optimierung der gesamten Customer Journey ist eine skalierbare Möglichkeit für Unternehmen, um mit der Kundennachfrage Schritt zu halten und gleichzeitig jedem Kunden eine personalisierte und angenehme Erfahrung zu bieten. Beispielsweise kann die Nutzung von sofort einsatzbereiten, Cloud-basierten E-Commerce-Plattformen für Verkäufer eine einfache Möglichkeit sein, mit den Technologieintegrationen zu arbeiten, die für die Personalisierung des Browsing-Erlebnisses und die Gewährleistung eines genauen Checkout-Prozesses erforderlich sind.

  1. Vorgänge digitalisieren
    Mit dem Wachstum von Unternehmen, sei es durch Omnicommerce, Akquisitionen, neue Produktportfolios oder geografische Expansion, wächst auch die Komplexität des Geschäftsbetriebs. Um ein effizientes und skalierbares Wachstum zu ermöglichen, müssen Unternehmen Vorgänge, die digitalisiert und automatisiert werden können, identifizieren. So kann die Belastung der Personal- und Finanzressourcen verringert werden. Durch die Digitalisierung von Vorgängen mit niedrigerer Priorität können Unternehmen Ressourcen für komplexere und wichtigere Projekte bereitstellen.
  1. Auf Änderungen der Steuerregeln und -vorschriften vorbereitet sein
    Die Steuergesetze haben sich weltweit in den vergangenen Jahren rasant verändert. Von den US-amerikanischen Gesetzen bezüglich Nexus bis hin zur elektronischen Rechnungsstellung innerhalb der EU und Europa im Allgemeinen ist die Komplexität der Steuervorschriften und -pflichten für digitale Unternehmen enorm. Für die Zeit nach der Pandemie kann zudem davon ausgegangen werden, dass die Steuerbehörden aller Länder vor der Herausforderung stehen werden, die Haushalte beziehungsweise verlorene Einnahmen auszugleichen. Dies kann wiederum zu Trends führen, einschließlich weiterer Besteuerungen auf Waren und Dienstleistungen sowie der Verpflichtung, dass selbst die kleinsten Verkäufer Steuervorschriften befolgen müssen, von denen bisher nur große E-Commerce-Händler betroffen waren.

    In der neuen Ära des globalen Handels müssen Unternehmen nicht nur die Steuerpflichten im eigenen Land, sondern auch im Ausland, kennen und verstehen. Da Unternehmen mit E-Commerce ihre Waren weltweit verkaufen können, unterliegen sie einer Reihe grenzüberschreitender Compliance-Verpflichtungen. Um wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben, müssen sie diese sich ändernden Regeln im Blick behalten. Unternehmen sollten sich mit entsprechender Steuer-Software wie Avalara Cross Border absichern, um mit den raschen Veränderungen Schritt halten zu können.

    Während Kunden sich einfach über die Warenlieferung freuen, müssen die Händler beim (inter-) nationalen Warenverkauf und -versand genau auf die Einfuhr- und Handelsvorschriften achten. Viele Unternehmen sind im Zuge des hohen logistischen Aufwandes auf operative Unterstützung durch Logistikdienstleister angewiesen. Hinzu kommt der Druck, die Kundenerwartungen zu erfüllen und schnell sowie problemlos Waren zu liefern. Nur durch den Einsatz geeigneter Software können Unternehmen diese Herausforderungen angehen und das veränderte Verbraucherverhalten für sich nutzen.