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Alles muss raus! – Die Lehren aus dem US Weihnachtsgeschäft 2016

Alexander Schlager an 8. März 2017 - 19:19 in e-Commerce News
Alexander Schlager - Verizon

Alexander Schlager ~ Verizon

Was muss ein Einzelhändler tun, damit er 2017 interessant bleibt und sein Geschäft wächst? „Agilität ist das Gebot der Stunde, wenn man erfolgreich sein will“, sagt Michele Dupré, Group Vice-President Retail, Hospitality and Distribution bei Verizon Enterprise Solutions. „Einzelhändler, die sowohl E-Commerce als auch echte Ladengeschäfte betreiben, müssen beispielsweise rasch den Kurs ändern können, wenn eine Strategie nicht greift oder eine Aktion nicht wie geplant verläuft.“ Aus dem letztjährigen Weihnachtsgeschäft lassen sich Überlegungen für die Zukunft ableiten:

  • E-Commerce wird weiter wachsen, also die Weichen entsprechend stellen. In den USA übertrafen an den bedeutenden Shopping-Tagen wie Black Friday und Super Saturday die Tagesvolumina und Handelsspitzen die Ergebnisse der vorangegangenen Saison. Dupré: „Mehr denn je kommt es für die Betreiber von Ladengeschäften darauf an, das In-Store-Erlebnis für Kunden neu zu erfinden.“ Die Verbraucher benötigen einen triftigen Grund, warum sie die Geborgenheit ihres Zuhauses verlassen sollten, besonders wenn das Wetter schlecht ist, und das war letzte Saison häufig der Fall.
  • „Cyber Monday“ kann jeden Tag sein. Hinsichtlich der Relevanz des US Cyber Monday bleiben wir dabei, dass dieser Tag nicht mehr das ist, was er einmal war, und dass heute jeder Tag im Grunde ein Cyber Day ist. Dupré: „Unser Index verzeichnet sogar im Jahresvergleich einen Rückgang am Cyber Monday. Das lässt angesichts der Black-Friday-Aktionen, die in der Woche zuvor so richtig zum Tragen kamen, auf eine Art ‚Schnäppchen-Müdigkeit‘ schließen.“
  • Am Super Saturday-Wochenende macht man richtig Geschäfte. Über das Super Saturday-Wochenende (17.–18. Dez.) verzeichneten wir höhere Indexzahlen als an irgendeinem anderen Vorweihnachtswochenende. Die Einzelhändler hatten tolle Sonderangebote und die Verbraucher waren mit nur noch 7 Tagen Zeit zum Shoppen sozusagen auf der Zielgeraden.
  • Beim Versand haben Einzelhändler und Distributoren die Lieferketten-Problematik gelöst. Die Woche vor Weihnachten war wie geschaffen für unentschlossenen Käufer. Einige Einzelhändler umwarben diese wichtige Kundschaft mit erweiterten Lieferterminen und Preisnachlässen. Allgemein setzten die Verbraucher großes Vertrauen in das Funktionieren der Lieferkette, das hatte das Vorweihnachtsgeschäft gezeigt.
  • Die Nachweihnachtszeit hält ein Erfolgsrezept für den Einzelhandel bereit. Vom ersten Weihnachtstag an bis hinein ins Neujahrswochenende verzeichnete Verizon einige der höchsten Datenaufkommen der Saison. „Die Leute haben frei und Geschenkgutscheine zum Einlösen, sie wollen umtauschen und den Räumungsverkauf nutzen“, sagte Dupré. Die Botschaft an die Einzelhändler lautet: Nicht einfach die Strategien für die Kundenansprache ad acta legen, sondern über den 25. Dezember hinaus beibehalten, denn der Markt nach Weihnachten kann schwächeln.

Bleibt die Frage, was deutsche Einzelhändler von den US-Trends lernen können. Wir meinen: eine ganze Menge. Der E-Commerce setzt seinen aggressiven Feldzug in der Einzelhandelslandschaft auch hier in Deutschland fort, wirkt sich disruptiv auf traditionelle Modelle aus, die sich ihm in den Weg stellen, und ist zugleich enorm attraktiv für eine konsumierende Bevölkerung, die sich im Wesentlichen mit der vernetzten Welt von heute angefreundet hat. Auch hier ist Agilität für den Erfolg von allergrößter Bedeutung. Einzelhändler sollten beginnen, vorsorglich die Strategien zu implementieren, die sie für die kommenden wichtigen Shoppingsaisons benötigen.

Alexander Schlager

Alexander Schlager verantwortet bei Verizon als Area Vice President DACH die regionalen Maßnahmen und Strategien für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz mit besonderem Fokus auf das Business Development in den drei Märkten Alexander Schlager hat mehr als 15 Jahre Branchenerfahrung und war für multi-nationale Unternehmen in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum tätig. Zu seinen beruflichen Kern- Kompetenzen gehören Operationalisierung von Near- und Offshore-Produktionsstrategien, Business Process Re-Engineering und die Umsetzung von globalen ICT-Outsourcing-Programmen.

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